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Wie kann man das Risiko vermindern?

PROSTATAKARZINOM

Bemühen Sie sich um eine ausgewogene Ernährung: Ein hoher Anteil von frischem Obst und Gemüse ist erstrebenswert, auf tierische Fette sowie rotes Fleisch sollten Sie eher verzichten. Achten Sie insbesondere darauf, frische Tomaten und Tomatenprodukte wie Saucen oder auch Ketchup in Ihre tägliche Ernährung mit aufzunehmen, da hier ein nachweislicher Effekt in der Vorbeugung des Prostatakarzinoms besteht.

Sie sollten ein normales Körpergewicht anstreben und sich regelmäßig körperlich betätigen. Aktuelle Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass dies bei der Vorbeugung des Prostatakrebses eine wesentliche Rolle spielt.

Granatapfelsaft und Rotwein (bis zu 4 Gläser pro Woche) verringern die Wahrscheinlichkeit an einem Prostatakrebs zu erkranken. Die tägliche Kalziumaufnahme sollte nicht zu hoch sein.

Vermeiden Sie also eine Ernährung die überwiegend auf Milchprodukten basiert. Verwenden Sie pflanzliche Öle, insbesondere Sonnenblumenöl, zum Kochen und bei der Zubereitung von Salaten, da das darin enthaltene Vitamin E ebenfalls nachweislich gegen Prostatakrebs wirksam ist.

Vermeiden Sie bekannte krebserregende Substanzen. Hierzu sollten Sie vor allem auf das Rauchen verzichten, da es Erbgutveränderungen bewirkt und damit die Krebsentstehung fördert.

Besuchen Sie regelmäßig Ihren Urologen. Eine konsequent durchgeführte jährliche Vorsorgeuntersuchung ist die entscheidende Maßnahme, um den häufigsten Krebs des Mannes früh genug erkennen und heilen zu können. Nach der Diagnose „Prostatakrebs“ sind in jedem Fall regelmäßige Nachuntersuchungen notwendig, um die Behandlung für Sie optimal gestalten zu können.

Ernährungsempfehlungen

1. Frisches Obst und Gemüse

Darin enthaltene Antioxidantien (Spurenelemente, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe) reduzieren Erbgutschäden, die zur Krebsentstehung führen können.

2. Tomaten, Rosa Grapefruit: Lykopen

Der rote Farbstoff in Tomaten, rosa Grapefruit und anderen roten Früchten sowie Gemüsen reduziert das Risiko, an einem Prostatakrebs zu erkranken und verringert die Wahrscheinlichkeit aggressiver Verläufe. Denn Lykopen führt zum programmierten Zelltod von Prostatakrebszellen. Der regelmäßige Verzehr von Tomaten-Sauce ist mit einem 35% geringeren Risiko verbunden, an einem fortgeschrittenen Prostatakrebs zu erkranken.

Giovannucci et al. (2002) J Natl Cancer Inst 94: 391-8
Chan et al. (2005) J Clin Oncology 23: 8152-60
Kim et al. (2003) Nutr Cancer 47: 40-7

3. Granatapfelsaft: Anthocyanine, Tannine

Er weist antioxidative, antientzündliche und antitumorale Eigenschaften auf und führt im Tiermodell zum Absinken des PSA-Wertes.

Pantuck et al. (2006) Clin Cancer Res 12: 4018-26
Malik et al. (2006) Cell Cycle 5: 371-73

4. Rotwein: Flavonoide, Tannine (Polyphenole)

Jedes zusätzliche Glas Rotwein, das in der Woche getrunken wird, senkt das relative Prostatakrebsrisiko um 6% bis zu einer Anzahl von 4 Gläsern.

Schoonen et al. (2005) Int J Cancer 113:133-40

5. Grüner Tee: Epigallocatechingallat (EGCG, Polyphenole)

In China und Japan tritt Prostatakrebs weitaus seltener auf. Grüner Tee scheint hierbei eine protektive Wirkung zu besitzen.

Sonn et al. (2005) Prostate Cancer Prostatic Dis 8: 304-10

6. Nüsse, Sonnenblumenkernen, Pflanzenöle, Margarine und Kakaoprodukte: Vitamin E (α-Tokopherol)

Fragen Sie uns nach Ihrer individuelle Tagesdosis für Vitamin E und Selen, denn Überdosierungen können gesundheitsschädlich sein! Als wichtiges Antioxidans fängt Vitamin E freie hochreaktive Radikale und schützt somit das Erbgut vor krankhaften Veränderungen.

Heinonen et al. (1998) J Natl Cancer Inst 90: 440-6

7. Vitamin D: Cholecalciferol

Der Körper kann dieses Vitamin mit Hilfe des Sonnenlichts selbst produzieren und dadurch die Wahrscheinlichkeit an einem Prostatakrebs zu erkranken bis zu 3-fach reduzieren. Allerdings sollte man sich der Sonne nur wohldosiert aussetzen, um beispielsweise den schwarzen Hautkrebs zu vermeiden.

John et al. (2005) Cancer Res 65: 5470-9

8. Selen (Spurenenlement)

Fragen Sie uns nach Ihrer individuelle Tagesdosis für Vitamin E und Selen, denn Überdosierungen können gesundheitsschädlich sein! Selen kommt insbesondere in Getreide, Brot, Fisch und Geflügel vor. In geeigneter Dosierung kann es das Prostatakrebsrisiko nachweislich senken. Da Selen bei Überdosierung das Auftreten
anderer Tumore begünstigen kann, sollten Sie die für Sie geeignete tägliche Selenzufuhr mit Ihrem Arzt besprechen.

Fleet (1997) Nutr Rev 55: 277-9
Duffield-Lillico et al. (2003) BJU Int 91: 608-12

9. Nicht rauchen, Normalgewicht, Sport

Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel erhöhen die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine Krebserkrankung entstehen kann. Allein das Rauchen ist für 25-30 % aller krebsbedingten Todesfälle in Europa verantwortlich. Sie sollten auf Tabakkonsum verzichten, ein normales Körpergewicht anstreben und auf ausreichend Bewegung achten.

Boyle (1995) Ann Oncol 6: 435-7
Becker et al. (2001) J Cancer Res Clin Oncol 127: 293-300

10. Tanzen Sie Tango?

Sexuell erfolgreiche Partnerschaften reduzieren das Prostatakarzinomrisiko um 30%.

Leitzmann et al. (2004) JAMA 291: 1578-86