Arthrose an den Sprung- und Fußgelenken (Posttraumatisch)
Definition der Erkrankung
Wenn jede Bewegung schmerzt – moderne Lösungen für chronische Gelenkbeschwerden
Schmerzen im Sprung- oder Fußgelenk nach einer Verletzung oder Operation können Ausdruck einer sogenannten posttraumatischen Arthrose sein. Dabei handelt es sich um einen fortschreitenden Gelenkverschleiß, der als Spätfolge von Knochenbrüchen, Bandverletzungen oder Fehlstellungen auftreten kann. Die Gelenkoberfläche wird zunehmend zerstört, was zu Bewegungseinschränkungen, chronischen Schmerzen und verminderter Belastbarkeit führt.
Symptome
Typische Symptome sind Belastungsschmerzen, Anlaufschmerzen, Schwellungen und eine zunehmende Bewegungseinschränkung.
Ursachen
Posttraumatische Arthrosen entwickeln sich meist schleichend – oft Jahre nach der ursprünglichen Verletzung. Häufige Auslöser sind:
- Gelenkfrakturen mit Gelenkinkongruenz
- Bandinstabilitäten und chronische Fehlbelastungen
- Unbehandelte oder nicht verheilte Fehlstellungen
- Infektionen oder Pseudarthrosen nach Voroperationen
Ablauf der Behandlung
Individuelle Therapie – von der Korrekturoperation bis zur Gelenkversteifung
Die Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß der Arthrose, der Gelenkstabilität und den individuellen Bedürfnissen der Patientin oder des Patienten. Unser Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, die Belastbarkeit wiederherzustellen und eine gute Alltagsfunktion zu erreichen.
1. Korrekturoperationen bei Fehlstellungen
Fehlstellungen führen oft zu einer ungleichen Belastung des Gelenks und beschleunigen den Verschleiß. Durch präzise Achskorrekturen (z. B. Umstellungsosteotomien) können wir die Belastung wieder auf gesunde Gelenkabschnitte verlagern und das Fortschreiten der Arthrose bremsen.
2. Arthrodesen – Gelenkversteifung für schmerzfreie Stabilität
In fortgeschrittenen Stadien, wenn das Gelenk stark zerstört und schmerzhaft ist, kann eine sogenannte Arthrodese (Gelenkversteifung) die Lebensqualität deutlich verbessern. Je nach Lokalisation (z. B. oberes oder unteres Sprunggelenk, Chopart-, Lisfranc- oder Zehengelenke) führen wir die Versteifung minimalinvasiv oder offen mit speziellen Platten-, Schrauben- oder Nagelimplantaten durch. Ziel ist eine belastbare, schmerzfreie Achse bei guter Abrollfähigkeit.
3. Revisionsoperationen bei Pseudarthrosen und Implantatversagen
Nicht verheilte Knochenbrüche (Pseudarthrosen) oder gelockerte Implantate können zu anhaltenden Beschwerden und Instabilität führen. In solchen komplexen Fällen führen wir gezielte Revisionsoperationen durch – inklusive Entfernung alten Materials, Korrektur der Achsen und erneuter Stabilisierung mit modernen Implantaten und ggf. Knochentransplantationen.
Nachsorge
Nachbehandlung und funktionelle Rehabilitation
Auch nach komplexen Eingriffen begleiten wir unsere Patient:innen engmaschig durch eine strukturierte Nachbehandlung – mit physiotherapeutischer Mobilisation, spezieller Entlastungsschuhversorgung und ggf. orthopädietechnischer Anpassung. So stellen wir sicher, dass Sie Schritt für Schritt zurück zu einer schmerzfreien Mobilität finden.
Das zeichnet uns aus
Hochspezialisierte Bildgebung und Operationsplanung
Dank digitaler 3D-Planung, präoperativer CT/MRT-Diagnostik und intraoperativer Bildgebung (inkl. 3D-C-Bogen) können wir auch komplexe Fehlstellungen und Knochenheilungsstörungen präzise analysieren und sicher behandeln.
Spezialisiert auf komplexe Fuß- und Sprunggelenkchirurgie.
Erfahrung, Präzision und individuelle Therapie – für ein schmerzfreies Gehen im Alltag.


