Definition der Erkrankung
Zu einer Dissektion einer hirnversorgenden Arterie kommt es durch Auftreten einer Einblutung in die Wand der Ader (Gefäßwandhämatom). Dieses Hämatom kann durch Einriss der inneren Gefäßschicht oder durch Ruptur eines die Gefäßwand versorgenden Blutgefäßes (Vas vasorum) kommen.
Symptome
Häufig sind lokale Schmerzen über dem betroffenen Gefäß, d.h. bei der A. carotis am vorderen-seitlichen Hals mit Ausstrahlung in die Schläfe und hinter das Auge. Bei Dissektion der Vertebralarterien sind die Schmerzen meist unter dem Warzenfortsatz (Mastoid) lokalisiert. Typischerweise nehmen die Schmerzen bei Halsbewegung (Drehung) zu.
Bei Carotisdissektion kommt es häufig noch zu einem sog. Horner-Syndrom (Verkleinerung der Pupille [Miosis] und Herabhängen des Augenlids [Ptose]). Wenn eine Dissektion zu einem Schlaganfall führt, können alle Symptome eines solchen auftreten.
Ursachen
Verletzung [Trauma], Entzündung, spontan (in den meisten Fällen)
Diagnose
Ultraschall, CT-Angiografie, MR-Angiografie oder Katheterangiografie
Krankheitsverlauf
Wie hoch das Schlaganfall-Risiko bei Vorliegen einer Dissektion ist, ist wegen einer erheblichen Dunkelziffer nicht genau bekannt. Bedeutsam ist, dass vor Allem jüngere Menschen betroffen sind.
Folgeerkrankungen
Schlaganfall
Ablauf der Behandlung
Je nach Ausmaß und Lokalisation und Beschweren erfolgt eine antithrombotische Therapie mit einem Thrombozytenaggregationshemmer oder eine orale Antikoagulation. In seltenen Fällen sind gefäßrekonstruierende Eingriffe mittels Stents notwendig.
Mögliche Komplikationen / Risiken
Schlaganfall, Aneurysmabildung
Nachsorge
Die Nachsorge eines Patienten mit einer Dissektion erfolgt durch den Hausarzt, unterstützt durch niedergelassene Neurologen und die Neurovaskuläre Ambulanz.
Das zeichnet uns aus
Die Neurovaskuläre Ambulanz in Kooperation mit dem Dopplerlabor weist eine hohe Expertise in Diagnose, Entscheidung zur invasiven Therapie auf.
Öffnungszeiten
| Mo – Fr | 08:00 – 16:00 |