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Erkrankungen

Erkrankungen, die primär von der Milz ausgehen, kommen nur selten vor. In der Regel ist eine andere Grunderkrankung die Ursache für eine Erkrankung der Milz. Dazu zählen beispielsweise Leukämien, rheumatische Erkrankungen, akute und chronische Infektionskrankheiten, Tumore oder ein Milzriss (Milzruptur).

 

 

Vergrößerung der Milz (Splenomegalie)
Durch Krankheiten der Blutzellen (z. B. Leukämien) oder des lymphatischen Systems kann sich die Milz vergrößern. Erkrankungen wie die Milzvenenthrombose oder Leberzirrhose können über einen Rückstau des venösen Blutes zu einer Milzvergrößerung führen.

Eine vergrößerte Milz geht meist mit einer Überfunktion des Organs (Hypersplenismus) einher. Dabei speichert die Milz zu viele rote und weiße Blutkörperchen sowie Blutplättchen (Thrombozyten) und baut dadurch zu viele dieser Blutzellen ab. Blutarmut (Anämie) und Thrombozytenmangel können die Folge sein.

Andere sekundäre Erkrankungen
Darüber hinaus gibt es rheumatische Erkrankungen sowie akute und chronische Infektionskrankheiten der Milz. Malaria oder Virusinfektionen können beispielsweise zu einem Milzabszess (umkapselte Eiteransammlung) oder einem Milzhämatom (Bluterguss) führen.

Tumore
Tumore, die primär in der Milz entstehen, sind sehr selten. Häufiger ist es, dass sich im Rahmen einer anderen Tumorerkrankung Metastasen in der Milz bilden. Der Primärtumor stammt dann zumeist aus der Lunge oder aus den Eierstöcken.

Milzzysten
Von den Tumoren zu unterscheiden sind angeborene Milzzysten. Sie sind in der Regel unproblematisch, solange sie eine gewisse Größe nicht überschreiten und andere Organe verdrängen oder Komplikationen wie z. B. Blutungen hervorrufen.

Milzriss (Milzruptur)
Schwere Unfälle mit Bauchverletzungen können zu einer Milzruptur (Kapseleinriss) führen. Verliert der Verunfallte sehr viel Blut, kann eine notfallmäßige Entfernung der Milz notwendig sein, da ansonsten ein Kreislaufzusammenbruch droht. In 5 bis 15 Prozent der Fälle kann eine Milzruptur auch heute noch zum Tode führen. Daher überwachen wir Patienten mit Milzverletzungen stets intensiv, um mögliche Komplikationen rechtzeitig erkennen zu können.