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Prof. Dr. med. Michael Schmitt, Prof. Dr. med Carsten Müller-Tidow, Prof. Dr. med. Dreger

Quantensprung: CAR-T-Zelltherapie



Neue Broschüre

Stammzelltransplantation & CAR-T-Zelltherapie

Auch mit unserer Broschüre möchten wir Sie bei uns willkommen heißen und Ihnen einen Überblick über die Behandlungen und Ihren Aufenthalt bei uns geben.  

Überzeugen Sie sich selbst!


Führend im Zeitalter der Zelltherapien

Prof. Dr. med. Michael Schmitt, Prof. Dr. med Carsten Müller-Tidow, Prof. Dr. med. Dreger in einer Besprechung

 

 

„Die Möglichkeiten, die sich durch die CAR-T-Zelltherapie ergeben, sind für uns eine fantastische Entwicklung zur Krebsbekämpfung. Wir sind stolz darauf, deutschlandweit führend in der Anwendung und in der Forschung zu sein."  

Herr Prof. Michael Schmitt, Siebeneicher-Stiftungsprofessor für Zelluläre Immuntherapie, Leiter des GMP Labors

Wirkprinzip der Therapie


„NATURA NON FACIT SALTUS“

Es bleibt dabei: "Die Natur macht keine Sprünge", sie entwickelt sich fortschreitend in stetigen Prozessen. Unsere körpereigene Immunabwehr ist ein fabelhaft ausbalanciertes Beispiel dafür und ein hohes Gut für unsere Gesundheit. In den meisten Fällen gelingt es den Immunzellen, auch die entarteten Zellen abzuwehren. Manche Krebszellen allerdings finden Wege und Taktiken, diesem Schutzschild geschickt auszuweichen. 

Die CAR-T-Zelltherapie unterstützt die bereits vorhandene Abwehr des Körpers, indem sie die Immunzellen um einen entscheidenden Faktor verstärkt und ihr Blickfeld erweitert. Das ist ein Durchbruch in der Krebstherapie, der Menschenleben retten kann, indem der Natur auf die Sprünge geholfen wird.  

 


Phasen des Therapieverlaufs

1. Schritt: Leukapherese

Gewinnung Ihrer eigenen Lymphozyten als Ausgangsmaterial für die Herstellung von CAR-T-Zellen. Die Patienten liegt im Bett und die Leukapherese wird durchgeführt.
Gewinnung Ihrer eigenen Lymphozyten als Ausgangsmaterial für die Herstellung von CAR-T-Zellen mittels Leukapherese

 

 

Für die CAR-T-Zelltherapie werden mit einer speziellen Blutreinigung, der sogenannten Leukapherese, die körpereigenen Immunzellen herausgefiltert. Der Ablauf gestaltet sich ähnlich einer Blutspende und wird bei uns in der Regel ambulant durchgeführt. Die gewonnenen T-Zellen spielen eine zentrale Rolle in der Immunabwehr und bilden die Grundlage für die Herstellung der CAR-T-Zellen.

Dieses individualisierte Verfahren erfolgt in der Medizinischen Klinik V in unserer eigenen Leukaphereseeinheit. Unser Leukaphereseteam führt jährlich über 1000 Leukapheresen durch und gehört damit zu den größten und erfahrensten Leukapherese-Einheiten Deutschlands.

2. Schritt: Herstellung von CAR-T-Zellen

Die CAR-T-Zellen werden im Labor hergestellt, vermehrt und nach strengsten Qualitätsstandards überprüft. Die an der Medizinischen Klinik V verwendeten CAR-T-Zellen werden entweder in unserem hauseigenen GMP-Labor hergestellt oder von Pharmafirmen in auswärtigen Laboren produziert. 

Pflegepersonal stellt eine Infusion ein.

3. Schritt: Vorbereitende Chemotherapie

Als wichtige vorbereitende Maßnahme vor der eigentlichen CAR-T-Zell-Behandlung werden die Patienten mit einer milden Chemotherapie behandelt. Hierfür ist eine stationäre Aufnahme erforderlich. Diese Vorbehandlung beseitigt nicht nur einen Teil der Krebszellen, sondern reduziert auch die Anzahl der körpereigenen T-Zellen. Dies ist erforderlich, um für die im Labor gezüchteten CAR-T-Zellen Platz zu schaffen. Nach der CAR-T-Zell-Gabe erfolgt ein "Neustart" des Immunsystems. 



Auf einem Bildschirm wird die Reinfusion der CAR-T-Zellen angezeigt.

