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Untersuchung von Tumorstammzellen beim Riesenzelltumor des Knochens

Dieses Projekt wird zusammen mit Dr. J. Fellenberg von der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg durchgeführt. Es geht auf den Zusammenschluss der Orthopädie Heidelberg mit dem Universitätsklinikum Heidelberg im Jahre 2010 zurück. Damals förderte die Medizinische Fakultät Heidelberg Kooperationsprojekte mit der Orthopädie, um die Zusammenarbeit mit den anderen Kliniken der Fakultät zu stärken. Mit 4-5% aller primären Knochentumore ist der Riesenzelltumor (RZT) ein sehr häufiger, in der Gruppe der 25- bis 40-jährigen sogar der häufigste, Knochentumor. Er entwickelt sich bevorzugt in Gelenknähe an den epiphysären Wachstumszonen der langen Röhrenknochen. Es handelt sich bei diesem Tumor um einen meist benignen Tumor, der jedoch lokal ein sehr aggressives Verhalten aufweist und zu umfangreichen Knochenschädigungen führt. In seltenen Fällen kann es zur malignen Transformation kommen und in ca. 2% aller Fälle wurde die Bildung von Lungenmetastasen beobachtet. Eine operative Entfernung des Tumors bietet derzeit die einzige Heilungschance, wobei jedoch mit 35-50% eine sehr hohe Rezidivrate besteht, welche wiederum mit einem erhöhten Metastasierungsrisiko (10%) verbunden ist. Wir vermuten, dass eine kleine Population von "schlafenden" Tumorstammzellen im Riesenzelltumor vorhanden ist, welche für die Rezidivbildung und die Metastasierung verantwortlich ist. Dies wurde bei anderen Tumorentitäten bereits gezeigt, beim Riesenzelltumor ist das Gebiet der Tumorstammzellen jedoch noch völlig unerforscht. Durch  Vergleich von Stammzellmarkern bei parentalen und Chemotherapie-resistenten Riesenzelltumorlinien, sowie adhärent- und sphäroidal-wachsenden Zelllinien analysieren wir Tumorstammzellmarker des Riesenzelltumors und versuchen heraus zu finden, warum der Riesenzelltumor in einigen Fällen maligne entartet und Metastasen bildet, in anderen Fällen jedoch nicht. Letztendlich werden die erwarteten neuen Erkenntnisse zur Entwicklung verbesserter therapeutischer Optionen beim Riesenzelltumor des Knochens führen.