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Gefäßrekonstruktion und Restenose

Die chirurgische Technik der Myokardrevaskularisation hat sich aufgrund der Schwere der Gefäßveränderungen - nach oft mehrfachen interventionellen Maßnahmen - verändert, so dass komplexe und ausgedehnte revaskularisierende Maßnahmen (Thrombendarteriektomie langstreckiger Gefäßzylinder und Gefäßrekonstruktionen) häufig notwendig sind.

Diese vom Konzept her attraktive chirurgische Technik der Gefäßrekonstruktion ist durch zwei Probleme belastet:

1.  In unmittelbarer Nachbarschaft der chirurgischen Insertionsstellen von Graftmaterial (arteriell oder venös) kann es zu neuen Stenosen der Nativgefäße kommen.
2.  Die thrombendarteriektomierten Gefäßsegmente zeigen eine hohe Rate von Frühstenosen durch Intimaproliferation. Durch Einsatz intraoperativer Brachytherapie soll die Restenoserate nach chirurgischer Gefäßrekonstruktion gesenkt werden.

Arbeitsschwerpunkte:

  • Kleintiermodell: an Ratten wird dazu eine Ausschälung des Endothels (Endarteriektomie) der A. carotis communis durchgeführt. Analyse des vaskulären Remodelling, vor allem der maximalen Neointima-Querschnittsfläche im operierten Gefäßsegment, um den Einfluss der Bestrahlung auf die Neointima-Proliferation und Restenosierung nach chirurgischer Gefäßrekonstruktion zu messen.
  • Großtiermodell: im Sinne der präklinischen Studie wird an hypercholesterolämischen Mini-Pigs (Arteriosklerosemodell) der Langzeitverlauf nach Endarterektomie der A. carotis mit venöser Patch-Plastik und anschließender Bestrahlung des Op-Gebietes untersucht. 
  • Kooperation mit der Arbeitsgruppe Vaskuläre Biologie: zusätzlich wird die Gefäßregulation nach Bestrahlung an isolierten Gefäßringen der Versuchstiere untersucht, um mögliche Schädigungen der Vasomotorik nach Bestrahlung nachzuweisen.

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Beteiligte Wissenschaftler: