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Fetal-MRT

Allgemeines

Ein Schwerpunkt der Abteilung für Neuroradiologie am Universitätsklinikum Heidelberg ist fetale MRT-Bildgebung, also die Untersuchung des ungeborenen Kindes im MRT. Diese Untersuchung ist eine hilfreiche und moderne Ergänzung der Pränataldiagnostik bei auffälligen Ultraschallbefunden. Sie ermöglicht zum einen zusätzlichen Informationsgewinn bei schwerwiegenden oder unklaren Ultraschallbefunden, zum anderen aber auch die Planung der Geburt und möglicherweise notwendiger Therapien und Operationen. Häufige Fragestellungen sind die nach Auffälligkeiten am zentralen Nervensystem oder Veränderungen an Lungen oder Bauchorganen. Besteht eine Schwangerschaft mit wenig Fruchtwasser (Oligohydramnion) oder einer Vorderwandplazenta können Ultraschalluntersuchungen erschwert und eine MRT-Untersuchung besonders hilfreich sein. Oftmals erspart ein Fetal-MRT dem Kind eine MRT-Bildgebung direkt nach der Geburt, die dann unter Sedierung durchgeführt werden müsste.

Die Untersuchung erfolgt in einem Magnetfeld ohne Einsatz von Röntgenstrahlung. Nach heutigem Wissen und Jahrzehnte langen Erfahrungen ist die Untersuchung für Mutter und Kind völlig unschädlich.  Eine Sedierung oder Injektion von Kontrastmittel ist nicht notwendig. In der Abteilung für Neuroradiologie wurden spezielle, besonders schnelle Sequenzen entwickelt und optimiert, um in einer möglichst kurzen Untersuchungszeit aussagekräftige Bilder des ungeborenen Lebens zu akquirieren. Zudem wird die Untersuchung einem Gerät mit einer sehr weiten Öffnung durchgeführt, so dass es zu keiner Einengung kommt.

Die ärztliche Betreuung und Befundung erfolgt durch ein spezialisiertes und erfahrenes Team aus Fachärzten im Bereich Neuroradiologie, Kinderneuroradiologie und Kinderradiologie.

    

Ablauf der Untersuchung

Damit wir uns auf Ihre Untersuchung vorbereiten können, bitten wir Sie, uns vorab den letzten Ultraschallbefund zuzusenden. Falls Sie ein metallisches Implantat tragen, bitten wir Sie, auch eine Kopie des Implantatausweises vorab an uns zu senden, damit wir prüfen können, ob eine Untersuchung bei Ihnen möglich ist. Patientinnen mit Herzschrittmacher können wir leider nicht untersuchen. Bitte legen Sie Piercings und anderen Schmuck bereits zu Hause ab. Damit sich Ihr Baby während der Untersuchung weniger bewegt und die Untersuchungsbedingungen besser sind, nehmen Sie bitte mindestens eine Stunde vor dem Termin keine Speisen oder zucker-/koffeinhaltigen Getränke mehr zu sich.

Vor der Untersuchung werden Sie gebeten, sich umzuziehen: Sie erhalten von uns metallfreie grüne Bereichskleidung. So wird verhindert, dass es zu Bildartefakten durch Bestandteile der Kleidung kommt.

Die Untersuchung wird an einem 3 Tesla Scanner mit einem ringförmigen, an beiden Enden geöffneten Magneten durchgeführt. Die Bohrung des Magneten hat einen Durchmesser von 70cm und ermöglicht eine komfortable Lagerung schwangerer Frauen. Vorzugsweise erfolgt die Untersuchung in Rückenlage. Sollte das Liegen auf dem Rücken zu Schwindel und Übelkeit führen, besteht die Möglichkeit, auf der Seite zu liegen. Auf den Bauch werden zwei Kunststoffmatten (sogenannte Spulen) positioniert, die zur Erzeugung der Bilddaten erforderlich sind. Da das Gerät während der Untersuchung laute Geräusche erzeugt, erhalten Sie Kopfhörer, auf Wunsch auch zusätzlich Schaumstoffohrstöpsel, als Gehörschutz, außerdem eine Notfallglocke. Eine Sedierung oder Injektion von Kontrastmittel ist nicht notwendig.  Die Dauer der Untersuchung hängt von der Lage und den Bewegungen des Babys ab. Ruhiges und entspanntes  Liegen der Mutter wirkt sich positiv auf die Bildqualität aus. Bitte rechnen Sie mit einer reinen Untersuchungszeit von ca. 20 bis 40 Minuten.

Im Anschluss an die Untersuchung können Sie Ihre Alltagstätigkeiten ohne jegliche Einschränkungen verrichten.

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