Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung

Projekte im Bereich Lehre der Allgemeinmedizin

Das Lehreteam der Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung verantwortet folgende Projekte:

aktuell
Online Modul: Qualitätssicherung und Patientensicherheit aus der Perspektive der Öffentlichen Gesundheit

Qualitätssicherung und Patientensicherheit sind zentrale Themen der Öffentlichen Gesundheit und gewinnen angesichts steigender Gesundheitsausgaben sowie einer älter werdenden, multimorbiden Bevölkerung zunehmend an Bedeutung. Sie betreffen alle Bereiche der Gesundheitsversorgung – von der ambulanten bis zur stationären Versorgung sowie von primären bis zu tertiären Versorgungsstrukturen. Sowohl für klinisch tätige als auch für theoretisch arbeitende Mediziner prägen diese Themen zunehmend den Berufsalltag, insbesondere im Zusammenhang mit der fortschreitenden Digitalisierung des Gesundheitswesens.

Trotz ihrer hohen Relevanz sind Qualitätssicherung und Patientensicherheit aus systemischer Perspektive bislang nicht ausreichend im Curriculum verankert. Auch im HeiCuMed-Modul zu Öffentlicher Gesundheit, insbesondere in den Bereichen Prävention, Gesundheitsförderung und Gesundheitsökonomie, fehlen diese Inhalte bislang.

Ziel dieses Antrags ist die Integration von Qualitätssicherung und Patientensicherheit im Kontext der Öffentlichen Gesundheit in die Propädeutik, um die Ausbildung der HeiCuMed-Studierenden gezielt zu erweitern. Im Rahmen der neuen Approbationsordnung, der Landarztquote sowie des Wahlfachs Primärversorgung soll das Modul weiterentwickelt werden. Der Kurs ist zudem als E-Learning-Angebot konzipiert, um die Flexibilität der Lehre zu erhöhen.

Entwicklung eines longitudinalen interdisziplinären Curriculums zum Schwerpunktfach Digitalisierung (HeiCuDigiMed)

Die fortschreitende Digitalisierung in der Medizin wird die klinische Arbeit und die Forschung in der Medizin maßgeblich beeinflussen. Angehende Ärztinnen und Ärzte benötigen grundlegende Kompetenzen und Fähigkeiten, um datenbasierte Ansätze für Entscheidungsprozesse verstehen und anwenden zu können. Aus diesem Grund sind digitale Kompetenzen ausdrücklich im Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog Medizin (NKLM) verankert.

Um dies umzusetzen, hat die Medizinische Fakultät Heidelberg eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um digitale Kompetenzen longitudinal im HeiCuMed zu verankern.

Ziel des Projekts ist es, diese Vorarbeit in ein Heidelberger Longitudinalcurriculum Digitale Medizin (HeCuDigiMed) zu integrieren, es mit dem neuen NKLM abzugleichen und zur weiteren Gestaltung sowie Qualitätssicherung beizutragen. Dies erfolgt in enger Abstimmung mit der Gesamtstrategie der Fakultät.

Entwicklung eines longitudinalen interdisziplinären Curriculums zum Schwerpunktfach Patientensicherheit

