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Screening von Risikopersonen

Wenn Familienangehörige an HNPCC erkrankt sind, empfiehlt sich eine prädiktive Diagnostik (vorhersagende Mutationstestung). Damit lässt sich überprüfen, ob Ihre Gene ebenfalls verändert sind. Ein solches Screening können Sie ab dem 18. Lebensjahr durchführen lassen.

In unserer Klinik steht Ihnen dazu unsere HNPCC-Sprechstunde zur Verfügung. Dort nehmen wir Ihre gesundheitliche Vorgeschichte (Anamnese) auf, erstellen eine umfassende Familienanamnese und beraten Sie ausführlich. Vor dem Screening brauchen wir zudem das schriftliche Einverständnis von der Person, die getestet werden soll.

Stellen wir die bereits familiär bekannte genetische Veränderung (Mutation) fest, sind Sie ein sogenannter Anlagenträger und haben ein sehr hohes Risiko, ebenfalls an Darmkrebs zu erkranken. Wir raten Ihnen dann dringend, sich regelmäßig ab dem 25. bzw. 35. Lebensjahr einem speziellen HNPCC-Vorsorgeprogramm zu unterziehen.

Eine jährliche Darmspiegelung erlaubt beispielsweise eine gute Früherkennung. Auch wenn HNPCC-Patienten in der Regel nur vereinzelt Polypen (gutartige Wucherungen der Darmschleimhaut) haben, kann grundsätzlich jeder Polyp zu einem bösartigen Tumor heranwachsen. Aus diesem Grunde entfernen wir bei der Darmspiegelung (Koloskopie) in jedem Fall auch die Polypen, um sie am Weiterwachsen zu hindern.

Keine Mutation heißt keine Vererbung und kein HNPCC

Haben wir bei Ihnen oder Ihrem Angehörigen keine Mutation nachgewiesen, sind Sie weder ein Anlagenträger noch können Sie HNPCC vererben. Sie benötigen dann keine intensiveren Vorsorgeuntersuchungen. Dennoch sollten Sie – wie alle anderen Menschen – regelmäßig zur Darmkrebsvorsorge gehen, um andere Darmkrebserkrankungen frühzeitig erkennen zu können.