Medizinische Psychologie

Plastizität der Mutterschaft (PlasMa)

Das Forschungsprogramm der Emmy Noether-Gruppe „Plastizität der Mutterschaft (PlasMa)“ widmet sich der Untersuchung neurobiologischer Veränderungen, die beim Übergang zur Mutterschaft auftreten, und deren Zusammenhang mit depressiven Symptomen, insbesondere im Kontext früher Stresserfahrungen. Das Forschungsprogramm zielt darauf ab, Risikofaktoren für peripartale Depressionen zu identifizieren, die nicht nur das Wohlbefinden der Mutter, sondern auch die Entwicklung und Gesundheit ihres Kindes entscheidend beeinflussen können.

Die Schwangerschaft und frühe postpartale Phase sind geprägt durch tiefgreifende physiologische und verhaltensbezogene Veränderungen und gehen gleichzeitig mit einer erhöhten Vulnerabilität für psychische Gesundheitsprobleme einher. Die Emmy Noether-Gruppe PlasMa untersucht, ob individuelle Unterschiede in diesen schwangerschaftsbedingten neuroplastischen Veränderungen mit einem veränderten Risiko für Depressionen und Veränderungen im Fürsorgeverhalten verbunden sind und ob sie in Verbindung mit frühen Stresserfahrungen stehen.

Zur Beantwortung der Fragestellungen werden vor allem Längsschnittstudien genutzt. In einer solchen Längsschnittstudie bei Frauen mit Kinderwunsch werden wiederholte Messungen vor, während und nach der Schwangerschaft durchgeführt. Dabei kommen unter anderem multimodale Magnetresonanztomographie und serielle Hormonmessungen zum Einsatz, um die angenommenen Zusammenhänge zu analysieren. Ein besseres Verständnis der neuronalen und hormonellen Mechanismen, die der Entwicklung von Depressionen während und nach der Schwangerschaft zugrunde liegen, sowie der potenziell modifizierbaren moderierenden Faktoren kann dazu beitragen, gefährdete Frauen zu identifizieren und wertvolle Informationen für Interventionsstudien liefern, die sowohl der Gesundheit der Frau als auch der ihres Kindes zugutekommen.

 

Team

Leitung
Dr. Nora Moog

Dr. rer. nat. (Psychologie)


Laufende Studien

PlasMa-Studie

PlasMa - Schwangerschaftsbezogene neuronale und hormonelle Veränderungen im Zusammenhang mit Depressionsrisiko

Im Rahmen dieser Studie wird untersucht, inwiefern die schwangerschaftsbedingte neuronale Plastizität, hormonellen Veränderungen und das Risiko einer postnatalen Depression im Zusammenhang stehen. Ziel ist die Rekrutierung von 400 Frauen, welche noch nie eine Schwangerschaft erlebt haben und diese in naher Zukunft planen, um sie über die Schwangerschaft hinweg zu begleiten. Um unserer Forschungsfrage nachzugehen, führen wir vor und nach der Schwangerschaft eine Magnetresonanztomographie (MRT) durch. Zudem erfassen wir hormonelle Veränderungen, sowie den Verlauf depressiver Symptome über die gesamte Schwangerschaft hinweg.

 

Ablauf

Die Studie besteht aus drei Phasen und umfasst sechs bis sieben Erhebungszeitpunkte: die präkonzeptionelle Phase, die Schwangerschaft und die postpartale Phase. 

Bei einer vollständigen Teilnahme wird die Studie mit einer Gesamtaufwandsentschädigung von 300-345 € vergütet. 

 

Einschlusskriterien:

  • ≥18 Jahre
  • ausreichende Deutschkenntnisse
  • Planung einer Schwangerschaft innerhalb des nächsten Jahres 
  • bestehende Krankenversicherung

     

Link zur Probandeninformation

Kontaktdaten:

Bei Interesse oder Fragen zu dem Projekt melden Sie sich gerne über folgende E-Mail-Adresse: 

plasma.PMED@med.uni-heidelberg.de

Wir freuen uns von Ihnen zu hören!

 

Studienleitung: Dr. Nora Moog

Ansprechpartnerin: Nele Behrens