Patientensicherheit ist eines der fünf neu definierten longitudinalen Schwerpunktthemen des NKLM 2.0 und soll künftig systematisch im Curriculum abgebildet werden. Das fachübergreifende Thema ermöglicht die Vernetzung bestehender Lehrveranstaltungen und vermittelt Studierenden eine ganzheitliche Perspektive. Sie lernen nicht nur die patientenindividuelle Behandlung, sondern auch die Analyse von Zwischenfällen (z. B. Root-Cause-Analysis, FMEA), Maßnahmen zur Risikominimierung und die Gestaltung einer nachhaltigen Fehler- und Organisationskultur. Patientensicherheit ist eng mit anderen Schwerpunkten wie interprofessioneller Zusammenarbeit und digitalen Kompetenzen verknüpft; Synergien sollen durch eine übergreifende Arbeitsgruppe genutzt werden.
Das Curriculum wird fallbasiert und spiralförmig aufgebaut. In der Vorklinik erfolgt die Sensibilisierung, eingebettet in bestehende Veranstaltungen der Allgemeinmedizin und Medizinischen Psychologie. In der Klinik werden die theoretischen Grundlagen vertieft und fachspezifische Aspekte interdisziplinär vermittelt. Bestehende HEICUMED-Veranstaltungen zu Fehlern werden konzeptionell verknüpft, ergänzende Wahlfachangebote (z. B. Analyse schwerwiegender Zwischenfälle, Trainings zu Crew Resource Management) geplant. Ein longitudinales Logbuch verweist auf Lernziele, Materialien und Lesehinweise und stellt die Wiedererkennbarkeit der Inhalte sicher.
Die Projektgruppe besteht aus Fachvertretern, Lehrkoordinatoren, nicht-ärztlichen Berufsgruppen (z. B. Pflege, Psychologie, Pharmazie) und Expert:innen für Patientensicherheit. Sie koordiniert die Curriculumsentwicklung, stimmt die Inhalte ab und integriert sie in bestehende Veranstaltungen. Eine Koordinatorenstelle sichert die konsistente Umsetzung und das Logbuch. Die Gruppe ist offen für weitere Fachvertreter (z. B. Kinderklinik, Neurologie, Rechtsmedizin) und trifft sich regelmäßig, um das Curriculum abzustimmen. Lehrveranstaltungen werden wissenschaftlich begleitet, Studierende werden einbezogen.

Heidelberger longitudinales Curriculum für Professionalisierung, Haltung und Patientenzentrierung

Professionalität und ärztliche Haltung gehen über die Kenntnis ethischer Prinzipien und Leitlinien hinaus und umfassen die Entwicklung einer professionellen Identität sowie reflektierter Handlungskompetenz. Sie erfordern einen langfristigen Lernprozess mit Selbstreflexion und praktischer Einübung. Die im NKLM 3.0 (Kapitel VIII) definierten Lernziele machen daher ein longitudinales Curriculum notwendig.

Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines longitudinalen Curriculums zu Professionalität, Haltung und Patientenzentrierung auf Basis der CanMEDS-Rollen und der Lernziele des NKLM 3.0. Zielgruppen sind Studierende, Dozierende (inkl. studentischer Tutor:innen) sowie Patientenvertreter:innen.

Die didaktische Umsetzung erfolgt interdisziplinär und multimethodisch, u. a. durch Narrative Medizin, reflektierendes Schreiben und die Einbindung von Erfahrungsexpert:innen („patient teachers“).

Arbeitspakete:

Curriculares Mapping: Identifikation und Vernetzung bestehender Lehrformate über Vorklinik, Klinik und PJ hinweg, ausgehend von GTE, Allgemeinmedizin und Palliativmedizin unter Einbindung weiterer Fächer und Programme (u. a. MediKIT, PsychKIT, HIPSTA).

Vorklinik: Grundlagen zu Professionalität, Reflexion ärztlicher Haltung im Umgang mit Sterblichkeit, patientenzentrierte Primärversorgung (HeiPraxA, „patient teachers“) sowie Einführung in Narrative Medizin und reflektierendes Schreiben.

Klinik: Integration in Blockpraktikum Allgemeinmedizin, Wahlfachtrack Primärversorgung und Formate zur professionellen Identitätsentwicklung (z. B. HeiREFLECT), ergänzt durch palliativmedizinische Hospitationen und Wahlseminare.

Praktisches Jahr: Seminare zur patientenzentrierten Versorgung und zur Gesprächsführung mit Angehörigen sterbender Patient:innen (LEZTALK).

Longitudinale Arbeitspakete (LAP):
– LAP 1: Entwicklung interdisziplinärer POL-Fälle zu ethisch und fachlich herausfordernden Situationen.
– LAP 2: Qualifizierungsprogramm für Lehrende und studentische Tutor:innen.
– LAP 3: Logbuch („Roadmap to Professionalism“) zur Dokumentation des Lernfortschritts.

FUNDAMENT: Förderung und nachhaltige Entwicklung methodischer und kommunikativer Fertigkeiten im Medizinstudium

Im Projekt EVIDENZ (Empiriepraktikum im vorklinischen Medizinstudium“) wurde ein Lehrformat etabliert, das Medizinstudierende frühzeitig an wissenschaftliche Studienplanung, -durchführung und -auswertung heranführt. In Kooperation der Fächer Medizinische Psychologie/Soziologie, Allgemeinmedizin sowie Geschichte und Ethik der Medizin wenden Studierende empirische Methoden praxisnah an. Ein bislang unterrepräsentierter, jedoch zentraler Bestandteil ist die verständliche Kommunikation biostatistischer Kennwerte und Risiken. Diese Kompetenz ist essenziell für eine gute Arzt-Patient-Kommunikation, Qualitätssicherung in der Medizin sowie für Patientenzufriedenheit und Versorgung, wird im vorklinischen Abschnitt jedoch kaum praktisch vermittelt.

Ziele des Projekts ist: 
a) Vermittlung von Kompetenzen zur patientenzentrierten Risikokommunikation in der Vorklinik, anhand klinisch relevanter Beispiele (z. B. kardiovaskuläre Erkrankungen, Tumoren, Screening-Ergebnisse) sowie im Peer-to-Peer-Teaching.
b) Verstetigung und Weiterentwicklung der im EVIDENZ-Projekt etablierten Empiriepraktika durch die Integration von Risikokommunikation. Studierende erheben, analysieren und präsentieren Daten eigenständig im Rahmen wissenschaftlicher Fragestellungen.
Das Projekt ist mit der Teamleitung „Wissenschaftliche Kompetenzen“ abgestimmt und ergänzt das longitudinale Curriculum „Wissenschaftlichkeit“. Es stärkt die bestehende interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Allgemeinmedizin, Medizinischer Psychologie/Soziologie, Geschichte und Ethik der Medizin sowie der Biometrie. In Kooperation mit dem Lehrstuhl Kieser werden Materialien zur Risikokommunikation entwickelt. Die ethische Zustimmung wird vor Projektbeginn eingeholt.

Standardisierung des Qualifizierungsprogramms für akademische Lehrpraxen

Ein wesentlicher Teil der medizinischen Ausbildung findet an dezentralen Ausbildungsstätten außerhalb der Medizinischen Fakultät und des Universitätsklinikums statt. Dazu zählen derzeit die Akademischen Lehrkrankenhäuser (ALKs), allgemeinmedizinische und pädiatrische Lehrarztpraxen, Lehrrettungswachen sowie neu der öffentliche Gesundheitsdienst. Eine einheitliche, standardisierte hochschuldidaktische Qualifizierung für dieses externe Ausbildungspersonal fehlt bislang.
Ziel dieses Projekts ist es, die Qualität der Lehre und damit die Ausbildung der Studierenden zu verbessern, indem standardisierte hochschuldidaktische Qualifizierungsbausteine für alle dezentralen Ausbildungseinrichtungen entwickelt und etabliert werden. Gleichzeitig soll die Anbindung dieser Einrichtungen an die Fakultät gestärkt sowie der Austausch und die kollegiale Reflexion zwischen dem externen Lehrpersonal gefördert werden. Didaktisch unterstützt werden sollen insbesondere folgende Lerngelegenheiten: frühzeitige Praxiseinblicke im Rahmen von AaL Plus (HeiPrax A), Hospitationen in Wahlfächern der Primärversorgung, das Blockpraktikum mit aktiver Patientenkontaktarbeit, das Praktische Jahr mit zunehmend selbstständiger Tätigkeit sowie Praktika in und die Vernetzung mit den ALKs.

Das Projekt umfasst die Konzeption, Einführung, Etablierung und Evaluation einer standardisierten Lehrqualifizierung für alle dezentralen Ausbildungseinrichtungen der Medizinischen Fakultät Heidelberg – vergleichbar mit einem kompakten DOS-Format. Grundlage bildet das bereits etablierte Qualifizierungsprogramm für allgemeinmedizinische Lehrarztpraxen, das abstrahiert und auf weitere Einrichtungen übertragen werden soll. Die Umsetzung erfolgt als Methodenmix aus synchronen und asynchronen Online-Formaten, z.B. durch Workshops, E-Learning-Module und kollegiale Supervision. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit dem QM-Team der Medizinischen Fakultät Heidelberg sowie unter Einbindung regionaler Qualitätszirkel durchgeführt.

