Einrichtungen

Station Wilmanns

Gehört zu Zentrum für Psychosoziale Medizin
Klinik für Allgemeine Psychiatrie

Allgemeinpflegestation

Kontakt
Voßstraße 2
69115 Heidelberg
Anfahrt


06221 56-4461
06221 56-1743

Besuchszeiten
  
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Wichtige Informationen

Wahlleistungspatienten wenden sich bitte über die Privatambulanz an uns.

Leitung

Dr. med. Katharina Maria Kubera

Ärztliche Leitung


Angelika Wagner

Stationsleitung


Personen

Alessandra Gromer

Klinische Sozialarbeit


06221 56-4414

Dr. med. Joshua Krämer

Stationsarzt


Dr. Laura E. Müller

Psychologin


Dr. med. Simon Schieber

Stationsarzt


Allgemeine Informationen

Die Station Wilmanns ist eine offene Station zur Behandlung von Menschen mit monopolaren affektiven Störungen (nur Depression oder Manie) und bipolaren affektiven Störungen (bspw. die manisch-depressive Erkrankung) sowie schizoaffektiven Erkrankungen, bei denen die affektive Symptomatik im Vordergrund steht. Integriert in dieses Konzept haben wir noch einen Schwerpunkt auf Wahlleistungspatienten.

Behandlungskonzept

Die Station folgt einem multimodalen Behandlungskonzept, dessen Schwerpunkte

  • in der medizinisch-medikamentösen Therapie,
  • in der vorwiegend verhaltenstherapeutisch orientierten Psychotherapie und
  • in soziotherapeutischen Interventionen liegen.

Zusätzlich werden durch verschiedene Fachtherapien bestimmte Aktivitäten, Fertigkeiten und Erlebnisbereiche der Patienten gezielt gefördert. Dazu gehören Bewegungs- und Tanztherapie, Ergotherapie, Musiktherapie, Kunsttherapie, Computertraining, Arbeitstherapie, Selbstsicherheitstraining, Angstgruppe, Verhaltenstherapiegruppe sowie gemeinsame Außenaktivitäten.

95% der Patienten werden psychopharmakologisch behandelt. Dabei ist der Anteil therapieresistenter Depressionen hoch, sodass spezielle Behandlungsverfahren erforderlich sind. Darüber hinaus besteht bei den oft älteren Patienten ein hohes Maß an Komorbidität, die in der antidepressiven Therapie mitberücksichtigt werden muss.

Etwa 2/3 aller Patienten leiden unter Störungen, die aufgrund vielfältiger psychosozialer Belastungen über supportive Gespräche hinaus einer spezifischen Psychotherapie bedürfen. Problembereiche bestehen häufig in partnerschaftlichen oder familiären Konflikten, in der mangelnden Bewältigung kritischer Lebensereignisse oder in persönlichkeitsbedingten Defiziten der Verhaltens-, Wahrnehmungs-, Denk- und Interaktionsstile.

Die eingesetzten psychotherapeutischen Strategien entsprechen den genannten Belastungen und Problemen; sie orientieren sich am derzeitigen wissenschaftlichen Stand der Therapieforschung. Die Psychotherapie der depressiven Störungen enthält dabei folgende Elemente:

Psychoedukation:

Vermittlung von Wissen über Symptomatik der Depression, Diagnose, Krankheitsmodell, Psychopharmakologie, psychotherapeutisches Veränderungsmodell, Selbstwirksamkeit

Verhaltensaktivierung:

Erstellung von Aktivierungsplänen, Selbstbeobachtungsprotokolle

Kognitive Therapie:

Selbstbeobachtungsprotokolle, Identifikation negativer Denkstile, Korrektur dysfunktionaler Kognitionen, Verhaltensexperimente

Interpersonelle Therapie:

Bewältigung von Verlusten, Rollenwechseln, interpersonellen Konflikten: biographisch orientiertes Vorgehen; Klärung von Beziehungserwartungen und Konfliktmustern, Problembewältigung

Rückfallprophylaxe:

medikamentöse Prophylaxe, Früherkennung, Bewältigungsstrategien, Zukunftsplanung

Paar- und familientherapeutische Interventionen:

Fremdanamnesen, Ressourcenaktivierung, Paar- und Familiengespräche, Angehörigengruppe mit psychoedukativem Konzept.

Nach Besserung der akuten Symptomatik besteht die Möglichkeit, durch einen Arbeitsversuch auf externen Praktikumsplätzen die Wiedereingliederung ins Berufsleben vorzubereiten.

Die Therapien

Die Behandlung erfolgt mit psychotherapeutischen, pharmakotherapeutischen und soziotherapeutischen Maßnahmen.

