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Totale Parenterale Ernährung (TPN)

Um einer Fehl- oder Mangelernährung vorzubeugen ist ein umfassendes Konzept zur klinischen Ernährung notwendig. Die parenterale Ernährung als dessen Baustein, sollte durchgeführt werden, wenn eine orale, bzw. enterale Ernährung nicht bedarfsdeckend ist.

Dies kann Früh- und Neugeborene genauso betreffen, wie ältere Patienten, mit den verschiedensten Erkrankungen.

Als Indikation für eine parenterale Ernährung gelten z.B.: 

  • Akutes Abdomen
  • Ileus, Subileus
  • Obere gastrointestinale Blutungen
  • Entzündliche Darmerkrankungen
  • Kurzdarmsyndrom postoperativ (oberer und unterer GI-Trakt ) u.a.m.

Abhängig von der Zusammensetzung der Ernährungslösung, erfolgt die Zufuhr über periphere oder zentralvenöse Zugänge. Erwachsene Patienten können häufig gut mit industriell gefertigten Lösungen versorgt werden, deren Inhalt standardisiert ist. Diese Beutel sind günstig, langfristig steril, chemisch stabil und bei hoher Dringlichkeit auch schnell verfügbar. Die Apotheke kann bei der Auswahl des richtigen Beutels und der benötigten Zusammensetzung beratend tätig sein, wenn ein Produktwechsel auf Grund eines Lieferengpasses stattfinden muss.

Für frühgeborene oder sehr kranke Kinder müssen diese komplex zusammengesetzten Lösungen aus Aminosäuren, Kohlenhydraten, Elektrolyten, Fettemulsionen, Spurenelementen und Vitaminen fast immer selbst hergestellt werden.

Die Eigenherstellung solcher komplexen und sterilen Gemische ist mit einer Vielzahl manueller Schritte verbunden und erfordert hochspezialisiertem Personal mit ausreichender Erfahrung in der aseptischen Herstellung. Außerdem werden spezielle Reinräume und Werkbänke benötigt, die das entsprechende Umfeld zur Produktion von sterilen Zubereitungen gewährleisten.

In der Regel sind mehrere pharmazeutische Mitarbeiter mit der Herstellung aller DTI-Anforderungen an einem Tag beschäftigt. Die tägliche Herstellmenge schwankt abhängig von den aktuellen Geburtenzahlen frühgeborener Kinder und liegt im Schnitt bei ca. 40 Zubereitungen pro Tag. Auch am Wochenende werden Ernährungslösungen hergestellt, wodurch ein tägliches Anpassen an die Bedürfnisse von Unreif- und Frühgeborenen möglich bleibt.

Verantwortliche Apotheker:

Pharmacist

Bestellzeiten

Die folgenden Bestellzeiten sind zu beachten, bei Abweichungen ist der zuständige Apotheker zu informieren:

Mo- Do:          bis 10:00 Uhr

Fr- So:            bis 09:00 Uhr