Institut für Psychosoziale Prävention und Psychotherapie

Tiergestützte Interventionen in der Psychotherapie (TIER) - Forschungsgruppe

Beteiligte Personen: Dr. Lea Kasper, Lars Link, Maxi Schmitt, Dr. Stephanie Vock, Prof. Dr. Svenja Taubner 

Laufzeit: 2025 – fortlaufend

Tiergestützte Interventionen gewinnen als ergänzende Methode in der Psychotherapie zunehmend an Bedeutung. Erste Studien weisen darauf hin, dass sie therapeutische Prozesse unterstützen und sich positiv auf psychisches Befinden sowie biophysiologische Parameter auswirken können. Gleichzeitig besteht weiterer Forschungsbedarf hinsichtlich ihrer Wirksamkeit, der zugrunde liegenden Wirkmechanismen sowie der Frage, welche Patient:innengruppen besonders davon profitieren. Mit unserer Forschung möchten wir dazu beitragen, die Evidenz für tiergestützte Interventionen weiter auszubauen und ihre Anwendung wissenschaftlich zu fundieren. 

Unsere Forschungsprojekte umfassen naturalistische Studien zu pferde- und hundegestützten Interventionen in der Psychotherapie sowie die Evaluation tiergestützter Therapieangebote an unserer Hochschulambulanz, darunter die alpakagestützte Traumatherapie. Unser Forschungseinheit unterhält eine enge Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft um Prof. Dr. Elisabeth Schramm der Uniklinik Freiburg, die uns bei der Planung und supervisorisch beim Aufbau der Alpaka-Traumagruppe unterstützt hat.

In den naturalistischen Studien begleiten wir Patientinnen und Patienten im regulären Therapieverlauf mit Prä-Post Erhebungen sowie kurzen Befragungen vor und nach den einzelnen Therapiesitzungen. An diesen Studien können auch externe Psychotherapeut:innen und Patient:innen teilnehmen. Hier finden Sie mehr Informationen zur wissenschaftlichen Begleitung pferdegestützter Psychotherapie: Flyer, Infoschreiben 

Ergänzend untersuchen wir in Grundlagenwissenschaftlichenprojekten die Wirkmechanismen tiergestützter Interventionen, u.a. mithilfe biophysiologischer Messungen. Diese Projekte werden teilweise in Kooperation mit nationalen und internationalen Forschungspartner:innen wie den Kolleg:innen Dr. Monamie Ringhofer der Teikyo University und Prof. Dr. Chinatsu Hayashibara der Seijoh University in Japan durchgeführt.

Für Praktiker:innen werden aktuelle Forschungsgrundlagen sowie evaluierte Konzepte und Manuale zur Integration der naturgestützten- und tiergestützten Interventionen in der Psychotherapie im Praxisbuch: Natur und Tiere in der Psychotherapie zusammen getragen. Das Praxisbuch wird von Dr. Lea Kasper und Prof. Dr. Svenja Taubner mit Prof. Dr. Elisabeth Schramm und Nadine Zehender von der Uniklinik Freiburg mit einem voraussichtlichen Erscheinungsdatum 2027 beim Verlag Elsevier herausgegeben. 

Sie sind Psychotherapeut:in und arbeiten mit Hunden oder Pferden? 

Oder sind Patient:in in tiergestützter Psychotherapie? 

Werden Sie Teil unserer Studien – weitere Informationen können Sie erfragen bei Lars Link (Hundegestützte Psychotherapie), Maxi Schmitt und Dr. Stephanie Vock (Pferdegestützte Psychotherapie).

 

Hier finden Sie zu unseren tiergestützten psychotherapeutischen Angeboten