4. Schritt: Infusion der CAR-T-Zellen

Über eine kurze Infusion werden die CAR-T-Zellen dem Patienten zurückgegeben. Im Therapieplan wird diese Rückgabe der Immunzellen mit »Tag 0« bezeichnet. In der nun folgenden Phase ist Ihr Immunsystem meist stark geschwächt. Um eine sichere Überwachung rund um die Uhr zu gewährleisten, ist ein stationärer Aufenthalt von weiteren ca. 10 bis 14 Tagen erforderlich. Bewährte Schutz- und Kontrollmaßnahmen bewahren Sie vor Infektionen. Unsere Aufgabe ist es, Komplikationen rasch zu erkennen und zu bekämpfen, während die übertragenen Zellen ihre Funktion aufnehmen, indem sie sich vermehren, die Krebszellen aufspüren und sie zerstören. 
Die Wirkung ist ein langfristig angelegter Schutzschild.
Wenn sich das Blutbild erholt hat, steht die Entlassung nach Hause an. Die weitere Nachbetreuung erfolgt ambulant.



Nebenwirkungen und Risiken



Medizinischer Fortschritt

ist ohne Forschung undenkbar

CAR-T-Zellforschung


Unser Team

Case Management


Seien Sie gewiss: vor dem Behandlungsstart wird intensiv beraten, welche Therapie erfolgsversprechend bei Ihnen eingesetzt werden kann. Nicht nur die Art Ihrer Erkrankung, sondern auch Ihre ganz persönliche Lebenssituation fließt entscheidend in die gemeinsamen Überlegungen ein.
Wenn die notwendigen Voraussetzungen für die CAR-T-Zelltherapie erfüllt sind, kümmert sich das Case Management um die Koordinierung der notwendigen Schritte.
Unsere Patienten sollen sich jederzeit gut über ihre Behandlungsoptionen informiert fühlen und eine Unterstützung in ihrer psychisch belastenden Situation erfahren.  


Betreuung & Beratung für Sie


Unsere Stationen

Die Medizinische Klinik V verfügt über eine Station für die allogene Stammzelltransplantation und zwei Stationen für autologe Stammzelltransplantationen und Behandlung von Leukämien und Lymphomen. Dazu kommt die Hämatologische Intensivstation, auf der auch die CAR-T-Zelltherapien durchgeführt werden. Viele Teilschritte der einzelnen Behandlungen erfolgen, ebenso wie die Vor- und Nachbetreuung, in unseren Ambulanzen sowie in unserer Hämatologischen Tagesklinik.
Auf allen Stationen werden die Patienten von einem erfahrenen Behandlungsteam betreut, das über umfangreiche Kenntnisse in allen Therapien verfügt. 

Zelltherapie-Station Theodor von Dusch

mit Hämatologischer Intensivstation

Zwei Mitarbeitende der Station von Dusch im Patientengespräch am Krankenhausbett.

 

Die Spezialstation von Dusch ist für Patienten während der stationären Phase der CAR-T-Zelltherapie konzipiert und ausgerüstet. Nach der Infusion der CAR-T-Zellen bleibt der Patient ca. zwei Wochen im Krankenhaus. So kann bei möglicherweise auftretenden Nebenwirkungen schnell reagiert und der Erfolgsverlauf beobachtet werden. Das multiprofessionelle Team ist auf zelltherapeutische Behandlungen und Stammzelltransplantationen spezialisiert. Während Ihres Aufenthaltes bei uns gilt es, Sie vor Infektionen zu bewahren, da Ihr Immunsystem durch die Therapie meist stark geschwächt ist.
Aus diesem Grunde werden Sie in der Regel in einem Einzelzimmer betreut. Alle Patientenzimmer verfügen über eine spezielle Luftfilterung, die Krankheitserreger effektiv entfernt und damit das Infektionsrisiko deutlich reduziert. Die Zimmer sind nach modernsten Anforderungen gestaltet und neben einem separaten Bad mit Dusche unter anderem mit Fernseher, Kühlschrank, Ergometer-Fahrrad und natürlich Internetzugang ausgestattet.

Hämatologische Tagesklinik

In der Tagesklinik haben die Mitarbeitenden immer ein offenes Ohr für die Patienten

 

Im Rahmen der Vor- und Nachbetreuung eventuell erforderliche Maßnahmen wie Antikörpergaben, Bluttransfusionen etc. finden in unserer Tagesklinik statt. Diese Flexibilität ermöglicht es unseren Patienten, in vertrauter Umgebung zu bleiben und die Tagesgestaltung keiner Krankenhausroutine unterzuordnen. Die optimale Verzahnung von stationärer und ambulanter Versorgung und das individuell zugeschnittene Therapieangebot unserer Patienten gehört zu den Tätigkeiten des Tagesklinik-Teams. 


Das Stationsteam mit langjähriger Erfahrung profitiert unmittelbar von den neuesten medizinischen Entwicklungen, die deutschlandweit nur wenigen Kliniken zur Verfügung stehen. Für die intensive Betreuung unserer Patienten - mit ganzem Herzen dabei. 


Wir möchten unsere Patienten jederzeit gut versorgt wissen

Nachsorge

Anhaltspunkt für den Umgang mit Ernährung nach der Therapie