Allgemeine Innere Medizin, Psychosomatik und Psychotherapie

Psychotraumatologie

Die Sektion Psychotraumatologie an der Universitätsklinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik hat ihren inhaltlichen Arbeitsschwerpunkt im Gebiet der Akut-Psychotraumatologie, der Traumatisierung von Menschen nach Flucht und Vertreibung, der sekundären Traumatisierung von Helfern in unterschiedlichen sozialen Bereichen sowie im Bereich transgenerationaler Traumatisierung.

In der Psychotraumatologischen Ambulanz der Sektion Psychotraumatologie stellen sich im Jahr bis zu 300 Patienten* vor. Im Zentrum stehen Patienten mit Traumafolgestörungen nach Belastungs- und Traumaereignissen, die sich in Form leichterer Anpassungsreaktionen bis hin zu einem Vollbild der Posttraumatischen Belastungsstörung oder auch komplexen Posttraumatischen Belastungsstörungen äußern können. Die Ambulanz wird von Herrn apl. Prof. Dr. med. C. Nikendei, MME als Sektionsleiter oberärztlich betreut. Im Vordergrund stehen Diagnostik, psychosoziale Evaluation und Indikationsstellung einschl. Behandlungsempfehlung; interventionell werden Krisenbehandlungen bei akuten Traumatisierungen und in speziellen Fällen auch Stabilisierungs- und Expositionstherapien durchgeführt.

Die Ambulanz arbeitet eng mit niedergelassenen Traumatherapeuten, spezialisierten Fachkliniken und der klinikeigenen psychotraumatologischen Station Mitscherlich zusammen. Die Mitbehandlung von Störungen im Kontext von durch Migration und Asyl entstandenen Belastungen und Traumafolgestörungen bildet aktuell einen weiteren Schwerpunkt (vorbereitende Telefonate jeweils dienstags von 13:30 bis 14:30 Uhr unter 56-5888).

Zusammen mit den anderen Kliniken und Instituten des Psychosozialen Zentrums der Universitätsklinik Heidelberg wird zweimalig in der Woche eine Sprechstunde in der Erstregistrierungsstelle im Patrick-Henry-Village Heidelberg-Kirchheim für traumatisierte und psychisch belastete Flüchtlinge angeboten. Von Februar 2016 bis Februar 2017 fanden in der Psychosozialen Ambulanz des Patrick-Henry-Villages über 1000 Patientenkontakte statt. 

Aktuell stellen die Belastungen der Asylsuchenden und Geflüchteten, aber auch der Helfer einen zentralen Forschungsschwerpunkt der Sektion Psychotraumatologie dar. In einem vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg geförderten Projekt mit dem Titel „Entwicklung und Implementierung von Versorgungskonzepten für traumatisierte Flüchtlinge und belastete Helfer“ werden Versorgungsstrukturen und Hilfsangebote für belastete Geflüchtete und Helfer geschaffen. 

Weitere Forschungsfelder sind sekundäre Traumatisierung von Personen in der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV; Kooperation mit dem Landesverband Baden-Württemberg des Deutschen Roten Kreuzes), Traumatisierung von Menschen mit körperlichen Erkrankungen (z.B. nach TIA; Kooperation mit der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg oder nach Sehnenfadenabriss im Herzen; Kooperation mit der Universitätsklinik für Kardiologie), sowie die transgenerationale Weitergabe von Traumatisierungen im Rahmen des II: Weltkrieges. 

apl. Prof. Dr. med. Christoph Nikendei, MME
apl. Prof. Dr. med. Christoph Nikendei, MME

Schwerpunkt

Traumafolgestörungen, sekundäre Traumatisierung, Versorgung von psychisch belasteten Geflüchteten und Asylsuchenden, Autobiographisches Gedächtnis bei psychosomatischen Erkrankungen, Medizindidaktik, kommunikative und prozedurale Fertigkeiten bei Medizinstudierenden, Psychotherapieforschung, kompetenzbasiertes Training von Psychotherapeuten in Ausbildung, Stress und Burnout am Arbeitsplatz, Erwerb von Gesundheitskompetenz.

