Familiärer Bauchspeicheldrüsenkrebs
Definition der Erkrankung
Die Häufigkeit des Bauchspeicheldrüsen-Krebs (Pankreaskarzinom) hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Ein Teil dieser Erkrankungen ist (mit)bedingt durch eine erbliche Vorbelastung. Inzwischen ist klar, dass Veränderungen in bestimmten Genen (z.B. BRCA1/2, CDKN2A, ATM u.a.) die Entwicklung eines Bauchspeicheldrüsenkrebs begünstigen.
Darüber hinaus gibt es Häufungen von Bauchspeicheldrüsenkrebs-Erkrankungen innerhalb einer Familie (mindestens 2 blutsverwandte Erkrankte in einer Familie) ohne Nachweis einer eindeutigen genetischen Veranlagung. In dieser Situation ist es wichtig herauszufinden, welche Angehörige ein erhöhtes Risiko haben, an einem Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken, und welche Risikopersonen von der Teilnahme an einem gezielten Früherkennungsprogramm profitieren.
Am Heidelberger Zentrum bieten wir ein gezieltes Überwachungsprogramm für Hochrisikopersonen für das Pankreaskarzinom an. In enger Zusammenarbeit wird die weitere Überwachung auch für Hochrisikopersonen angeboten, die bislang in dem deutschlandweit größten Register für familiären Bauchspeicheldrüsenkrebs in Marburg überwacht wurden (www.fapaca.de). Wir wollen durch die Fortführung und Weiterentwicklung dieses Programms zusammen mit den Marburger Kollegen neue Erkenntnisse gewinnen, die zu einer Verbesserung der Früherkennung und der Heilungschancen bei erkrankten Risikopersonen führen. Zudem überprüfen wir kontinuierlich, welche Personen von einem Früherkennungsprogramm profitieren.


Schwerpunkt
Endoskopie, Pankreaserkrankungen, Neuroendokrine Tumore
