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AG Translationale Pankreas-Onkologie

Arbeitsgruppenleiter

Prof. Dr. med. Oliver Strobel
Im Neuenheimer Feld 110
69120 Heidelberg
Gebäude 6110


06221 56-6110

Trotz großer Fortschritte in der chirurgischen Therapie bleibt die Prognose des Pankreaskarzinoms weiterhin limitiert. Gründe hierfür sind einerseits eine oft späte Diagnosestellung und andererseits die angesichts der aggressiven Tumorbiologie und frühen Metastasierung des Pankreaskarzinoms unzureichende Wirksamkeit der aktuell verfügbaren systemischen Therapieoptionen.

Eine fundamentale Verbesserung der Prognose von Patienten mit Pankreaskarzinom ist daher nur durch eine frühere Erkennung und neue, effektivere, möglichst individualisierte Therapiekonzepte möglich. Grundlage hierfür ist eine effektive translationale Pankreasforschung, die die Analyse klinischer Patienten- und Behandlungsdaten mit der Analyse molekularer Daten aus Tumorgewebsproben von Patienten mit Pankreaskarzinom verbindet und somit eine patientennahe onkologische Forschung erlaubt.

Forschungsschwerpunkte

Die AG Translationale Pankreas-Onkologie hat thematisch folgende Schwerpunkte:

 

  • Identifikation neuer molekularer Targets für innovative Therapieansätze beim Pankreaskarzinom
  • Durch integrative Analyse molekularer Daten aus dem Tumorgewebe und klinischer Daten aus Behandlung und Krankheitsverlauf (Überleben, Rezidiv) können molekulare Veränderungen identifiziert werden, die mit Langzeitüberleben oder früher systemischer Progression nach Resektion und Chemotherapie des Pankreaskarzinoms assoziiert sind. Solche molekulare Veränderungen können einerseits als prognostische Biomarker zur Vorhersage des Therapieansprechens und Überlebens verwendet werden, stellen andererseits aber auch potentielle Zielmoleküle für neue Therapieformen dar.
  • In einem zweiten, parallelen Ansatz generieren wir aus frischen Tumorbiopsien patientenspezifische 3D-Zellkulturen (Organoide), die hinsichtlich Ihres Nutzens als Avatar-Modell für ein patientenspezifisches Sensitivitätsscreening bezüglich verschiedener Chemotherapien genutzt werden können. Zusätzlich ermöglichen die Organoidlinien funktionelle in vitro Untersuchungen neuer Medikamente und Therapieansätze.

    Methodisch kommen in der Arbeitsgruppe schwerpunktmäßig eine detaillierte klinische Charakterisierung, fundierte molekulare Analysen der Tumorgewebe inklusive moderner Next-Generation-Sequenzierungs -Technologien sowie die Isolation von Organoid-Zelllinien mit nachfolgenden in vitro Experimenten zum Einsatz.

    Letztendliches Ziel ist die Entwicklung und Validierung neuer therapeutischer Ansätze und die Etablierung individualisierter Therapieansätze beim Pankreaskarzinom.
     
  • Systemische Entzündung und T-Zell-vermittelte Immunität im Pankreaskarzinom.
    Ein weiterer Fokus der Arbeitsgruppe liegt in der Untersuchung der systemischen Inflammation und T-zell-vermittelten Immunantwort im Pankreaskarzinom. Letzteres wird in enger Kooperation mit Prof. Rienk Offringa untersucht (http://www.dkfz.de/de/gastrointestinale-tumoren/index.php). Unsere aktuellen Untersuchungen haben ergeben, dass eine unspezifische systemische Entzündung prognostisch ungünstig ist, während eine T-Zell-vermittelte spezifische Immunreaktion im Pankreaskarzinomgewebe prognostisch günstig ist. Die zugrundliegenden Mechanismen und ihre therapeutische Ausnutzbarkeit werden nun in präklinischen und frühen klinischen Studien zur anti-inflammatorischen und immunostimulatorischen Therapie des Pankreaskarzinoms untersucht.
     