Thibautstraße 4
69115 Heidelberg
Gebäude 6410

Behandlungsangebote

Psychtraumatologische Ambulanz

In der Psychotraumatologischen Ambulanz der Sektion für Psychotraumatologie erfolgt Diagnostik, psychosoziale Evaluation und Indikationsstellung einschließlich Behandlungsempfehlung bei Patient:innen nach Belastungs- und Traumaereignissen. Der Schwerpunkt der Ambulanz liegt in der Erkennung und differentialdiagnostischen Abgrenzung von Traumafolgestörungen, die sich in Form einer akuten Belastungsreaktion, einer Posttraumatischen Belastungsstörung, einer komplexen Posttraumatischen Belastungsstörungen, Persönlichkeitsveränderungenoder auch einer dissoziativen Störung äußern können. Die Ambulanz arbeitet eng mit niedergelassenen Traumatherapeuten, spezialisierten Fachkliniken und der klinikeigenen SGB XIV Traumaambulanz (siehe unten) sowie der psychotraumatologischen Station Mitscherlich (siehe unten) zusammen.

Kontakt: Sekretariat 06221-565888

SGB XIV Traumaambulanz

Die im Jahr 2026 etablierte Traumaambulanz nach SGB XIV (Sozialgesetzbuch XIV) der Sektion für Psychotraumatologie bietet Betroffenen von zwischenmenschlicher Gewalt und deren Angehörigen schnelle psychotherapeutische Unterstützung, um die Folgen von traumatischen Ereignissen zu bewältigen. Nach einem zeitnahen Erstgespräch können nach Beantragung beim Landratsamt bis zu 15 Stunden spezialisierter Traumatherapie erfolgen. Über das Landratsamt können zudem Schnelle  Hilfen in Anspruch genommen werden (z.B. Fallmanagement, Kontakt zum weißen Ring, Opferentschädigung, versicherungsrechtliche Fragen). Voraussetzungen für die Traumatherapie nach SGB XIV sind:

  • Sie wurden Opfer zwischenmenschlicher Gewalttat (psychische Gewalt, sexualisierte Gewalt, körperliche Gewalt).

  • Sie leiden unter den psychischen Folgen (z.B. durch sich aufdrängende Nachhallerinnerung, Daueranspannung, Alpträume, Vermeidung von Situationen, die an die Gewalttat erinnern)

  • Das Ereignis liegt nicht länger als ein Jahr zurück oder ein Erlebnis innerhalb des letzten Jahres hat ältere Ereignisse (z.B. aus der Kindheit) wieder wachgerufen und hat zu neuen Belastungen geführt.

Kontakt: 06221-56311089

EMDR-Forschungs-Ambulanz

EMDR ist die Kurzbezeichnung der traumakonfrontativen Methode „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“ (Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegungen). Die Methode dient der Frequenz- und Symptomreduktion von sich aufdrängenden Erinnerungen an das Traumaereignis, Albträumen, ängstlicher Wachsamkeit und Vermeidungsverhalten von Situationen, die an das Traumereignis erinnern. In der EMDR-Ambulanz werden vor allem neue, innovative Ansätze zur Anwendung von EMDR überprüft und erforscht. Beispiele sind EMDR bei Juckreiz oder Essstörungen.

Station Mitscherlich

Auf der Psychotherapiestation Mitscherlich werden Patient:innen mit Traumafolgestörungen wie Posttraumatischer Belastungsstörung und komplexer Posttraumatischer Belastungsstörung sowie Persönlichkeitsstörungen, z.B. Borderline-Persönlichkeitsstörung behandelt. Komorbide Störungen wie depressive depressive Störungen, Angststörungen und Essstörungen sind ebenfalls Teil des Behandlungsfokus. Im Mittelpunkt steht die Behandlung in der Gruppe, beispielsweise in Form voninteraktionellen Gruppen, themenzentrierten Gruppen, einer Stabilisierungsgruppe, Sozialthematischen Gruppen und Achtsamkeitsgruppen. Zudem spielen therapeutische Einzeltherapien, Gestaltungs- und Körperpsychotherapie und Pflegegespräche eine bedeutsame Rolle. Die 8- bis 12-wöchige Therapie folgt den Prinzipien der psychologischen und sozialen Stabilisierung, Traumakonfrontation und lebensgeschichtlichen Auseinandersetzung mit den einschneidenden Lebensereignissen.

Kontakt: Im Vorfeld einer möglichen stationären Behandlung findet zunächst ein Termin in der Traumaambulanz statt: Sekretariat 06221-565888

G-TEP-Gruppe

Abwandlungen der EMDR-Methode können auch in der Gruppe durchgeführt werden. Der therapeutische Ansatz wird als G-TEP bezeichnet: Group Traumatic Episode Protocol. Dabei werden in einem ambulanten gruppentherapeutischen Ansatz traumatische Ereignisse fokussiert und durch selbstangeleitete Augenbewegungen verarbeitet. Der G-TEP-Gruppenansatz wurde und wird in unserer Sektion Psychotraumatologie mit geflüchteten Meschen aus der Ukraine und ambulanten Patient:innen mit komplexen Posttraumatischen Belastungsstörungen durchgeführt.

