Geburt aus Beckenendlage
Liegt Ihr Kind am Ende der Schwangerschaft nicht mit dem Kopf, sondern mit dem Steiß nach unten, spricht man von einer Beckenendlage. Diese Konstellation kommt bei etwa drei bis fünf Prozent aller Schwangerschaften am errechneten Geburtstermin vor und stellt eine besondere, aber gut betreubare Situation in der Geburtshilfe dar.
Grundsätzlich gibt es bei Beckenendlage verschiedene Möglichkeiten für die Geburt. Neben einem geplanten Kaiserschnitt kann – unter geeigneten Voraussetzungen – auch eine vaginale Geburt erfolgen. Welche Vorgehensweise für Sie infrage kommt, hängt von mehreren individuellen Faktoren ab und wird gemeinsam mit Ihnen sorgfältig besprochen.
Im Rahmen unserer Geburtsplanung nehmen wir uns Zeit für eine ausführliche und verständliche Beratung. Dabei berücksichtigen wir unter anderem die genaue Lage des Kindes, sein geschätztes Gewicht und Größe, den Schwangerschaftsverlauf sowie Ihre persönlichen Wünsche. Auch die Möglichkeit einer äußeren Wendung wird, sofern medizinisch sinnvoll, mit Ihnen besprochen.
Eine vaginale Geburt aus Beckenendlage erfordert besondere Erfahrung und eine strukturierte Betreuung. In unserer Klinik wird sie daher nur unter klar definierten Voraussetzungen durchgeführt und von einem erfahrenen, speziell geschulten Team begleitet. Während der gesamten Geburt stehen Ihnen Hebammen sowie Ärztinnen und Ärzte kontinuierlich zur Seite. Gleichzeitig ist jederzeit gewährleistet, dass wir bei Bedarf schnell und sicher reagieren können.
Unser Ziel ist es, Ihnen eine individuell passende und sichere Geburt zu ermöglichen. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir einen Geburtsplan, der medizinische Aspekte ebenso berücksichtigt wie Ihre persönlichen Vorstellungen.
Wenn Ihr Kind nach der 35. SSW weiterhin in Beckenendlage liegt, beraten wir Sie gerne persönlich zu Ihren Möglichkeiten für die Geburt in unserer Geburtsplanungssprechstunde.