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Störung der Geschlechtsdifferenzierung III

Chirurgische Therapie des Intersex

Die Chirurgie soll ermöglichen, dass die äußeren Genitalien normal aussehen – entweder wie bei einem Mädchen oder wie bei einem Jungen. Die Operation ist in den allermeisten Fällen des Intersex notwendig.

 

Mädchen mit kongenitaler adrenaler Hyperplasie, die ein gewisses Ausmaß der Maskulinisierung haben, können auch eine mit der Harnröhre vereinigte oder zu kurze Vagina haben, was eine operative Korrektur notwendig macht. Wenn die Vagina nur hinter einer Hautbrücke versteckt ist, reicht meistens ein kleiner Schnitt, der kurz nach der Geburt durchgeführt wird, zur definitiven Korrektur aus. Wenn die Vagina aber tiefer im kleinen Becken liegt, muss die Operation später erfolgen.
Sehr wichtig ist, dass die sexuelle Funktion bei Mädchen erhalten bleibt. Bei Mädchen mit einer großen Klitoris erfolgt eine operative Verkleinerung. Um die Funktionalität zu erhalten, müssen feine Blutgefäße und Nerven geschont werden.

 

Bei Jungen gelingt es meistens erfolgreich einen nach unten gerichteten und sehr kurzen Penis, mit einer Harnröhrenöffnung die sich am Scrotum oder Damm befindet, in eine fast normale funktionelle und kosmetische Erscheinung zu bringen. Besteht gleichzeitig eine Spaltung des Hodensacks, so kann dies in derselben Operation korrigiert werden. Wenn das Gewebe nach der Operation verheilt ist, wächst das Genitale mit zunehmendem Alter normal weiter. Die Strukturen, die für die erektile Funktion und für das Gefühl des Gliedes notwendig sind, werden bei der Operation erhalten. Das Kind sollte nach erfolgter Operation unter stetiger Kontrolle des Urologen, der Kinderärzte und Endokrinologen bleiben.

 

Bei Jungen mit einer Gebärmutter wird diese üblicherweise entfernt. Eine Vagina kann, wenn sie allzu groß ist, in der gleichen Sitzung ebenfalls entfernt werden. Obwohl andere gonadale rudimentäre Strukturen meistens keine Probleme verursachen, werden diese ebenfalls mit entfernt, da sie keine spezifischen Funktionen haben.