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Sektion Reproduktionsgenetik

Ganz allgemein lässt sich heute abschätzen, dass die Anzahl der Gene, die beim Menschen direkt oder indirekt die Fertilität beeinflussen bei etwa 3000-5000 liegt. Sie lassen sich grob in 3 Gruppen aufteilen:

  1. Gene, die nur in der Keimbahn exprimiert werden,
  2. Gene, die nur oder auch in den Gonaden exprimiert werden und
  3. Gene, die in der Ontogenese aktiv sind.

Es ist vor allem die letzte Fallgruppe, die heute den Reproduktionsmediziner bei der Anwendung moderner Verfahren der künstlichen Befruchtung kritisch fragen lässt, in wieweit er dabei auch das Risiko eingeht, dass die genetisch bedingte Infertilität des Paares auf deren Nachkommenschaft übertragen wird, bzw. dass zusätzliche somatische Pathologien erzeugt werden, die bei den Eltern nicht erkennbar waren.

Die Verknüpfung von Genetik und Fertilitätsstörungen begann 1959 mit der Entdeckung, dass Männer mit dem sogenannten Klinefelter Syndrom ein X Chromosom mehr in ihrem Chromosomensatz haben und Frauen mit dem Turner Syndrom ein X Chromosom weniger. Bis heute sind die genauen molekularen Ursachen für die damit verbundenen Fertilitätsstörungen unbekannt. Sicher ist nur, dass die Geschlechtschromosomen X und Y genetische Faktoren besitzen müssen, die für die Fertilität von Mann und Frau entscheidend sind. Entsprechend steht heute zuerst das Studium der männlichen und weiblichen Fertilitätsgene auf den Geschlechts-Chromosomen, X und Y im Brennpunkt des allgemeinen wissenschaftlichen Forschungsinteresses.

Für weitere Hintergrund- und Detailinformationen siehe Abschnitt Forschungsschwerpunkte und Diagnostik.

Weitere Informationen für Studierende der Medizin und Biologie finden sie unter dem Abschnitt Lehre