Kontakt: Im Vorfeld einer möglichen Behandlung mit GTEP findet zunächst ein Termin in der Traumaambulanz statt: Sekretariat 06221-565888

Geflüchtetenversorgung im Patrick-Henry-Village Heidelberg

Seit 2016 bietet die Psychosoziale Ambulanz für Geflüchtete im Ankunftszentrum Patrick-Henry-Village (PHV) dreimalig in der Woche psychosoziale Sprechstunden und Beratung für psychisch belastete und traumatisierte Geflüchtete an. Die psychosoziale Versorgung der Geflüchteten erfolgt durch ein interdisziplinäres Team in Kooperation mit der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Departments für Psychosoziale Medizin, Prävention und Familiengesundheit. Diagnostik, supportive Therapie, psychische Stabilisierung und unterstützende medikamentöse Therapie sowie die weiterführende Behandlungsplanung stehen im Mittelpunkt der Arbeit in der Psychosozialen Ambulanz.

Leitlinienarbeit

Akute psychosoziale Belastungen werden von vielen Menschen im Laufe der Lebenszeit erlebt. Diese können in Form von Unfällen, Extremwetterereignissen, körperlicher oder sexualisierter Gewalt oder dem Miterleben einer tödlichen Bedrohung von anderen Menschen auftreten. Es kann eine akute Stressreaktion resultieren, die erst einmal keine krankheitswertige Störung darstellt. Allerdings können bei einem kleineren Teil der Betroffenen auch krankheitswertige Störungen resultieren, die einer Begleitung und Behandlung bedürfen. Die AWMF S2k-Leitlinie „Akute Psychosoziale Belastungen“ (https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/155-002%20KF) die unter der Federführung der DeGPT (Deutsche Gesellschaft für Psychotraumatologie) realisiert wurde, definiert die Behandlungsstrategie für betroffene Erwachsene, Kinder und Einsatzkräfte (z.B. Mitarbeiter:innen der Psychosozialen Notfallversorgung, Polizei, Feuerwehr, Rettungskräfte usw.). Die Sektion Psychotraumatologie hat federführend das Kapitel „Umgang mit akuter psychosozialer Belastung bei Einsatzkräften“ gestaltet.

Forschungsprojekte

Psychotraumatologische Forschung zur komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung

Im ICD-11 wird erstmals die Diagnose der komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung geführt. Die komplexe Posttraumatische Belastungsstörung ist gekennzeichnet durch die „klassischen“ Traumafolgesymptome wie intrusives Wiedererleben, erhöhte Wachsamkeit und Schreckhaftigkeit, sowie Vermeidungsverhalten für Situationen, die das Wiedererleben des Traumaereignisses provozieren. Darüber hinaus kommt es zu Veränderungen der Selbstorganisation („Disturbances of Selforganization“), die sich in einem negativen Blick auf sich selbst, Beeinträchtigung der Affektregulation und Schwierigkeiten in der Beziehungsgestaltung äußern. Unsere Studien in der Sektion Psychotraumatologie beziehen sich auf die Erforschung begleitender psychischer Belastungen, kognitiver und sozialer Veränderungen und Veränderungen des autobiographischen Gedächtnisses bei Patient:innen mit komplexer Posttraumatischer Belastungsstörung. Die Studie „Investigating the interaction of emotional reactivity and neural reward processing in patients with complex Post-Traumatic Stress Disorder“ wird dabei von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Psychotraumatologische Forschung zu ambulanter und stationärer Psychotherapie

Im Zentrum der Forschungsaktivitäten steht die Untersuchung der Auswirkungen aversiver Kindheitserfahrungen und traumatischer Ereignisse auf den Verlauf und das Ergebnis von psychodynamischer Psychotherapie. Menschen, die aversive Kindheitserfahrungen erlebt haben, zeigen zu Beginn einer Psychotherapie oftmals eine höhere Symptomlast und weisen eine geringere Veränderungsgeschwindigkeit hin zur gesundheitlichen Stabilisierung auf. Dabei konnte das Funktionsniveau der Persönlichkeit (Persönlichkeitsstruktur) als relevanter Vermittler dieser Effekte auf den Symptomverlauf im psychotherapeutischen Prozess identifiziert werden.

