Herztransplantationszentrum

Die Koordination der Transplantation mit Eurotransplant und der regionalen Organisationszentrale erfolgt durch die Herzchirurgie. Hierzu gehört auch die Kontaktaufnahme mit den Patienten, die wiederum den Transplantationskoordinator über ihren Aufenthaltsort bzw. mögliche Krankenhausaufnahmen auf dem Laufenden halten müssen. Unmittelbar nach Transplantation werden die frisch transplantierten Patienten in der Chirurgischen  Klinik auf einer spezialisierten Intensivstation unter herzchirurgischer Leitung betreut.

Die fortgeschrittene Herzinsuffizienz fordert auf Grund der vielfältigen Begleit- und Folgeerkrankungen nicht nur den Internisten/Kardiologen in der ganzen Breite seines Fachgebietes, sondern auch viele weitere Fachgebiete. Auf Grund des immer größeren Mangels an Spenderorganen hat sich die mittlere Wartezeit auf ein Spenderherz in den letzten Jahren deutlich verlängert. Die Betreuung von Patienten auf der Warteliste hat nicht nur das Ziel das Überleben bis zur Transplantation zu sichern, sondern auch Komplikationen durch Begleiterkrankungen zu verhindern und psychische Unterstützung zu leisten. Daher existiert eine enge Zusammenarbeit mit weiteren Fachbereichen innerhalb des Universitätsklinikums. In einer jede Woche stattfindenden Fallkonferenz werden problematische Fälle vor oder nach Transplantation, aber auch externe Anfragen inderdisziplinär besprochen.

Seit mehr als 10 Jahren gibt es die Selbsthilfegruppe Herztransplantation Südwest e.V., in der sich nicht  nur Patienten nach Transplantation, sondern auch Patienten, die sich auf der Warteliste für eine Herztransplantation befinden, zusammengeschlossen haben. Die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Standards und die Förderung des ärztlichen Nachwuchses sind integraler Bestandteil des Herztransplantationszentrums, der sich in zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen widerspiegelt.