Zentrum für Seltene Erkrankungen Heidelberg

Zentrum für seltene Tumorerkrankungen

 

Krankheitsbild

Seltene Tumorerkrankungen werden pro Jahr bei jeweils rund 2.500 Menschen in Deutschland diagnostiziert. Dazu gehören z.B. Weichteilsarkome, neuroendokrine Tumoren, Metastasen bei unbekanntem Primärtumor sowie die meisten bösartigen Erkrankungen des Kindesalters. Zum Vergleich: An der häufigsten Tumorart, dem Dickdarmkrebs, erkranken jährlich ca. 70.000 Menschen in Deutschland. 

Für Patienten mit einer seltenen Tumorerkrankung ist die Behandlung in einem spezialisierten Zentrum besonders wichtig: Hier haben Fachärzte ausreichend Erfahrung in der Behandlung dieser Tumorformen und Zugang zu den jeweils geeigneten Therapieverfahren. Darüber hinaus profitieren insbesondere Patienten mit seltenen Tumorformen von interdisziplinären Kooperationen und der Teilnahme an Behandlungsstudien.

Bei uns finden Sie Spezialisten für die Behandlung folgender seltener Tumorerkrankungen:

  • CUP-Syndrom (Cancer of Unknown Primary)
  • Weichteilsarkome
  • Akute Leukämien
  • Haarzellleukämie
  • Adenoid-zystische Karzinome
  • Neuroendokrine Tumoren
  • Nebenschilddrüsenadenome/-karzinome
  • Nebennierenadenome/-karzinome
  • Insulinome
  • Multiple endokrine Neoplasien
  • Morbus Recklinghausen
  • Retinitis pigmentosa
  • Seltene Formen von Pankreaskarzinomen
  • Seltene Formen von ZNS-Tumoren
  • Duodenalkarzinome
  • Appendixkarzinome
  • Analkarzinome
  • Hämangioendotheliome
  • Desmoplastische Tumoren
  • Gastrointestinale Stromatumoren
  • Fibrolamelläre Leberzellkarzinome
  • Nasopharynxkarzinome
  • Seltene bösartige Erkrankungen im Kindesalter:

    • T-Lymphoblastische Leukämien
    • Medulloblastome
    • Ependymome
    • Niedrig malignes Gliome
    • Nicht operable Osteosarkome
    • Neuroblastome
    • Schilddrüsenkarzinome
    • Nebennierenkarzinome

 

Leistungsspektrum

Das Zentrum für seltene Tumorerkrankungen ist Teil des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg, einer gemeinsamen Einrichtung des Universitätsklinikums Heidelberg, der Medizinischen Fakultät Heidelberg, des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), der Thoraxklinik am Universitätsklinikum und der Deutschen Krebshilfe. Hier werden Patienten umfassend und interdisziplinär betreut und beraten. Durch die enge Verzahnung von Forschung und Praxis profitieren sie von neuen Behandlungsansätzen, die sonst noch nicht verfügbar sind.

Wir bieten:

  • Spezialambulanzen und –sprechstunden
  • Interdisziplinäre Diagnostik einschliesslich molekulargenetischer Mutationsanalysen
  • Referenzdiagnostik von Gewebeproben
  • Komplettgenomsequenzierung
  • Komplettes Spektrum moderner Therapieverfahren, darunter Schwerionenbestrahlung am Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum HIT  
  • Zugang zu klinischen Studien 
  • Begleitforschung zu allen seltenen Tumorerkrankungen in nationalen und internationalen Netzwerken
  • Umfassende Nachsorge und Betreuung

 

Mitarbeiter

  • Prof. Dr. Alwin Krämer, Leiter der Klinischen Kooperationseinheit Molekulare Hämatologie/Onkologie von Medizinischer Universitätsklinik V (Hämatologie, Onkologie und Rheumatologie) und Deutschem Krebsforschungszentrum
  • Priv.-Doz. Dr. Harald Löffler, Klinische Kooperationseinheit Molekulare Hämatologie/Onkologie von Medizinischer Universitätsklinik V (Hämatologie, Onkologie und Rheumatologie) und Deutschem Krebsforschungszentrum
  • Prof. Dr. Dirk Jäger, Ärztlicher Direktor der Abteilung Medizinische Onkologie am Nationalen Zentrum für Tumorerkrankungen
  • Priv.-Doz. Dr. Jürgen Krauss, Abteilung Medizinische Onkologie am Nationalen Zentrum für Tumorerkrankungen
  • Prof. Dr. Wolfgang Wick, Ärztlicher Direktor der Neurologischen Universitätsklinik
  • Prof. Dr. Andreas Kulozik, Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik für pädiatrische Onkologie, Hämatologie, Immunologie und Pneumologie, Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin 
  • Prof. Dr. Olaf Witt, Universitätsklinik für pädiatrische Onkologie, Hämatologie, Immunologie und Pneumologie, Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin 
  • Prof. Dr. Stefan Pfister, Universitätsklinik für pädiatrische Onkologie, Hämatologie, Immunologie und Pneumologie, Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin 

 

Kooperationen

 

Forschung

Unsere Wissenschaftlerteams sind in nationalen und internationalen Forschungsverbünden vernetzt (z.B. innerhalb der Deutschen Krebsgesellschaft sowie der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie / DGHO). Ziel ist es, die molekularen Entstehungsmechanismen der seltenen Tumoren besser zu verstehen und so neue Ansätze für Diagnostik und Therapie zu identifizieren. Darüber hinaus beteiligen wir uns an klinischen Studien zu seltenen Tumoren, um neue Therapien zu prüfen oder vorhandene Konzepte zu verbessern.


 

Links

 

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