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Forschung

AG Sektion Notfallmedizin



Notfallmedizin erfordert neben raschen Entscheidungen ein besonders hohes Maß an medizinischer Kompetenz. Im Zentrum der Forschung der Sektion Notfallmedizin steht daher das Qualitätsmanagement der präklinischen und frühen innerklinischen Notfallmedizin. Aktuelle Forschungsprojekte der Sektion befassen sich daher mit folgenden Fragestellungen:

  • Verbesserung der Ausbildung zur Atemwegssicherung bei Säuglingen und Kleinkindern
  • Optimierung der Beatmungstherapie nach präklinischer endotrachealer Intubation
  • Qualitätssicherung bei präklinischer Reanimation bei Herz-Kreislaufstillstand

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Forschung sind die Themen Experimentelle zerebrale Ischämie, Herz-Kreislaufstillstand und Reperfusion.

Jedes Jahr werden im Gebiet der Europäischen Union etwa 300.000 Menschen aufgrund eines prähospitalen Herz-Kreislaufstillstands kardiopulmonal reanimiert. Bei 50 % kann ein spontaner Kreislauf wiederhergestellt werden, aber nur 10 % werden lebend aus dem Krankenhaus entlassen.

Die hohe Letalität in der Postreanimationsphase geht zurück auf eine sehr breite Schädigung wichtiger Organsysteme im Rahmen der globalen Ischämie und Reperfusion.

Von zentraler Bedeutung ist hierbei vor allem das Gehirn. Bereits kurze Ischämien führen zum Zusammenbruch des neuronalen Stoffwechsels. In Abhängigkeit der Dauer des Herz-Kreislauf-Stillstands kommt es hierbei zum unmittelbaren nekrotischen Zelltod. Von großer Bedeutung ist jedoch auch die submaximale Schädigung von Neuronen, die dann erst in der Postreanimationsphase durch apoptotische Prozesse absterben. Hierfür sind offenbar bestimmte Gehirnregionen "selektiv vulnerabel".

Weitere Probleme nach Herz-Kreislaufstillstand umfassen:

  • Myokardiale Dysfunktion
  • systemische Inflammationsprozesse
  • Aktivierung der Blutgerinnung

In unserem Labor wurde bereits vor zehn Jahren erfolgreich ein Kleintiermodell etabliert, um

  • die zugrunde liegende Pathophysiologie einerseits und
  • mögliche therapeutische Interventionen andererseits zu erforschen.

Als Modellorganismen werden von uns sowohl Ratten als auch Mäuse genutzt. Es wird durch eine elektrische Wechselspannung ein Kammerflimmern erzeugt und anschließend nach definierter Stillstandsdauer eine kardiopulmonale Reanimation entsprechend Basic und Advanced cardiac life support durchgeführt.

Mitglieder der Arbeitsgruppe

Research group head

Research associates

  • Portrait von Dr. med. Stefan Mohr

    Dr. med. Stefan Mohr

    Focus

    Lehrkoordinator Block II - Chirurgie


  • Portrait von Dr. med. Lars Reinhardt

    Dr. med. Lars Reinhardt

    Intensivmedizin


  • Dr. med. Niko Schneider, MHBA



Laufende Projekte

Kooperationen

Laufende Förderung

  1. Stiftung Heidelberger Chirurgie