Kliniken & Institute ... Kliniken Chirurgische Klinik... Allgemein-, Viszeral-... Behandlungsspektrum ... Erkrankungen Darm HNPCC Ursachen/Symptome

Ursachen

Ausgelöst wird HNPCC durch eine Veränderung in den Erbinformationen (Mutation), genauer gesagt auf einem der DNA-Reparaturgene (DNA-Mismatch-Repair-Gene). Dabei reicht es aus, wenn nur ein Gen der normalerweise doppelpaarigen Gene verändert ist. Wird dieses veränderte Gen von einem Elternteil an ein Kind vererbt, so ist dieses Kind Träger der Mutation, die HNPCC auslöst (autosomal-dominante Vererbung).

Der menschliche Zellkern enthält 23 Chromosomenpaare, auf denen die Träger der Erbinformation (Gene) aufgereiht sind. Je ein Chromosom stammt vom Vater und von der Mutter, d. h., jedes Gen ist doppelt vorhanden. Ist eines der beiden Gene verändert, kann sich daraus HNPCC entwickeln. Bei HNPCC liegt die Mutation auf einem der (Reparatur‑)Gene. Dadurch können Fehlentwicklungen in der Entstehung einer Zelle nicht mehr repariert werden. Die Zelle ist defekt und kann unkontrolliert wachsen. Es entstehen bösartige Tumore in Magen, Dünndarm, Dickdarm, Nierenbecken, Harnleiter, Gebärmutterschleimhaut, in den Eierstöcken, auf der Haut oder im Gehirn.

 

Symptome

Die Symptome bei HNPCC sind die gleichen wie bei anderen Darmkrebserkrankungen. Die auslösenden Faktoren, ob spontan gebildet oder erblich bedingt, spielen indes keine Rolle.

Treten Beschwerden wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Gewichtsverlust, Bauchschmerzen, Verstopfung oder Durchfall, Blutauflagerungen auf dem Stuhl und Blutarmut auf, deutet dies meist auf ein fortgeschrittenes Stadium der Erkrankung hin. Sie sollten dann umgehend einen Arzt aufsuchen, einen Termin in der HNPCC-Sprechstunde vereinbaren oder direkt zu uns in die Klinik kommen.

Die Wahrscheinlichkeit eines HNPCC ist bei Ihnen erhöht, wenn:

  • eine Krebserkrankung vor Erreichen des 50. Lebensjahres an Magen, Dünndarm, Dickdarm, Nierenbecken, Harnleiter, an der Schleimhaut der Gebärmutter, den Eierstöcken, der Haut oder am Gehirn auftritt
  • gleichzeitig oder nacheinander zwei Krebserkrankungen an den genannten Organen auftreten
  • wenn Eltern, Geschwister oder Kinder auch Krebs haben (familiäre Häufung)