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Kontinent bleiben - Kontinent werden

Blasenschwäche

Mit diesem Ziel veranstaltete Professor Dr. Markus Hohenfellner den 21. Jahreskongress der Deutschen Kontinenzgesellschaft 2010 unter der Schirmherrschaft von Professor Dr. Peter Frankenberg, Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg. Mehr als 1500 Teilnehmer wurden von Experten aus den Bereichen Urologie, Chirurgie, Gynäkologie und weiteren beteiligten Disziplinen über die neuesten Entwicklungen zur Verhinderung (Prävention) und Behandlungen von Inkontinenz unterrichtet. In diesem Zusammenhang stellte Professor Hohenfellner in einem Übersichtsreferat die besonderen Möglichkeiten der robotischen Chirurgie unter Verwendung des Da Vinci Systems vor, die auch im Bereich Kontinenz und Inkontinenz eine immer wichtigere Rolle spielt.

Prävention von Harninkontinenz kann einerseits durch eine bestimmte Lebensführung erreicht werden. Faktoren wie Körpergewicht, Ernährung und regelmäßige Bewegung spielen hier eine Rolle. Bei Frauen ist darüber hinaus die gute Beratung während der Schwangerschaft und die entsprechend kompetente Geburtshilfe wichtig für den Erhalt der Integrität des Beckenbodens. Analog dazu ist für Männer mit Erkrankungen von Prostata und Blase die richtige Therapieentscheidung (Indikationsstellung) und die Qualität der durchgeführten Behandlung von entscheidender Bedeutung.

Die Einführung von robotischen Techniken mittels des Da Vinci Systems in die Chirurgie des kleinen Becken eröffnet sowohl für Männer als auch Frauen neue Behandlungsmöglichkeiten.

Bei den Männern kann insbesondere bei der radikalen Entfernung der Prostata (Prostatakrebs) oder der Blase (Blasenkrebs) mithilfe des Da Vinci Systems sehr präzise und gleichzeitig schonend operiert werden. Schon kleinste technische Details können nachweisbar einen positiven Einfluss auf die postoperative Kontinenz und Potenz haben. Aber auch die teilweise Entfernung einer gutartig vergrößerten Prostata unter Erhalt der Prostatkapsel – deutlich entfernt von den Erektionsnerven - ist mit der Da Vinci Technik gut möglich.

Bei Frauen kann mithilfe des Da Vinci-Systems auf minimal invasive Art und Weise beispielsweise ein Blasenvorfall korrigiert und gleichzeitig eine Anhebung der Scheide zur Therapie der Inkontinenz durchgeführt werden

Allen diesen Eingriffen gemeinsam ist die geringe allgemeine Belastung und die schnelle postoperative Erholungszeit.

Weitere wichtige Themen des Kongresses waren "vaginale Chirurgie des unteren Harntrakts“ und "Harninkontinenz im Kindesalter“.

» Eröffnungsrede von Prof. Dr. Markus Hohenfellner