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Onkologie

Ein zweiter Schwerpunkt unserer Abteilung ist die Diagnose und Behandlung von Patienten mit bösartigen soliden Tumoren. Dies findet in enger Zusammenarbeit mit dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) statt. Die Betreuung von Patienten mit CUP-Syndrom und mit Tumoren des Bindegewebes (Weichteilsarkome) und des Knochens (Osteosarkom und Ewing-Sarkom) findet überwiegend in unserer Abteilung statt.

In Zusammenarbeit mit dem NCT werden Patienten mit fortgeschrittenem Hodentumore in unserer Abteilung mit intensiver Chemotherapie und Blutstammzelltransplantation behandelt. Patienten mit anderen bösartigen Tumoren werden vorrangig im NCT selbst behandelt.

CUP Syndrom

Als CUP-Syndrom (CUP: Cancer of Unknown Primary) werden diejenigen Tumorerkrankungen zusammengefasst, bei denen nach Abschluss der Diagnostik zwar Metastasen, jedoch kein Primärtumor gefunden wurde. Obwohl der medizinische Fortschritt in den letzten Jahrzehnten neue und verfeinerte Diagnoseverfahren hervorgebracht hat, ist über die Biologie dieser Erkrankungen weiterhin nur wenig bekannt. Dementsprechend lässt sich das CUP-Syndrom vergleichsweise schwierig behandeln und ist mit einer schlechten Prognose vergesellschaftet.

Während bei den meisten Tumorerkrankungen mit bekanntem Primärtumor Therapie-empfehlungen durch zahlreiche große randomisierte Studien abgesichert sind, existieren für das CUP-Syndrom kaum klinische Studien, so dass sich die Therapiestandards für diese Erkrankung an Analogieschlüssen und wenigen kleinen Studien orientieren müssen.