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Prädiktion & Prognose Mammakarzinom

Detektion und Evaluation molekularer, prädiktiver und prognostischer Marker beim Mammakarzinom

Viele Patientinnen mit einer bösartigen Erkrankung werden heute noch zu viel, zu wenig oder mit nicht wirksamen, aber Nebenwirkungsreichen Therapien behandelt. Warum?  Weil jede Patientin ihre eigene, individuell sehr unterschiedlich verlaufende Krebserkrankung hat, die auch individuell behandelt werden sollte. Es fehlen bisher aber genauere Methoden, um den individuellen Krankheitsverlauf (die Prognose) und die Wirksamkeit einer bestimmten Therapie bei der einzelnen Patientin besser abschätzen zu können.

Moderne Methoden der Molekularbiologie eröffnen hier ganz neue, enorme Möglichkeiten. In einer grossen, internationalen, multizentrischen von Prof. Schneeweiss geleiteten Studie lernen Wissenschaftler der ganzen Welt die Krebserkrankungen anhand ihrer genetischen Merkmale (Gen-Mutationen, Genom), ihrer unterschiedlichen Zellaktivität (Gen-Expressionen, Transkriptom), ihrer Proteinaustattung (Protein-Expressionen, Proteom) und ihrer Stoffwechselvorgänge (Metabolom) viel genauer zu charakterisieren.

Diese wesentlich feinere Unterteilung wird in Zukunft ein viel genaueres Zuschneiden („Feintuning“) der medikamentösen Therapien ermöglichen. Hierdurch wird der Anteil von Untertherapien, Übertherapien und falschen, weil nicht wirksamen Therapie stark gesenkt werden können. Gerade die präoperative Therapie beim Brustkrebs z.B. bildet die ideale Basis für diese Untersuchungen, da direkt am Verhalten des Tumors in der Brust abgelesen werden kann, wie neue Therapien auf die Krebserkrankung wirken.

Arbeitsgruppenleiter

Mitarbeiter

Prof. Dr. Frederik Marmé

PD Dr. Joachim Rom

Dr. Julia Seitz