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Beratung & Unterstützung bei psychischer Belastung durch unerfüllten Kinderwunsch / Kindsverlust

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Ungewollt kinderlos?

Kinder zu haben, eine Familie zu gründen, ist für die meisten Menschen die „normale“ Vorstellung von der gemeinsamen Zukunft. Sie gehen selbstverständlich davon aus, dass sie fruchtbar sind und eine “normale” Schwangerschaft erleben werden - deshalb haben Sie vielleicht jahrelang verhütet und sich keine Gedanken über das “Schwanger werden” oder “Schwanger bleiben” gemacht.

So trifft es Sie meist unerwartet, wenn Sie feststellen müssen, dass sich die erhoffte Schwangerschaft nicht sofort einstellt oder Sie einen frühzeitigen Schwangerschaftsverlust erleben müssen. Der unerfüllte Kinderwunsch und/ oder das viel zu frühe Abschiednehmen vom Kind kann dann zu einer Krise für die Betroffenen werden. In Zusammenhang mit den – teilweise aufwändigen – medizinischen Behandlungsschritten kommt es dann häufig zu zusätzlichen Belastungen, die sich beispielsweise in emotionaler und körperlicher Erschöpfung zeigen können.

Durch das Ausbleiben der Schwangerschaft oder den Kindsverlust können Vorstellungen über die eigene Person als Frau und als Mann ins Wanken geraten, der individuellen Lebensgestaltung werden Grenzen aufgezeigt. Insbesondere wenn die medizinische Diagnostik keine eindeutigen Befunde erbracht hat, entsteht häufig der Gedanke, dass seelische Gründe für die Kinderlosigkeit (oder gar die Fehlgeburt) verantwortlich sein könnten. Eine solche Auffassung kann die psychische Belastung noch verstärken.

Unserer Erfahrung nach kann nur in sehr seltenen Fällen von psychisch bedingter Fruchtbarkeitsstörung oder Fehlgeburt gesprochen werden.

Ziel der Beratung ist es deshalb in erster Linie, Sie vor zukünftigen Tiefs zu schützen und Ihnen bei der Verarbeitung dieser Lebenskrise zu helfen, und nicht, auf die – meist fruchtlose – Suche nach einer psychischen Verursachung zu gehen.

An der Hochschulambulanz unseres Instituts für medizinische Psychologie in Heidelberg bieten wir allen Betroffenen (sowohl Frauen als auch Männern) mit unerfülltem Kinderwunsch und/oder Kindsverlust eine psychologische Beratung und Unterstützung an, unabhängig davon, ob und bei wem Sie sich in medizinischer Behandlung befinden.

Dieses Angebot kann Betroffenen helfen, ihre Sorgen und Leiden an der ungewollten Kinderlosigkeit zu verstehen, einen (möglichen) Kindsverlust zu betrauern, neue Bewältigungsmöglichkeiten zu finden und gestärkt die nächsten Schritte zu gehen.

Es fällt nicht allen Betroffenen leicht, über dieses häufig tabuisierte Thema zu sprechen. Wir haben deshalb nachfolgend einige Äußerungen ungewollt Kinderloser zusammengestellt, die stellvertretend für oft auftauchende Themen stehen.

„Wenn wir gefragt werden, sagen wir, wir wollen jetzt noch kein Kind“

„Wir trauen uns kaum noch auf Familienfeste mit unseren Nichten und Neffen“

„Auch wenn wir unser Kind früh verloren haben, es ist unser Kind”

„Wir können über nichts anderes mehr miteinander reden”

„Diese Achterbahn der Gefühle in der Kinderwunschbehandlung macht mich fertig“

„Außerhalb der fruchtbaren Tage läuft sexuell nichts mehr“

„In diesem Zyklus muss es endlich klappen“

„Ich betrauere schon Monate die Fehlgeburt. Ist das eigentlich normal?“

„Ich kann mir nicht vorstellen, ohne eigenes Kind leben zu müssen“

„Ich kann die ganzen Schwangeren kaum mehr ertragen – die Welt ist so ungerecht”

Wir möchten Sie ermutigen, sich bei uns zu melden, sollten Sie sich in den beschriebenen Aspekten wiederfinden, Fragen haben oder sich einfach nur informieren wollen.

An der Hochschulambulanz unseres Instituts für Medizinische Psychologie in Heidelberg bieten wir allen Betroffenen die Möglichkeit einer psychotherapeutischen Unterstützung an. Dieses Angebot ist unabhängig davon, ob und bei wem sie sich in medizinischer Behandlung befinden.

Hierfür können wir bis zu drei Sprechstundentermine von jeweils 50 Minuten Dauer anbieten. Diese können Sie alleine oder als Paar in Anspruch nehmen. Ist dann eine weitere Unterstützung notwendig, kann durch unsere Hochschulambulanz eine ambulante Psychotherapie bei Ihrer Krankenkasse beantragt werden. Die Kosten übernimmt dabei die Krankenkasse.

Bei Bedarf können Sie auch an einer psychotherapeutischen Gruppe teilnehmen. In dieser können über die genannten Themen in geschütztem und professionellem Rahmen gemeinsam mit anderen Betroffenen gesprochen werden.
 

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Portrait von Prof. Dr. phil. Beate Ditzen
Prof. Dr. phil. Beate Ditzen


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