Psychotraumatologische Forschung zur Sekundärtraumatisierung

Nicht nur die Bedrohung der eigenen körperlichen Unversehrtheit oder das Miterleben, dass Mitmenschen vital gefährdet sind, kann zu Traumafolgestörungen führen. Auch das Hören von Berichten über traumatische Situationen kann – ohne dass ein eigener sinnlicher Zugang zu dem Ereignis besteht – in einer Traumafolgestörung resultieren, die als „Sekundärtraumatisierung“ bezeichnet wird. Die Sekundärtraumatisierung kann alle Traumafolgesymptome einer „klassischen“ Posttraumatischen Belastungsstörung aufweisen. Unsere Forschungstätigkeit im Feld der Sekundärtraumatisierung bezieht sich auf die Bestimmung von Prävalenzen, Prädiktoren und innovativen Ansätzen zur Behandlung der symptomatischen Traumafolgebelastung bei Dolmetschern in der Geflüchtetenversorgung, Leitstellenpersonal und Mitarbeiter:innen der Psychosozialen Notfallversorgung. Die Unterstützung von Mitarbeiter:innen in der Geflüchtetenversorgung wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg mit dem Projekt „Entwicklung und Implementierung von Versorgungskonzepten für traumatisierte Flüchtlinge und belastete Helfer“ unterstützt.

Psychotraumatologische Forschung bei Patient:innen mit körperlichen Erkrankungen

Körperliche Erkrankungen können sich als lebensbedrohlich manifestieren oder im Verlauf der Erkrankung zu lebensbedrohlichen Situationen führen. Als Beispiel sind hier der Herzinfarkt oder der Schlaganfall zu benennen, aber auch andere somatische Erkrankungen können zu traumatisierenden Konstellationen führen. In der Sektion Psychotraumatologie wird das Vorkommen, Vorhersageparameter und Auswirkungen psychischer Traumatisierung auf das Erleben der körperlich erkrankten Patient:innen untersucht.

Psychotraumatologische Forschung zu Flucht und Migration

Der Fokus der Forschung im Kontext von Flucht und Migration liegt in der Untersuchung der Häufigkeit und des Verlaufs psychischer Belastungen, des Zugangs und der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen und der Auswirkung spezifischer Belastungsformen auf verschiedene Symptombereiche bei geflüchteten Menschen in der postmigratorischen Phase. In einem vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg geförderten Projekt mit dem Titel „Entwicklung und Implementierung von Versorgungskonzepten für traumatisierte Flüchtlinge und belastete Helfer“ konnten bereits Versorgungsstrukturen und Hilfsangebote für belastete Geflüchtete geschaffen werden. In dem vom Ministerium des Inneren in Baden-Württemberg geförderten Projektes „Screening auf Menschenhandel im Patrick-Henry-Village Heidelberg“ wurde zudem die besonders vulnerable Gruppe der Opfer von Menschenhandel in den Fokus gerückt, um diese zu identifizieren und eine psychosoziale Versorgung zu ermöglichen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Untersuchung psychischer Belastung und sekundärer Traumatisierung bei helfenden Personen. Die psychotraumatologische Behandlung von ukrainischen Geflüchteten mit Traumafolgesymptomen wurde im Rahmen der „Gesundheitsinitiative für ukrainische Flüchtlinge“ unterstützt, welche vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert wird.

Psychotraumatologische Forschung zur Klimakrise

Die Klimakrise stellt eine der herausragenden Bedrohungen der menschlichen Zivilisation dar. Neben direkten Auswirkungen der Hitze auf die Psyche kann es zu psychischen Belastungen durch die Antizipation der Folgen der zunehmenden Erderwärmung kommen. Unter anderem kann es hier zu traumanahen Symptomen im Sinne einer prätraumatische Belastungsstörung kommen. Bei Extremwetterereignisse treten zudem akute psychosoziale Belastungen und möglicherweise krankheitswertige Posttraumatische Belastungsstörungen auf. Die Sektion Psychotraumatologie hat es sich zur Aufgabe gemacht, systematische Informationen zusammenzustellen und in der Öffentlichkeitsarbeit der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen.

Publikationen

Publikationen (Beispiele) der Sektion Psychotraumatologie

Forschung zur komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung

Simon J.J., Spiegler K., Coulibaly K., Stopyra M.A., Friederich H.-C., Gruber O., Nikendei C. (2025). Beyond Diagnosis: Symptom Patterns Across Complex PTSD and Borderline Personality Disorder". Frontiers in Psychiatry, 16:1668821.

