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Transplantationswarteliste

In dreimonatigen Abständen wird der Antikörperstatus der Patienten auf der Nieren- und Bauchspeicheldrüsenwarteliste auf das Vorhandensein von Antikörpern gegen die Gewebemerkmale (HLA-Antigene) geprüft und in die Datenbank von Eurotransplant eingetragen. Auch die HLA-Typisierungsdaten werden dort hinterlegt. Ferner werden die HLA-Allele, gegen die der Patient klinisch relevante Antikörper aufweist, Eurotransplant als NAHA (nicht-akzeptable HLA-Antigendifferenzen) elektronisch mitgeteilt. Organe, die diese Allele tragen, werden dem Patienten nicht mehr angeboten. Die Bestimmung der NAHA ist für den Patienten von besonderer Bedeutung, denn je höher die Anzahl der eingetragenen NAHA ist, desto geringer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Patient ein Organangebot bekommt. Umgekehrt können übersehene NAHA jedoch zu Abstoßungsreaktionen und zu positiven Kreuzproben bei Organangeboten führen; das Organ muss dann zum nächsten potenziellen Empfänger weiterverschickt werden. Die kalte Ischämiezeit wird dadurch unnötig verlängert. Bei den NAHA-Bestimmungen wird in der Regel nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Immungenetik vorgegangen (Süsal C, Seidl C, Schönemann C, Heinemann FM, Kauke T, Gombos P, Kelsch R, Arns W, Bauerfeind U, Hallensleben M, Hauser IA, Einecke G, Blasczyk R. Determination of unacceptable HLA antigen mismatches in kidney transplant recipients: recommendations of the German Society for Immunogenetics. Tissue Antigens 2015; 86:317-23).

Mitarbeiter/innen

Simone Bär (Sekretärin)
Evi Zaubzer (Sekretärin)
PD Dr. med. Hien Tran
Prof. Dr. med. Caner Süsal