Endometriose

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Disease definition

Unter dem Begriff „Endometriose“ versteht man eine gutartige, aber oft chronisch verlaufende Erkrankung der Gebärmutter, unter der 5 – 10 % der Frauen im gebärfähigen Alter leiden. Hierbei kommt es im Bauchraum und selten auch in gebärmutterfernen Organen zur Absiedlung von Gewebe aus der Gebärmutterhöhle. Diese Endometrioseherde entsprechen der normalen Gebärmutterschleimhaut (das Endometrium), welche sich jedoch fehl-angesiedelt haben und überall im Körper vorkommen können.

  • Dementsprechend teilt man die Endometriose nach ihrer Lokalisation ein: so entspricht die Endometriosis genitalis interna, auch Adenomyosis uteri genannt, den Endometrioseherden innerhalb der Gebärmuttermuskulatur.
  • Finden sich Zellabsiedlungen in den Organen des kleinen Beckens (z.B. Eierstöcke, Eileiter, Bauchfell oder auch auf der Gebärmutter), spricht man von der Endometriosis genitalis externa. Mit der Endometriosis extragenitalis bezeichnet man das Vorkommen von Endometrioseinseln außerhalb des kleinen Beckens, z.B. in Darm, Blase, Harnleiter, Scheide oder sogar in Lunge, Leber und noch selteneren Lokalisationen. Eine ausschließlich extragenitale Erkrankung kommt nur in 8 % der Fälle vor, außerhalb des Bauchraums sogar noch seltener.
  • Die Formen der Endometriose, die sich nicht nur oberflächlich auf Organen ablagern, werden als tief-infiltrierende Endometriose (TIE) bezeichnet.

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