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Europäisches Netzwerk zur systematischen Erforschung von angeborenen Glykosylierungsstörungen (CDG) und verwandten Erkrankungen

Koordinator: Prof. Dr. Gerd Matthijs, Leuven, Belgien

E-RARE-Verbundprojekt, Laufzeit: 01.06.2012 - 31.05.2015

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Monogenetische Erberkrankungen des Menschen, die die Neusynthese von Glykoproteinen betreffen, werden unter dem Begriff 'Congenital Disorders of Glycosylation (CDG)' zusammengefasst. Seit der Beschreibung der ersten molekularen Ursache dieser neuen Erkrankungsgruppe im Jahr 1995 konnten die genetischen und biochemischen Defekte von über 30 weiteren CDG-Typen aufgeklärt werden. CDG-Patienten weisen ein sehr heterogenes, multisystemisches Krankheitsbild auf, das häufig mit schweren neurologischen Störungen einhergeht. Muskelschwäche, Bewegungs- Gedeih- und Entwicklungsstörungen sind weitere charakteristische Symptome.

 

Teilprojekt Heidelberg

Projektleiter: Prof. Dr. rer. nat. Christian Körner, Heidelberg

 

Im Rahmen dieses Vorhabens soll ein Mausmodell für einen monogenetischen Defekt in der ALG3-Mannosyltransferase, die ein essentielles Enzym in der Neusynthese von Glykoproteinen beim Menschen darstellt, generiert werden. Durch die Untersuchung dieses Mausmodels sollen neue Erkenntnisse der noch immer weitgehend unverstandenen pathophysiologischen Mechanismen des ALG3-Defekts gewonnen werden, die in Folge auch zu therapeutischen Ansätzen für die Erkrankung genutzt werden können.
Alle Organe des Mausmodells für ALG3-CDG sowie Muskeln und Knochenstruktur werden biochemisch, histologisch und histochemisch auf pathologische Veränderungen hin untersucht. Die generelle Hypoglykosylierung wird im Anschluss mit Hilfe von Glykanstrukturanalysen reifer Glykoproteine sowie Untersuchungen zum Glykoprotein-(Mis)sorting untersucht werden. Therapiestudien werden folgen.