Kliniken & Institute ... Kliniken Chirurgische Klinik... Allgemein-, Viszeral-... Behandlungsspektrum ... Erkrankungen Darm Colitis ulcerosa Therapie

Therapie

Die Therapie einer Colitis ulcerosa erfolgt zunächst medikamentös. Stellt sich der gewünschte Erfolg nicht ein, können die operative Entfernung des gesamten Dickdarmes und die Bildung eines „Ersatzreservoirs“ (Proktokolektomie mit ileoanaler Pouchanlage) zur Heilung der Krankheit beitragen.

Medikamentöse Therapie
Eine Colitis ulcerosa wird heute überwiegend medikamentös behandelt. Bei einem akuten Schub erhält der Betroffene entzündungshemmende Medikamente wie Aminosalizylate, bei einem mittelschweren und schweren Schub kommen Steroide zum Einsatz. Aufgrund ihrer Nebenwirkungen eignen sie sich jedoch nicht für eine Dauertherapie. Daher erhalten Patienten mit chronisch aktiven Krankheitsverläufen oder wenn sie nicht auf Steroide ansprechen andere Medikamente, z.B. Azathioprin oder TNF-alpha-Antagonisten. Bei hochakuten Schüben erfolgen auch Therapieversuche mit Cyclosporin. Entscheidend ist, dass wir in solchen Fällen unsere Beratungen immer im interdisziplinären Team mit Internisten und Chirurgen durchführen und Entscheidungen gemeinsam treffen.

Operative Therapie

Erzielt die medikamentöse Therapie nicht das gewünschte Ergebnis oder treten starke Nebenwirkungen auf, sollte die Colitis ulcerosa chirurgisch behandelt werden. Eine Operation kann darüber hinaus erforderlich sein, wenn Notfallsituationen wie Darmperforationen eintreten, ein erheblich erweiterter Dickdarm (toxisches Megakolon) vorliegt oder die Vorstufe eines bösartigen Tumors oder gar ein bösartiger Tumor entstanden ist.

Das Ziel des chirurgischen Eingriffs ist die komplette Entfernung der erkrankten Dickdarmschleimhaut bei gleichzeitigem Erhalt der Kontinenzfunktion (restaurative Proktokolektomie mit ileoanaler Pouchanlage). Dabei entfernen erfahrene Chirurgen den gesamten Dickdarm und Mastdarm und bilden aus dem unteren Dünndarmabschnitt (Ileum) ein Stuhlreservoir (Pouch), der dann mit dem Anus verbunden wird. Der Pouch übernimmt nach der Operation die Funktion des Mastdarms (Rektum).

Zum Schutz der Operationsnaht legen wir dem Patienten vorübergehend einen künstlichen Darmausgang (Ileostoma) an, den wir nach etwa drei Monaten wieder zurückverlegen.

Die Operation lässt sich minimalinvasiv (laparoskopisch) durchführen. Das verursacht in der Regel geringere Schmerzen und die Patienten erholen sich schneller. Die langfristige Lebensqualität nach diesem Eingriff ist gut und in der Regel vergleichbar mit der der Normalbevölkerung.

Seit gut 30 Jahren führen wir die spezielle Operation bei einer großen Zahl an Patienten durch und verfügen somit über umfangreiche Erfahrungen. Zur Beratung bieten wir Ihnen eine Spezialsprechstunde, in der Sie mit Chirurgen über wirksame Behandlungsformen und Ihre individuelle Situation sprechen können.

Gastroenterologische Sprechstunde

Spezialambulanz für Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen