Akute Lymphatische Leukämie (ALL)

Die Akute Lymphatische Leukämie (ALL) ist eine bösartige Erkrankung des blutbildenden Systems (Blutkrebs), bei der eine frühe Vorstufe der Lymphozyten entartet und sich unkontrolliert vermehrt, den sogenannten lymphatische Blasten oder Lymphoblasten. Sie breiten sich rasch im Knochenmark aus und behindern dort die Bildung gesunder Blutkörperchen. Über das Blut und das lymphatische System werden die Blasten schließlich im Körper verteilt und können andere Organe, wie z.B. Lymphknoten befallen und schädigen.

 

Die ALL ist eine seltene Krebserkrankung. Jedes Jahr werden etwa 1,1 Fälle pro 100.000 Einwohner neu diagnostiziert. Die Wahrscheinlichkeit, an einer ALL zu erkranken, ist zweigipflig. Eine ALL tritt am häufigsten bei Kindern unter 5 Jahren (5,3 Fälle pro 100.000 Einwohner pro Jahr) und älteren Erwachsenen auf (ab ca. dem 50. Lebensjahr; etwa 2,3 Fälle pro 100.000 Einwohnern pro Jahr bei über 80-Jährigen). Bei Erwachsenen sind Männer etwas häufiger betroffen als Frauen.

 

Symptome:

Die Symptome der ALL entwickeln sich meist innerhalb weniger Wochen. Sie entstehen zum einen durch die zu geringe Anzahl normaler Blutzellen und zum anderen durch den Befall von Organen mit lymphatischen Blasten:

 

Behandlung

Die ALL ist eine schwerwiegende Erkrankung, die unbehandelt innerhalb weniger Wochen zum Tode führt. Deshalb ist es außerordentlich wichtig, dass nach Diagnosestellung umgehend mit einer Therapie begonnen wird.

Wichtigster Bestandteil der Therapie ist eine Chemotherapie. Wir bieten an unserem Zentrum verschiedene neue Therapiestudien zur optimalen Behandlung von Patienten mit einer ALL an.