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Coronavirus-Krankheit-2019 – gemeinsam gut versorgt

Modellprojekt Rhein-Neckar für Patientinnen und Patienten mit einer Infektion durch SARS-CoV-2 bzw. die dadurch ausgelöste Erkrankung COVID-19

Zusammenarbeit ist ein wesentlicher Bestandteil in der Pandemie. Auf dieser Seite wollen wir Ihnen einen Überblick über die Angebote und Strukturen in der Rhein-Neckar-Region und Heidelberg geben, welche für PatientInnen mit einer SARS-CoV-2-Infektion bzw. einer daraus resultierenden Erkrankung COVID-19 vorhanden sind.

Im Rhein-Neckar-Gebiet erfolgt die Versorgung dieser PatientInnen in Zusammenarbeit von:

Gesundheitsamt Hausarztpraxen/
Kinderarztpraxen
Corona-Schwerpunktpraxen/
zentralen Fieberambulanzen
Kliniken/
Universitätsklinikum

Bei Ihnen wurde eine SARS-CoV-2-Infektion festgestellt?

In der überwiegenden Zahl der Fälle läuft die durch das SARS-CoV-2 bedingte Erkrankung milde, jedoch gibt es teils auch schwerere Verläufe. Der Großteil unserer bisherigen Patient*innen im Rhein-Neckar-Kreis hat einen milden Krankheitsverlauf und wird ohne weitere Maßnahmen wieder gesund.

In einigen Fällen kommt es jedoch auch zu schweren Krankheitsverläufen und Patient*innen mit einem schweren Krankheitsverlauf sollten besser stationär im Krankenhaus aufgenommen, überwacht und behandelt werden.

Schwere Verläufe können teils schon in den Tagen nach dem ersten Symptombeginn auftreten, jedoch treten sie sehr oft erst im Verlauf ab ca. dem 7. Tag auf. Hinweisend auf einen schweren Verlauf kann nach dem 7. Tag weiterhin bestehendes Fieber, ein deutliches Krankheitsgefühl oder Luftnot sein. Als schwer ist ein Verlauf auch dann zu werten, wenn Sie über mehr als einen Tag nicht in der Lage sind ausreichend zu trinken.

Auftreten von Symptomen

Wenn Symptome auftreten, nehmen Sie bitte sobald als möglich telefonisch Kontakt mit Ihrem Hausarzt/ Ihrer Hausärztin auf.

Die am häufigsten auftretenden Symptome einer Coronavirus-Krankheit-2019 sind: Husten, Fieber, Störung des Geruchs- und/oder Geschmackssinns.

Es können aber auch Schnupfen, Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Konjunktivitis, Hautausschlag, Lymphknotenschwellung, Antriebslosigkeit und Schläfrigkeit Zeichen einer Erkrankung sein.

Wenn Sie im Verlauf Ihrer Erkrankung plötzlich Luftnot verspüren oder sich anderweitig zunehmend und schwer krank fühlen, handeln Sie bitte umgehend und rufen den Rettungsdienst (Tel. 112).

Wenn Sie keinen Hausarzt/ Hausärztin haben oder eine Betreuung durch Ihre Hausarztpraxis nicht möglich ist, können Sie eine Corona-Schwerpunktpraxis in Ihrer Region kontaktieren oder tagsüber bei Rückfragen das Gesundheitsamt.

CovidCare

Für AOK-PatientInnen, die an der HZV teilnehmen UND mindestens einen Risikofaktor für einen schweren Verlauf haben:

  • Zuckerkrankheit
  • Herzkreislauferkrankung
  • Lungenerkrankung
  • Chronische Nierenerkrankung
  • Chronische Lebererkrankung
  • Immunschwäche
  • Aktive Krebserkrankung mit Immunschwäche
  • Alter ab 50 Jahren
  • Fettleibigkeit (BMI >30)
  • Down-Syndrom

Wenn Sie zu dieser Gruppe gehören, steht Ihnen ein weiteres Angebot einer strukturierten Begleitung und eines Monitorings während einer SARS-CoV-2-Infektion über Ihren Hausarzt/ Ihre Hausärztin zur Verfügung.

CovidCare wurde durch die Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung des Universitätsklinikum Heidelberg entwickelt. Mit Hilfe einer Softwareunterstützung werden Sie per Telefon während Ihrer SARS-CoV-2-Infektion begleitet und Ihr Hausarzt/ Ihre Hausärztin kann den Verlauf Ihrer Erkrankung so stets im Blick halten. Die behandelnden Hausärzt*innen müssen für die Nutzung von CovidCare an einer Schulung teilgenommen haben. Ihre Symptome, Vitalparameter und ggf. die Sauerstoffversorgung werden dabei telefonisch durch das Hausarztpraxisteam erfragt. Der Hausarzt/ die Hausärztin entscheidet aufgrund der erhobenen Gesamtsituation, ob ein weiteres Telefongespräch oder eine Einweisung in die Klinik empfehlenswert ist. Bei der Notwendigkeit einer Einweisung kann dies mit der Koordinierungsstelle der Kliniken im Rhein-Neckar-Kreis abgestimmt werden.

Bei Interesse und entsprechenden Teilnahmevoraussetzungen wenden Sie sich bitte an Ihr Hausarztpraxisteam, welches Sie in das Programm CovidCare aufnehmen kann.

Wir setzen uns derzeit für eine Ausweitung der Nutzungsmöglichkeiten auch durch andere Krankenkassen und außerhalb der HZV ein.

Für HausärztInnen: Weitere Informationen finden Sie unter carecockpit.org.

Bei einem Teil der Patient*innen nach einer akuten COVID-19-Erkrankung entwickeln sich Symptome eines Long-COVID-Syndroms. Hierzu gehören Symptome, die über vier Wochen nach Beginn einer akuten COVID-19-Erkrankung anhalten oder sich danach neu entwickeln und nicht durch eine andere Ursache erklärt sind. Die in der Literatur beschriebenen Symptome sind vielfältig und können verschiedenste Organsysteme betreffen, u.a. Fatigue (Erschöpfung), Luftnot und Konzentrationsstörungen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.longcovidnetz.de .

Weitere Informationen zur Long-COVID-Ambulanz finden Sie hier.

Bitte beachten Sie auch die Corona-Informationsseite des Universitätsklinikums Heidelberg mit wichtigen Informationen für PatientInnen und BesucherInnen.

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