Das therapeutische Spektrum umfasst:

  • Psycho- und Verhaltenstherapie einzeln oder in Gruppe
  • Medikamentöse Therapie
  • Bewegungstherapie (BWT)
  • Ergotherapie
  • Musiktherapie
  • Kunsttherapie
  • Soziales Kompetenztraining
  • Genussgruppe
  • Lesezirkel
  • Entspannungstherapie
  • Achtsamkeit
  • Yoga und Atemtherapie
  • Feldenkrais
  • Konzentrations- und Gedächtnistraining
  • Arbeitstherapie
  • Wachtherapie
  • Lichttherapie
  • Andere Gruppentherapien: Für bestimmte Störungen stehen auch Einzelplätze in Therapiegruppen auf anderen Stationen zur Verfügung (z.B. Angst-, Zwangsgruppe).
Therapieprogramm

Zweimal wöchentlich finden Einzelvisiten mit Stationsärzten, psychologischen Psychotherapeuten und Pflegepersonal statt. Zu Beginn der Woche werden hierbei die Wochenziele festgelegt und mit den Patienten ausführlich besprochen.

Neben dem Aufnahmegespräch mit der Oberärztin findet einmal in der Woche eine Oberarztvisite statt, woran zusätzlich auch die Sozialarbeiterin und alle Einzeltherapeuten teilnehmen, um alle interdisziplinären Maßnahmen zu besprechen.

Für Wahlleistungspatienten finden zusätzlich Konsultationen bei Frau Prof. Herpertz und ihrer Vertreterin statt.

Auch in schwierigen Behandlungssituationen sind zusätzliche Beratungstermine bei der Chefärztin oder deren Vertreterin möglich.

Einzelgespräche werden 1-2 mal wöchentlich durchgeführt, dies orientiert sich am individuellen Behandlungsplan.

Im Rahmen des stationären Aufenthaltes wird mindestens ein Paar- bzw. Familiengespräch angeboten.

Angehörigengruppe

Weiter Informationen zu unserem Angebot an Angehörigengruppen finden Sie hier.

Ausstattung

Die Räumlichkeiten

  • 7 Doppelzimmer, jeweils mit Dusche und WC
  • 4 Einzelzimmer (2 davon Rollstuhlgerecht)
  • Zusätzlich 1 Badezimmer
  • 1 Stationsküche
  • 1 Patienten – Tagesraum mit Kabel-TV
  • 1 Aufenthaltsraum für teilstationäre PatientInnen

Für unsere Patienten stehen eine Bibliothek, verschiedene Gesellschaftsspiele, ein Heimtrainer und ein PC-Arbeitsplatz mit Internetzugang auf der Station zur Verfügung. 2 modern gestaltete Sitzgruppen laden zu Gesprächen ein. Die Mahlzeiten werden in einem gemeinsamen Speisesaal eingenommen, welcher außerhalb der Essenszeiten als Aufenthaltsraum mit Fernseher und Stereoanlage genutzt werden kann. Das liebevoll gestaltete Badezimmer kann zur Entspannung genutzt werden. Sowohl im Unter- als auch im Dachgeschoss befinden sich weitere Funktions- und Therapieräume.

Karriere

1 Oberarzt/-ärztin

1 Stationsleitung

12 Mitarbeiter der Pflege in Voll- und Teilzeit 

2 Stationsärzte/ -ärztinnen

1 Psychologe/-in

1 Psychologe/-in im Praktikum

1 Teamassistent/-in

1 Sozialarbeiter/-in

1 Bewegungstherapeut/-in

1 Musiktherapeut/-in

1 Ergotherapeuti/-n

Die Aufgaben der Pflegepersonen im multiprofessionellen Team

Im Rahmen der psychiatrischen Krankenpflege sind die Aufgaben der Pflegeperson orientiert an den individuellen seelischen Problemen und Bedürfnissen unserer Patientinnen und Patienten. Uns ist der Aufbau einer Vertrauens- und Beziehungsbasis ebenso wichtig wie die Begleitung und Unterstützung in alltäglichen Situationen, zwischenmenschlichen Begebenheiten sowie bei Sorgen und Problemen. Die Pflege unterstützt als Teil des multiprofessionellen Teams die psychotherapeutischen Prozesse, die zu einer Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Ziel unserer Arbeit ist, gemeinsam mit den Patienten die Entlassung in ihren häuslichen Alltag, bei weitestgehender Selbstständigkeit. Die Pflegepersonen arbeiten im Zimmer- bzw. Bereichspflegesystem, das heißt, jede Patientin, jeder Patient hat pro Schicht eine feste Bezugsperson, die sich um ihre bzw. seine Bedürfnisse und Belange kümmert.

Zu den weiteren Aufgaben der Pflege gehört die Ausbildung von Krankenpflegeschülerinnen und –schülern. Dies wird überwiegend von ausgebildeten Mentorinnen und Mentoren gewährleistet.

Darüber hinaus sind die Krankenpflegepersonen verantwortlich für den reibungslosen organisatorisch/administrativen Ablauf auf der Station.