Schöndorf Z.S., Terhoeven V., Jaehn A., Roesch-Ely D., Friederich H.C., Nikendei C., Kindermann D. (2025).Characterization of cognitive functioning in complex PTSD compared to non-complex PTSD. Front Psychiatry. 2025, 15;15:1433614.

Rheude C., Nikendei C., Stopyra M.A., Bendszus M., Krämer B., Gruber O., Friederich H.-C., Simon J.J. (2025). Two sides of the same coin? What neural processing of emotion and rewards can tell us about complex post-traumatic stress disorder and borderline personality disorder. J Affect Disord, 368, 711 - 717.

Stopyra M., Simon J.J., Rheude C., Nikendei C. (2023). Pathophysiological aspects of complex PTSD – a neurobiological account in comparison to classic posttraumatic stress disorder and borderline personality disorder. Reviews in the Neurosciences, 34(1):103-128.

 

Psychotherapieforschung bei Patient:innen mit aversiven Kindheitserfahrungen und Traumafolgestörungen

Kindermann D., Rollmann I., Orth M., Friederich H.-C., Nikendei C. (2024). Direct and indirect effects of adverse and protective childhood experiences on symptom improvement in psychotherapy. Psychother Research, 34 (6), 774-789.

Lutz M., Nowak J.R., Dönnhoff I,. Friederich H.-C., Terhoeven V., Nikendei C. (2025). Autobiographical narratives in major depression: changes in memory specificity during outpatient psychodynamic psychotherapy. BMC Psychiatry, 6;25(1):1144. 

Nowak J., Nikendei C., Rollmann I., Orth M., Friederich H.-C., Kindermann D. (2024). Examining childhood experiences and personality functioning as potential predictors for the speed of recovery during psychotherapy of patients with anxiety disorders. Front Psychiatry, 15:1381105.

Nowak J., Nikendei C., Rollmann I., Orth M., Friederich H.-C., Kindermann D. (2023). Characterization of different types of anxiety disorders in relation to structural integration of personality and self-reported adverse and positive childhood experiences in a sample of psychotherapy outpatients – a cross-sectional study. BMC Psychiatry, 23(1):501.

 

Forschung zur Sekundärtraumatisierung

Greinacher A., Cranz A., Jenzer J., Nikendei A., Friederich H.-C., Nikendei C. (2022). The Psychological Burden of Volunteers in Psychosocial Emergency Care – a Qualitative Interview Study. Current Psychology, 1(10):7337-7349.

Greinacher A, Nikendei A, Kottke R, Wiesbeck J, Herzog W., Friederich H.-C., Nikendei C. (2022). Secondary traumatisation in psychosocial emergency care personnel—A longitudinal study accompanying German trainees. Health Soc Care Community, 30, 957–967.

Kindermann D., Sanzenbacher M., Nagy E., Greinacher A., Cranz A., Nikendei A., Friederich H.-C., Nikendei C. (2020). Prevalence and Risk Factors of Secondary Traumatic Stress in Emergency Call-Takers and Dispatchers - A Cross-Sectional Study. European Journal of Psychotraumatology, 11; 1799478.

Greinacher A., Derezza-Greevens C., Herzog W., Nikendei C. (2019). Secondary Traumatization in First Responders: A Systematic Review. European Journal of Psychotraumatology, 10, 1562840.

Greinacher A., Nikendei A., R. Kottke, Wiesbeck J., Herzog W., Nikendei C. (2019). Secondary Traumatization, Psychological Stress, and Resilience in Psychosocial Emergency Care Personnel. Int. J. Environ. Res. Public Health, 16, 3213.

 

Forschung zu Traumafolgestörungen bei körperlichen Erkrankungen

Nikendei C., Greinacher A, Friederich H.-C., Stojkovic M., Berkunova A. (2023). Understanding Alveolar Echinococcosis Patients' Psychosocial Burden and Coping Strategies - A Qualitative Interview Study. PLoS Negl Trop Dis, 17(8):e0011467.

Nikendei C., Greinacher A, Friederich H.-C., Stojkovic M., Berkunova A. (2023). Understanding Alveolar Echinococcosis Patients' Psychosocial Burden and Coping Strategies - A Qualitative Interview Study. PLoS Negl Trop Dis, 17(8):e0011467.

