Forschungsschwerpunkt Neoplasien des Zentralnervensystems

Chemokin-gesteuerte Transmigration regulatorischer T-Zellen ins ZNS von Patienten mit B-Zell Non Hodgkin Lymphomen 

Unsere Arbeiten untersuchen, ob regulatorische T-Zellen (Treg) an der Entstehung von Tumortoleranz im Zusammenhang mit Meningeosis neoplastica beteiligt sind und es zu einer Anreicherung dieser Zellen im Liquor bei einer leptomenigealen Lymphom/Tumorausaat kommt. Unsere Ergebnisse untermauern und erweitern Erkenntnisse aus aktuellen Studien, die eine Beteiligung von Treg bei der Ausbreitung hämatologischer Neoplasien nahelegen. Die zentrale Rolle der Treg bei der Entstehung von Tumortoleranz rückt diese Zellpopulation in den Fokus der Entwicklung moderner Behandlungsstrategien – wie bereits initiierte Studien mit Treg-neutralisierenden Substanzen beweisen.

Ausgewählte Publikationen

Molekulare Analyse von B-Zellpopulationen im Liquor zur Diagnostik der Meningeosis blastomatosa

Projektleiterin: Brigitte Storch-Hagenlocher

Die Sensitivität von Standardverfahren (Zytologie, Immunzytochemie) ist für die Diagnose der Meningeosis blastomatosa (MB) im zellarmen Liquor und bei niedriger Blastenfraktion unzureichend. Wir bieten standardisiert die molekulare Analyse von B-Zellpopulationen im Liquor für die Diagnostik der MB an. Maligne B-Zellen weisen, anders als reaktiv polyklonale B-Lymphozyten, in der Mehrzahl der Fälle eine identische Rekombination der hochvariablen CDR3-Region der Immunglobulin Schwerkette (IgH) auf und zeigen nach PCR-basierter CDR3-spezifischer automatisierter Fragmentanalyse ein monoklonales Muster. Die Klon-spezifische CDR3-Charakterisierung gelingt inzwischen auf Einzellebene und hat die Diagnose der MB entscheidend optimiert.

Ausgewählte Publikationen