Klinische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie

Forschung in der Klinischen Pharmakologie Heidelberg

Die klinisch‑pharmakologische Forschung zielt darauf ab, die Variabilität von Arzneimittelwirkung und ‑sicherheit zwischen einzelnen Patientinnen und Patienten zu verstehen und nutzbar zu machen. Im Zentrum steht dabei die Integration molekularer, klinischer und pharmakoepidemiologischer Daten, um neue Therapien sicher in die klinische Anwendung zu überführen und bestehende Therapien gezielt zu personalisieren.

Ein verbindendes Element aller Forschungsschwerpunkte ist die translationale Perspektive: von der präklinischen Charakterisierung neuartiger Therapeutika, über die regulatorisch fundierte klinische Entwicklung, bis hin zur datenbasierten Optimierung individueller Therapiestrategien im Versorgungsalltag.

Klinisch-pharmakologische Forschung bei der Entwicklung neuer Therapien

Ein Schwerpunkt liegt auf der frühen translationalen Forschung an der Schnittstelle zwischen präklinischer Entwicklung und First‑in‑Human‑Studien. Mithilfe experimenteller Modelle, klinischer Studien und simulationsbasierter Ansätze werden Pharmakokinetik, Sicherheit und Wirksamkeit neuer Therapien frühzeitig charakterisiert. Moderne humane In-vitro‑Modelle, Biomarker und quantitative Analytik ermöglichen dabei belastbare Vorhersagen zur patientenabhängigen Variabilität und unterstützen sichere Übergänge in die klinische Entwicklung.

Personalisierte Therapiestrategien

Ziel der Forschung ist es, Patientenvulnerabilitäten systematisch zu identifizieren und in individualisierte Therapie‑ und Dosisempfehlungen zu überführen. Biomarker, Pharmakogenetik und longitudinale Therapieverlaufsdaten bilden die Grundlage für evidenzbasierte personalisierte Medizin, die nachweislich zur Erhöhung der Therapiesicherheit beiträgt.

Die zunehmende Verfügbarkeit hochqualitativer Real‑World‑Daten, molekularer Hochdurchsatzverfahren und digitaler Gesundheitsdaten ermöglicht eine neue Qualität der pharmakoepidemiologischen Forschung. Methoden der Data Science und Künstlichen Intelligenz werden genutzt, um individuelle Therapieverläufe vorherzusagen und perspektivisch digitale Zwillinge für personalisierte Therapieentscheidungen zu entwickeln.

Umsetzung im Versorgungsalltag

Im letzten Schritt begleitet die klinisch-pharmakologische Forschung die Umsetzung der Arzneimitteltherapie im Versorgungsalltag und befasst sich mit der individuellen Umsetzbarkeit einer Arzneimitteltherapie. Unbewusste Nonadhärenz, erlebte Nebenwirkungen oder unbeachtete Patientenpräferenzen können dazu beitragen, dass eine Arzneimitteltherapie nicht die gewünschten Effekte erzielt und müssen daher durch geeignete Methoden erfasst und in der Therapiebegleitung berücksichtigt werden. 

In interdisziplinären Verbundforschungsprojekten und internationalen Projekten verfolgen wir unsere Fragestellungen gemeinsam mit Partnern aus Klinik und Grundlagenforschung und Patientenvertretungen. 

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Interesse haben, an unserer Forschung teilzunehmen, eine Bachelor-, Master- oder Doktorarbeit bei uns zu machen. 

Kontakt

Pharmakogenetik und Pharmakoepidemiologie

Prof. Dr. med. Julia C. Stingl
Prof. Dr. med. Julia C. Stingl

Klinische Forschung

Portrait von Dr. med. Antje Blank
Prof. Dr. med. Antje Blank

Arzneimitteltherapiesicherheit

Portrait von PD Dr. sc. hum. Hanna Seidling
Prof. Dr. sc. hum. Hanna Seidling

Arzneimittelanalytik

Dr. rer. nat. Jürgen Burhenne
Dr. rer. nat. Jürgen Burhenne

Forschungsprojekte

Publikationen

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