 

 

 

 

Finanzierung

DFG
BMBF
NCT-3.0 Forschungsprogramm
NCT-HIPO
Heidelberger Stiftung Chirurgie
 

Publikationen

Link Publikationen PubMed

 

Ausgewählte Publikationen (seit 2015):

Strobel O, Neoptolemos J, Jäger D, Büchler MW. Optimizing the outcomes of pancreatic cancer surgery. Nat Rev Clin Oncol. 2018, Oct 19. doi: 10.1038/s41571-018-0112-1. PMID: 30341417  [IF 24.653] 
 

Hank T, Hinz U, Tarantino I, Kaiser J, Niesen W, Bergmann F, Hackert T, Büchler MW, Strobel O. Validation of at least 1 mm as cut-off for resection margins for pancreatic adenocarcinoma of the body and tail. Br J Surg accepted 29 January 2018, DOI: 10.1002/bjs.10842  [IF 5.542]
 

Throm V, Männle D, Giese T, Bauer AS, Gaida MM, Kopitz J, Bruckner T, Plaschke K, Grekova S, Felix K, Hackert T, Giese NA, Strobel O. Endogenous CHRNA7-ligand SLURP1 as a potential tumor suppressor and anti-nicotinic factor in pancreatic cancer. Oncotarget 2018, 9 (14): 11734-11751  [IF 5.168] 
 

Strobel O, Hank T, Hinz U, Bergmann F, Schneider L, Springfeld C, Jäger D, Schirmacher P, Hackert T, Büchler MW. Pancreatic Cancer Surgery: The New R-status Counts. Ann Surg. 2017 Mar;265(3):565-573  [IF 8.327]
 

Poschke I, Faryna M, Bergmann F, Flossdorf M, Lauenstein C, Hermes J, Hinz U, Hank T, Ehrenberg R, Volkmar M, Loewer M, Glimm H, Hackert T, Sprick MR, Höfer T,Trumpp A, Halama N, Hassel JC, Strobel O, Büchler M, Sahin U, Offringa R. Identification of a tumor-reactive T-cell repertoire in the immune infiltrate of patients with resectable pancreatic ductal adenocarcinoma. Oncoimmunology. 2016 Oct 7;5(12):e1240859  [IF: 7.644]
 

Noll EM, Eisen C, Stenzinger A, Espinet E, Muckenhuber A, Klein C, Vogel V, Klaus B, Nadler W, Rösli C, Lutz C, Kulke M, Engelhardt J, Zickgraf FM, Espinosa O, Schlesner M, Jiang X, Kopp-Schneider A, Neuhaus P, Bahra M, Sinn BV, Eils R, Giese NA, Hackert T, Strobel O, Werner J, Büchler MW, Weichert W, Trumpp A, Sprick MR. CYP3A5 mediates basal and acquired therapy resistance in different subtypes of pancreatic ductal adenocarcinoma. Nat Med. 2016 Mar;22(3):278-87  [IF: 27.363]
 

Stoy C, Sundaram A, Rios Garcia M, Wang X, Seibert O, Zota A, Wendler S, Männle D, Hinz U, Sticht C, Muciek M, Gretz N, Rose AJ, Greiner V, Hofmann TG, Bauer A, Hoheisel J, Berriel Diaz M, Gaida MM, Werner J, Schafmeier T, Strobel O*, Herzig S*. (*Equal contribution). Transcriptional co-factor Transducin beta-like (TBL) 1 acts as a checkpoint in pancreatic cancer malignancy. EMBO Mol Med. 2015; 7(8):1048-62  [IF 8.665] 
 

Strobel O, Hinz U, Gluth A, Hank T, Hackert T, Bergmann F, Werner J, Büchler MW. Pancreatic Adenocarcinoma: Number of Positive Nodes Allows to Distinguish Several N Categories. Ann Surg. 2015; 261(5):961-9 [IF 8.327]