Entwicklung von einer Online-Plattform für das AaLPLUS Programm 2019-2020 Digitales Lehrangebot für Studierende

1. Beschreibung der Maßnahme
Das Projekt ist in enger Zusammenarbeit mit den studentischen Koordinatoren des Anatomie am LebendenPlus (AaLPlus ) Programms entwickelt worden und bezieht sich auf die Umsetzung einer digitalen Plattform des AaLPlus Programms.

Ziel: Mithilfe kurzer digitaler Angebote soll den Studierenden eine Vorbereitung auf die neuen Inhalte der Tutorien ermöglicht werden. Dadurch können zusätzliche Wiederholungen der Theorie innerhalb der Tutoriumszeit

Lehrprojekt Blockpraktikum

1. Kurze Beschreibung und Ziele
Die universitäre Allgemeinmedizin hat den Auftrag, Umfang und Qualität der hausärztlichen Versorgung in Ergänzung der an den Universitätskrankenhäusern gelehrten fachspezifischen Inhalte abzubilden.

Das Ziel dieses neuen Lehrmoduls innerhalb des Wahlfachs „Primäre hausärztliche Versorgung“ ist es, die Studierenden durch eine dezentrale Lehre in speziell qualifizierten Lehrpraxen an die Versorgungswirklichkeit im ländlichen Raum heranzuführen. Potenzielle Teilnehmer sind ca. 15-20 Studierende pro Jahr zwischen dem 5. und 7. FS aus dem Studiengang Humanmedizin, inkl. Studierenden aus der „Landarzttrack“ ab WiSe 2021-2022.

Lehrprojekt HeiPrax A (AaL Plus)

Ausbildung im Bereich Allgemeinmedizin: Förderung der frühen klinischen kompetenzorientierten Lehre in der medizinischen Ausbildung im Rahmen von HeiPrax A (AaL Plus) Program 2021-2022

1. Kurze Beschreibung und Ziele
Anatomie am Lebenden (AaLPLUS), ist essentieller Bestandteil im Rahmen von HeiPrax A, eine der beliebtesten Unterrichtsveranstaltungen im vorklinischen Teil des HeiCuMeds.

abgeschlossen
Lehrmodul "Hausärztliche Versorgung im Ländlichen Raum"

Lehrmodul "Hausärztliche Versorgung im Ländlichen Raum" ab 2021

1. Beschreibung der Maßnahme
Die universitäre Allgemeinmedizin hat den Auftrag, Umfang und Qualität der hausärztlichen Versorgung in Ergänzung der an den Universitätskrankenhäusern gelehrten fachspezialistischen Inhalte abzubilden. Das Ziel dieses neuen Lehrmoduls innerhalb des Wahlfachs „Primäre hausärztliche Versorgung“ ist es, die Studierenden durch eine dezentrale Lehre in speziell qualifizierten Lehrpraxen an die Versorgungswirklichkeit im ländlichen Raum heranzuführen. Potenzielle Teilnehmer sind ca. 15-20 Studierende pro Jahr zwischen dem 5. und 7. FS aus dem Studiengang Humanmedizin, inkl. Studierenden aus der „Landarzttrack“ ab WiSe 2021-2022.

