Allgemeine Psychiatrie
Zentrum für Psychosoziale Medizin

Sektion Gerontopsychiatrische Forschung


 

Versorgungssituation älterer Menschen mit Migrationshintergrund in der Pflege (VäMP)

Das Projekt "Versorgungssituation älterer Menschen mit Migrationshintergrund in der Pflege" (VäMP) wird durch das Baden-Württembergische Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren und von der Robert Bosch Stiftung gefördert. VäMP lehnt sich an das, aus dem Ruhrgebiet stammende, Projekt "Interkulturelle Kompetenz in der Altenpflege" (IKAP) an und wird von der Sektion Gerontopsychiatrie des Universitätsklinikums Heidelberg durchgeführt.

 

 

Projektverantwortliche

Prof. Dr. med. Johannes Schröder, Saskia Gladis (BA Soz.), Dipl.-Psych. Magdalena Eva Kowoll

 

 

Projektlaufzeit

Mai 2011 - April 2014

 

 

Die Ziele von VäMP

  • Erfassung der Anzahl älterer Menschen mit Migrationshintergrund in allen stationären Pflegeeinrichtungen und allen ambulanten Pflegediensten in Baden-Württemberg.
  • Analyse der aktuellen Versorgungssituation älterer Menschen mit Migrationshintergrund. 
  • Formulierung von Handlungsempfehlungen für die Zukunft, die auf Erkenntnissen der Analysen basieren.
  • Vergleich von Ressourcen und Einschränkungen von BewohnerInnen/PatientInnen ambulanter und stationärer Pflegeeinrichtungen mit und ohne Migrationshintergrund.

 

 

Untersuchungsdesign

Das Projekt VäMP besteht aus zwei Erhebungen. Die erste Erhebung, die im Sommer 2011 begann, beinhaltet einen Fragebogen, der von LeiterInnen aller stationärer Einrichtungen und aller ambulanter Pflegedienste sowie von MitarbeiterInnen dieser Einrichtungen ausgefüllt werden soll, die in die Pflege von BewohnerInnen/PatientInnen involviert sind.

 

Die zweite Erhebung, die ab Frühjahr 2012 beginnt, beinhaltet die Befragung und neuropsychologische Untersuchung von 100-120 BewohnerInnen/PatientInnen mit und ohne Migrationshintergrund aus mehreren stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen im Raum Heidelberg.

 

 

Forschungsfragen

Durch VäMP sollen zentrale Fragen beantwortet werden:

  • In welchem Ausmaß werden stationäre Pflegeeinrichtungen und ambulante Pflegedienste von Menschen mit Migrationshintergrund genutzt und welche Leistungen werden von ihnen besonders in Anspruch genommen?
  • Welche Charakteristika weisen stationäre Pflegeeinrichtungen und ambulante Pflegedienste auf, die öfter von Personen mit Migrationshintergrund aufgesucht werden als andere Einrichtungen?
  • Welche besonderen Problemkonstellationen treten bei der Pflege von PatientInnen/Bewohnerinnen mit Migrationshintergrund auf?
  • Welche Unterschiede ergeben sich bezüglich der Einschränkungen und Ressourcen zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund?
  • Erweisen sich die in Deutschland erworbenen Sprachkenntnisse bei MigrantInnen als kognitive Reserve und wirken somit protektiv gegen eine dementielle Erkrankung oder führen die enormen Belastungen, die mit dem Verlassen des Heimatlandes verbunden sind, zu einem früheren Eintritt dementieller Symptome bei MigrantInnen in Deutschland? 
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