Die Operation

Abschnittsübersicht

Zu unterscheiden sind eine ambulante Operation, bei der Sie bereits am Operationstag wieder nach Hause dürfen, und eine stationäre Operation, die mit einem Aufenthalt im Klinikum verbunden ist. Über die Besonderheiten rund um eine stationäre Operation möchten wir Sie auf dieser Seite informieren. Nähere Informationen zu den Besonderheiten einer ambulanten Operation finden Sie Opens internal link in current windowhier.

Bereits bei der Terminvereinbarung – oft im Rahmen eines vorher stattfindenden ambulanten Termins oder im Gespräch mit dem Patientenmanagement (ZPM) – erfahren Sie, welche Untersuchungen im Vorfeld Ihrer Operation durchgeführt werden (z.B. vom Hausarzt) und was Sie bzgl. Ihrer Medikamenteneinnahme beachten müssen (z.B. wenn Sie gewöhnlich Aspirin oder Marcumar einnehmen).


Vor der Operation

Die stationäre Aufnahme erfolgt meist einen Tag vor der geplanten Operation. Bitte bringen Sie – wie bei der Terminvereinbarung besprochen – ärztliche Untersuchungsbefunde sowie aktuelle Medikamente mit.

Nach der Anmeldung in der Patientenaufnahme führt Sie Ihr Weg meist direkt zu der Station.


Der Tag der Aufnahme

Am Aufnahmetag finden folgende Untersuchungen/ Gespräche statt:

Eine absolute Ausnahme stellt die Notfalloperation dar, bei der aufgrund Ihres Gesundheitszustandes ein umgehendes Eingreifen erforderlich ist. In einem solchen Fall entfallen die meisten der oben genannten Schritte.


Der Tag der Operation

Die Reihenfolge der Operationen, die an einem Tag in einem Fachgebiet (z.B. Neurochirurgie, Urologie, Gynäkologie) stattfinden, wird im Vorfeld auf einem Operationsplan (OP-Plan) festgelegt. Meist erfahren Sie erst am Vorabend auf Ihrer Station, an welcher Stelle Sie auf dem OP-Plan stehen und um wie viel Uhr Sie an die Reihe kommen. Diese Zeitangabe ist allerdings nur ungefähr, da jederzeit nicht-planbare (Notfall-) Operationen zu Verzögerungen führen können. In seltenen Fällen kann es auch vorkommen, dass eine Operation um einen Tag verschoben werden muss.

Einige Stunden vor dem geplanten OP-Zeitpunkt dürfen Sie normalerweise nichts mehr essen oder trinken. Somit verringert sich die Gefahr einer möglichen Aspiration, bei der Nahrung oder Flüssigkeit aus dem Magen in die Atemwege gelangt und es zu einer Lungenentzündung kommt. Arzt und Pflegepersonal werden Sie entsprechend aufklären.Aus hygienischen Gründen sollten Sie vor der Operation, sofern es Ihnen möglich ist, duschen oder eine sorgfältige Körperpflege durchführen. Zudem sollten sich Männer noch einmal rasieren.

Kurz bevor Sie von der Station in den OP-Bereich gebracht werden – dabei liegen Sie in Ihrem Bett und werden von einem Mitarbeiter aus dem Krankentransportdienst oder vom Pflegepersonal gefahren – müssen Sie OP-Hemd, Netzhose und Thrombosestrümpfe anziehen. Sofern notwendig, sind Ihnen die Mitarbeiter der Station beim Anziehen der Thrombosestrümpfe behilflich.

Im OP-Bereich angekommen, kann es sein, dass Sie zunächst noch in einem Vorraum warten müssen, bis Sie in den Operationssaal gelangen. Bei diesem Vorgang, der als "Einschleusen" bezeichnet wird, werden Sie von Ihrem Bett über die Einschleuse auf einen mobilen OP-Tisch gehoben. Erst jetzt befinden Sie sich in dem sterilen OP-Bereich. Nachdem der Anästhesist Ihnen die Narkose verabreicht hat, schlafen Sie ein und bekommen von der Operation nichts mehr mit. Ausnahmen sind Teilnarkosen oder besondere Narkoseformen, bei denen Sie bei Bewusstsein bleiben müssen.

Unmittelbar nach der Operation begleiten Sie Anästhesist und Pflegepersonal in den Aufwachraum. Dort oder auf einer Intensivstation überwachen Fachpflegekräfte Ihr Herz-Kreislauf-System, Ihre Lungen wie auch Nieren und behandeln mögliche Schmerzen mit Medikamenten. Normalerweise werden Sie sich nach dem Aufwachen noch benommen fühlen. Manche Patienten wachen erst auf der Station ganz auf und erinnern sich vielleicht gar nicht an die Zeit im Aufwachraum. Je nach Schwere der Operation kann es auch sein, dass Sie einen oder mehrere Tage auf der Intensivstation verbringen müssen.


Die Tage nach der Operation

Eine Operation ist immer anstrengend für den Körper, deshalb ist es auch ganz normal, wenn Sie sich hinterher erschöpft fühlen. Manche Menschen sind wegen der anfänglichen Schmerzen und Beschwerden, die auf einen Eingriff folgen, deprimiert. Die Operationsstelle kann unangenehm sein, Sie haben blaue Flecken, Ihre Muskeln sind steif und Sie sind nicht so beweglich wie vor der OP. Sie werden allerdings feststellen, dass die Beschwerden von Tag zu Tag weniger werden.

Eine der ersten und effektivsten Maßnahmen nach der Operation ist die frühe Mobilisation: Sie stabilisiert den Kreislauf, fördert Durchblutung und Atmung und ermöglicht eine optimale Belüftung der Lunge. Durch Ihre aktive Mithilfe – z.B. durch die Anwendung der in der Patientenschulung erlernten Verhaltensweisen – können Sie Ihren Genesungsprozess wesentlich mit unterstützen.

Achtung: Da oftmals der Kreislauf noch nicht stabil ist, darf die Erstmobilisation nur mit Pflegepersonal oder Krankengymnastik durchgeführt werden. Bitte niemals alleine aufstehen!

Weitere pflegerische Tätigkeiten konzentrieren sich in den Tagen nach der Operation auf folgende Aspekte:


Außerdem kann es sein, dass bestimmte Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden (Blutentnahme, Ultraschall, Röntgen usw.).

Ob im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt eine Rehabilitationsmaßnahme (Anschlussrehabilitation; AHB; ambulant oder stationär möglich) notwendig ist, entscheidet Ihr behandelnder Arzt. Um die Organisation kümmern sich Opens internal link in current windowSozialdienst oder Opens internal link in current windowBrückenpflege.

Alle weiteren Informationen rund um Ihre Entlassung finden Sie Opens internal link in current windowhier.