Lehrprojekt Longitudinales Curriculum

1. Kurze Beschreibung und Ziele
Der Entwurf der neuen Approbationsordnung sieht vor, die Bereiche Allgemeinmedizin, Ärztliche Gesprächsführung und Interprofessionelle Kompetenzen longitudinal über das gesamte Studium und auf mehrere Leistungsnachweise zu verteilen. Die Einführung einer „Landarztquote“ erfordert ebenfalls ein zunehmender Präsenz allgemeinmedizinischer Lehre im Gesamtcurriculum der Humanmedizin. Das Lehrteam der Abteilung arbeitet seit Jahren an der Weiterentwicklung eines Longitudinalen Curriculums Allgemeinmedizin in enger Zusammenarbeit mit engagierten Studierenden und einem Netzwerk von hausärztlichen Lehr- und PJ Praxen. Die bestehenden Lehrveranstaltungen und Konzepte müssen erweitert und für die Anforderungen der neuen Approbationsordnung weiterentwickelt werden.

Ziel des Projektes ist der Aufbau des Curriculums Allgemeinmedizin als ein Modell für nachhaltigeakademische Lehre mit frühzeitiger Verknüpfung theoretischer Lehrinhalte mit praktischen Fertigkeiten, gemäß dem nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog Medizin (NKLM) in Kooperation der Abteilung mit studentischen Tutoren, Lehrbeauftragten und akademischen Lehrpraxen. Grundlegend ist die Überzeugung, dass gute Lehre die Lernmotivation der Studierenden fördert, die heranwachsenden Mediziner*innen auf Dauer prägt und Leidenschaft für ein Fach vermitteln kann.

Technische Erweiterung 'Storymodus' und Anpassung des virtuellen Coaches der AaL Plus Online Plattform

1. Kurze Beschreibung und Ziele
Das AaLPlus Programm ist ein durch studentische Tutoren gestütztes Programm, das im Heidelberger Curriculum Medizinale in der Vorklinik zwischen FS1-FS4 fest verankert ist. Dieses Projekt bezieht sich auf eine Erweiterung der El-Medico Plattform im Rahmen des bestehenden AaLPLUS Programms in der Vorklinik (FS1-FS4) für individuelle Begleitung der Studierenden durch Umstellung von neuen entwickelten Fällen in den so genannten «Storymodus» und durch Anpassung des virtuellen Coaches.

Ziele:
• Der «Storymodus» bietet den Studierenden eine Vielzahl an individuellen Kombinationen von verschiedenen Szenarien innerhalb der Plattform. Je nach Entscheidung des Studierenden wird ein anderer Pfad eingeschlagen.
• Personalisierte Vorbereitung durch einen virtuellen Coach. Der Einsatz eines virtuellen Coaches verhilft Studierenden zu einem vertieften Verständnis der Materie und so zu einem höheren Lernerfolg (Graesser 2008: 298-322).

Lehrprojekt 'Patientenzentrierte Versorgung mittels digitaler Gesundheitsanwendungen und telemedizinische Verfahren im hausärztlichen Umfeld'

1. Kurze Beschreibung und Ziele
Altersbedingte chronische Krankheiten werden in einer alternden Bevölkerung immer häufiger auftreten. In der Konsequenz trägt das zu einem Wandel des Krankheitsspektrums bei, der durch das Gesundheitsversorgungssystem bewältigt werden muss. Dies führt zu einer Änderung der Anforderungen an das Gesundheitssystem und neben stetig steigenden Kosten zu Ressourcenmangel (z. B. Hausärztemangel in ländlichen Gebieten). Die chronischen Krankheiten wie Herzinsuffizienz sind hierfür aus epidemiologischer sowie gesundheitsökonomischer Sicht ein typisches Beispiel. Durch die Versorgung der Patienten mit digitalen Gesundheitsanwendungen und telemedizinischen Verfahren können das Selbstmanagement der Patienten verbessert und Probleme der Ressourcenknappheit teilweise kompensiert werden. Im klinischen Abschnitt beteiligt sich die Abteilung maßgeblich an den Seminaren der Querschnittsbereiche Prävention, Gesundheitsförderung und Gesundheitsökonomie (5. FS). Der Digitalisierung kommt im oben genannten Kontext eine entscheidende Rolle zu.

Ziele: Die Grundlagen der patientenzentrierten allgemeinmedizinischen Versorgung mittels digitaler Gesundheitsanwendungen und telemedizinischer Verfahren im häuslichen und hausärztlichen Umfeld sollen in interdisziplinären Seminaren erarbeitet werden.