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Beratung & Unterstützung bei psychischer Belastung während und nach der Schwangerschaft

Gehört zu Institut für Medizinische Psychologie

Allgemeinambulanz

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Bergheimer Straße 20
69115 Heidelberg
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06221 56-8137

Wichtige Informationen

Elternwerden – eine Zeit mit vielen Herausforderungen

„Wir freuen uns sehr auf unser Kind – gleichzeitig haben wir auch Angst, wie sich alles entwickeln wird“

„Wie wir das als Paar miteinander schaffen werden: Kind, Beruf & Partnerschaft?“

„Der Gedanke an die Geburt bereitet mir Sorge“

„Die Geburt war ganz anders als erwartet – die Erinnerungen daran lassen uns nicht los“

„Obwohl es mir und dem Baby gut geht, bin ich oft traurig“

Obwohl die Schwangerschaft und die erste Zeit mit dem gemeinsamen Kind für die meisten Paare eine ganz besondere und glückliche Zeit darstellen, können sie auch von Ängsten und Sorgen begleitet werden.

Wir möchten mit unserem Angebot (werdenden) Eltern eine Möglichkeit geben, frühzeitig über (mögliche) belastende Themen im Rahmen des Elternwerdens zu sprechen. Häufig können schon wenige Gespräche ausreichen, um Fragen zu klären und Sorgen zu mildern. 

Die Gründe, weshalb in der Zeit des Elternwerdens auch Ängste und Sorgen auftreten können, sind dabei vielfältig.

Manche Frauen erleben bspw. ausgeprägte Stimmungsschwankungen während ihrer Schwangerschaft, die sie beschäftigen.- Aber auch Zweifel wie „Werde ich eine gute Mutter oder ein guter Vater sein?“ können Sorgen bereiten. Die anstehenden Veränderungen durch das Elternwerden können dabei sowohl für die Partnerschaft, als auch für die eigene persönliche Entwicklung eine Herausforderung darstellen. Auch Verlusterfahrungen wie Fehl-, Tot- oder Frühgeburten können einen Schatten auf eine erneute Schwangerschaft werfen.

Geburt & Geburtsängste

Neben der Vorfreude, endlich sein Baby kennenzulernen, kann der Gedanke an die Geburt auch sorgenvolle Gefühle auslösen.

Auch hierfür können die Gründe vielfältig sein – sei es eine belastende Geburt in der Vorgeschichte oder andere Umstände, die ängstigen. Manchmal wird eine Geburt auch als traumatisch erlebt und die Erinnerungen können sehr belastend für die Betroffenen sein. Auch hier möchten wir Betroffenen unsere Unterstützung anbieten. Das Teilen und Bearbeiten von geburtsbezogenen Ängsten kann helfen, der Geburt dann sorgenfreier zu begegnen.

Haben Sie eine Geburt als belastend erlebt, kann ein Aufarbeiten des Erlebten in einem geschützten therapeutischen Rahmen helfen, wieder das alte Lebensglück zurückzuerlangen.

„Plötzlich ist unser Kind da und das Leben ist auf den Kopf gestellt“

So wird es von vielen Paaren beschrieben – auf einmal ist vieles anders und vor allem anders als gedacht.

Zudem erleben viele Frauen (ca. 80%) in den ersten Tagen nach der Geburt eine emotionale Achterbahnfahrt – den sogenannten Baby-Blues. Dieser ist durch die hormonellen Veränderungen, den Schlafmangel und die Anpassung an das „Mamasein“ erklärbar und klingt in der Regel von alleine nach einigen Tagen wieder ab. Ist dies jedoch nicht der Fall, sondern Sorgen und Unsicherheit machen sich weiter breit, sollte Unterstützung aufgesucht werden. Hier zeigt unsere Erfahrung, dass frühzeitige therapeutische Unterstützung einer Chronifizierung von psychischer Belastung der Betroffenen entgegengewirkt und sich das ersehnte „Eltern-Glück“ einstellen kann.

Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach stellen damit eine Lebensphase dar, die auch ein Risiko für Zweifel und Sorgen, aber auch für das Entstehen oder Wiederauftreten von psychischer Belastung bei (werdenden) Eltern mit sich bringen kann. Bis heute wird darüber jedoch nur selten gesprochen und viele Betroffene schämen sich, frühzeitig Hilfe aufzusuchen.

Dem möchten wir mit unserem Angebot entgegenwirken und Sie – gerade als Paar – ermutigen, sich bei uns zu melden, sollten Sie sich in den beschriebenen Aspekten wiederfinden, Fragen haben oder sich einfach nur informieren wollen.

Sie müssen mit ihren Sorgen und Ängsten nicht alleine bleiben – eine frühzeitige Unterstützung kann Ihnen helfen, ihre Belastung besser zu verstehen, Zweifel und Ängste zu reduzieren (oder gar zu verhindern) und Wege der Bewältigung zu finden.

An der Hochschulambulanz unseres Instituts für Medizinische Psychologie in Heidelberg bieten wir allen Betroffenen die Möglichkeit einer psychotherapeutischen Unterstützung an. Dieses Angebot ist unabhängig davon, ob und bei wem sie sich in medizinischer Behandlung befinden.

Hierfür können wir bis zu drei Sprechstundentermine von jeweils 50 Minuten Dauer anbieten. Diese können Sie alleine oder als Paar in Anspruch nehmen. Ist dann eine weitere Unterstützung notwendig, kann durch unsere Hochschulambulanz eine ambulante Psychotherapie bei Ihrer Krankenkasse beantragt werden. Die Kosten übernimmt dabei die Krankenkasse.

Bei Bedarf können Sie auch an einer psychotherapeutischen Gruppe teilnehmen. In dieser können über die genannten Themen in geschütztem und professionellem Rahmen gemeinsam mit anderen Betroffenen gesprochen werden.

Personen

Portrait von Prof. Dr. phil. Beate Ditzen
Prof. Dr. phil. Beate Ditzen


Dipl.-Psych.


06221 56-8150
06221 56-5303

apl. Prof. Dr. sc. hum. Tewes Wischmann


Dipl.-Psych.
(telefonisch Dienstags und Freitags erreichbar)


06221 56-8137

M.Sc. Psych. Magdalena Zacher



06221 56-8143