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Unternehmenskommunikation

- Urheberrecht

 

Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Medien fremder Herkunft

Mit dieser kurzen zusammenfassenden Information bieten wir einen Überblick über die wichtigsten Regelungen im Umgang und der Arbeit mit Medien fremder Herkunft. Wir bitten Sie um Beachtung der folgenden Ausführungen um zu vermeiden, dass es erneut zu Abmahnungen und Schadensersatzforderungen, insbesondere durch nicht autorisierte Nutzung von Karten/Bildern, kommt. Wenn Sie sich bei der Verwendung von Medien in Ihrem Arbeitsbereich unsicher sind, sprechen Sie uns bitte an, wir helfen Ihnen gerne weiter.


Wann sind Arbeiten urheberrechtlich geschützte Werke?

Alle künstlerischen, wissenschaftlichen oder technischen Leistungen fallen unter den Schutz des Urheberrechts. Die Schöpfer solcher Werke sind die mit besonderen Rechten ausgestattete Urheber.
Ziel des Urheberrechtes ist es, die Interessen der Kreativen zu schützen, z.B.  die Entscheidung darüber, ob und in welcher Form das Werk der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, dem Urheber zu überlassen.

Wie kann ich ein Werk  eines Anderen nutzen?

Grundsätzlich muss jede einzelne Nutzung vom Urheber vertraglich autorisiert sein.
Der Urheber kann sogenannte Werknutzungsverträge eingehen, durch die Nutzung der Werke durch Dritte geregelt werden.
Zum privaten und eigenen Gebrauch sind Vervielfältigungen von urheberrechtlich geschützten Werken ohne ausdrückliche Erlaubnis und ohne Vergütung des Urhebers erlaubt.
Es besteht ein sog. Zitatrecht, welches es gestattet, unter Nennung der Quelle angemessene Teile eines Werkes in wissenschaftlichen Arbeiten zu verwenden.
Die freie Werknutzung ist auch erlaubt zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken.
Von der freien Werknutzung ausgenommen ist die Verwendung urheberrechtlich geschützter Werke in einem kommerziellen Kontext.
Vor einer kommerziellen Nutzung ist immer die zuständige Verwertungsgesellschaft  anzufragen. Je nach Art eines Werkes ist jedoch eine andere Verwertungsgesellschaft für die Wahrnehmung der Rechte des Urhebers zuständig.

Zitatrecht

Das Zitatrecht eröffnet die Möglichkeit, Teile fremder Werke in der Öffentlichkeit zu verwenden, ohne eine Erlaubnis zur Werknutzung einzuholen. Zu beachten ist hier, dass das zitierte Werk eigene Ausführungen nicht ersetzen darf und dass eine eigene Auseinandersetzung mit dem fremden Werk stattfindet. Dies gilt auch für die Verwendung von fremden Bildern. Bloße Illustrationen werden vom Zitatrecht nicht abgedeckt.
Als Regel, wie groß der Teil des zitierten Werkes sein darf, gilt, dass Zitate nicht so umfänglich sein dürfen, dass sich der Erwerb des Originalwerkes erübrigt.
Stets ist die Quelle anzugehen.
Die Quellenangabe muss auf alle Fälle den Namen des Urhebers und zumeist auch den Namen des Verlags beinhalten.

Wie lange ist ein Werk urheberrechtlich geschützt?

70 Jahre nach dem Tod des Urhebers erlischt das Urheberrecht. Es besteht von der Schaffung des Werkes an während der Lebensdauer des Schaffenden und darüber hinaus 70 Jahre nach seinem Tod.
Mit dem Tode des Urhebers geht das entsprechende Recht auf die Erben über.
Wenn das Urheberrecht mehreren Personen gemeinsam zusteht, erlischt es 70 Jahre nach dem Tod des längstlebenden Miturhebers.

Gelten diese Regelungen auch für universitäre Veranstaltungen?

Vorlesungen und Seminare werden nach herrschender Meinung als öffentliche Veranstaltungen angesehen. Die Nutzung fremder Werke im Rahmen der öffentlichen Wiedergabe muss entweder besonders lizenziert oder auf eine sogenannte urheberrechtliche Schranke, z.B.  das Zitatrecht, gestützt werden.
Am 28. November 2008 wurde vom Bundesrat die Sonderreglung für Schulen und Universitäten für die interne Verwendung von Artikelkopien urheberrechtlich geschützter Texte bis 2012 verlängert. Ursprünglich wäre diese Ausnahmeregelung am 31.12.08 ausgelaufen.

Damit gilt laut dpa: „Die umstrittene Intranet-Klausel sieht vor, dass Auszüge aus Büchern oder Zeitschriften zu Lehr- und Forschungszwecken einem begrenzten Personenkreis zur Verfügung gestellt werden können, ohne dass die für die Veröffentlichung üblichen Angaben entrichtet werden müssen.“  
Quelle: dpa-Dossier Kulturpolitik Nr. 49/2008, 1. Dezember 2008

 

 

Literatur und Links zum Thema Urheberrecht:

Allgemein

 

 

 

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