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Bösartige Tumoren im Kindesalter I

Wilms Tumor
Der Wilms Tumor (= Nephroblastom) gehört zu den häufigsten bösartigen, soliden Tumoren im Kindesalter ausgehend von der Niere. 80% der betroffenen Kinder sind bei Diagnosestellung jünger als 5 Jahre. Klinisch macht sich der Tumor oft erst durch eine Vorwölbung des Bauches bemerkbar.

 

Zusätzlich können Bauchschmerzen, Blut im Urin, Appetitlosigkeit und Bluthochdruck auftreten. Zur Diagnosesicherung wird eine entsprechende Bildgebung mittels Kernspintomographie oder Computertomographie durchgeführt. Die Behandlung des Tumors erfolgt immer gemeinsam in enger Zusammenarbeit zwischen onkologisch tätigen Kinderärzten und Kinderurologen. Meist wird vor einer Operation eine Chemotherapie durchgeführt. Nach der Operation folgt oft eine erneute Chemotherapie und oder eine Strahlentherapie.
Dabei ist postoperative Behandlung wie auch die Prognose abhängig vom Ergebnis der Histologie (= feingewebliche Untersuchung), von der Ausbreitung des Tumors sowie vom Vorliegen von Lymphknoten- und Organmetastasen (= Tochtergschwülste). In der Regel bestehen jedoch für ca. 80 % der Kinder gute Heilungschancen.