Universitätsklinikum Heidelberg

Mastitis nonpuerperalis

Krankheitsbild Ambulanzen

Definition der Erkrankung

Eine Mastitis non puerperalis ist eine nicht mit der Schwangerschaft oder Stillzeit assoziierte Brustentzündung, die ebenfalls meistens durch das Eindringen von Bakterien (Staphylokokken/Streptokokken) über die Brustwarze auftritt. Es gibt allerdings auch nonpuerperale Mastitiden, die abakteriell auftreten, z.B. bei einer Hyperprolaktinämie mit Milchstau.

Symptome

Es zeigt sich eine stark gerötete, geschwollene Brust, die sich schmerzhaft anfühlt. Patientinnen haben allerdings häufig kein Fieber.

Ursachen

Die Mastitis nonpuerperalis kann als Begleiterkrankung einer anderen, meist chronischen körperlichen Erkrankung auftreten, wie z. B. bei Pilzinfektionen, Diabetes mellitus, Tuberkulose oder Syphilis (Lues).

Ablauf der Behandlung

Die Therapie erfolgt dann je nach der vorliegenden Grunderkrankung.

Bei bakteriellen Entzündungen erfolgt therapeutisch eine Antibiose mittels Penicillinen oder Cephalosporinen. Eine Hyperprolaktinämie wird mittels Prolaktinhemmer therapiert. Es zeigt sich meist nach zwei Tagen schon eine deutliche Beschwerdebesserung. Falls eine chronisch-rezidivierende Erkrankung besteht, muss eine Gewebsprobe entnommen werden, um eine Brustkrebserkrankung ausschließen zu können.

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