Kindermann D., Grosse-Holz V.M., Andermann M., Ringleb P.A., Friederich H.-C., Rizos T., Nikendei C. (2023). Coping Strategies and Posttraumatic Growth Following Transient Ischemic Attack: A Qualitative Study. Journal of Clinical Medicine, 12(2):575.

Cranz A., Greinacher A., Nagy E., Friederich H.-C., Katus H., Geis N., Pleger S., Nikendei C. (2020). Broken Heartstrings - Post-Traumatic Stress Disorder and Psychological Burden after Acute Mitral Regurgitation due to Chordae Tendineae Rupture – a Pilot Study. Journal of Clinical Medicine, 9(12):4048.

Grosse-Holz V.*, Nikendei C.*, Andermann M., Ringleb P.A., Friederich H.-C. Rizos T. (2020). Predictors of Posttraumatic Stress Following Transient Ischemic Attack: An Observational Cohort Study. Psychosomatic Research, 137:110205.

 

Forschung zu Flucht und Vertreibung

Tambini Stollwerck E.A., Rzepka-Marot I., Friederich H.-C., Nikendei C. (2026). Forced Migration and Human Trafficking: Survivors’ Narratives of Strength and Survival upon First Arrival in Germany. International Journal for Equity in Health, 8;25(1):125. doi: 10.1186/s12939-026-02875-2.

Rzepka-Marot I, Gebhardt N, Nowak J, Bruns B, Friederich H-C, Nikendei C. (2025). Stabilization Interventions in the Treatment of Traumatized Refugees – A Soping Review. Cambridge Prisms Global Mental Health, 12:e73.

Lindermaier N., Rzepka I., Zehetmair C., Kaufmann C., Friederich H.-C., Nikendei C. (2025). Experiences and concerns of pregnant refugee women from Nigeria seeking for asylum in Germany - A qualitative analysis. Midwifery. 2025;141:104255.

Tambini Stollwerck E.A., Sarikaya I., Yen K., Friederich H.-C., Nikendei C. (2024). The Psychological Impact of Torture and State Repression in Türkiye between 2015 and 2018: Reports from Turkish Refugees Seeking Asylum in Germany. PLOS ONE Global Public Health, 4(7):e0002561.

Rzepka I., Zehetmair C., Nagy E., Friederich H.-C., Nikendei C. (2024). Implementing a stabilizing intervention for traumatized refugees in temporary accommodations in South-West Germany - a randomized controlled pilot trial. Frontiers in Psychology, 10.3389/fpsyt.2024.1453957.

Tambini Stollwerck E.A., Rollmann I., Friederich H.-C., Nikendei C. (2024). Responding to Human Trafficking among Refugees: Prevalence and Test Accuracy of a Modified Version of the Adult Human Trafficking Screening Tool. BMC Public Health, 24:1685.

Nagy E., Herpertz S.C., Schohl K., Zehetmair C., Gebhardt N., Friederich H.-C., Nikendei C. (2023). The Refugee and Asylum Seeker Mental Health and Treatment Screener (RAMS-Screener): Feasibility and psychometric properties of a questionnaire detecting refugees’ and asylum seekers’ need and urgency for psychosocial care. General Hospital Psychiatry, 83:43-50.

Rzepka I. Gebhardt N., Kindermann D., Stengel A., Zipfel S., Friederich H.-C., Nikendei C. (2023). Screening der psychischen Belastung von ukrainischen Geflüchteten in einem Ankunftszentrum in Baden-Württemberg. Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen, 182-182; 32 – 37.

Solfrank M., Nikendei C., Zehetmair C., Friederich H.-C., Nagy E. (2023). The burden of substance use and (mental) distress among asylum seekers: a cross sectional study. Frontiers in Psychiatry, 14, 1258140.

Kaufmann C., Zehetmair C., Nagy E., Reddemann L., Nikendei C. (Hrsg.) (2023). Heidelberger Standardübungen zur Stabilisierung traumatisierter Geflüchteter. Medizinische Fakultät Heidelberg, Heidelberg, 2. Auflage. ISBN: 978-3-00-065022-2

Tambini Stollwerck E.A., Friederich H.C., Nikendei C. (2022). Menschenhandel im Kontext von Flucht und Vertreibung – Definition, psychische Belastungen und Implikationen für die psychosoziale Versorgung. Trauma und Gewalt, 16, 58–68.

Kaufmann C., Zehetmair C., Jahn R., Marungu R., Cranz A., Kindermann D., Friederich H.-C., Bozorgmehr K., Nikendei C. (2022). Maternity Mental Health Care Needs of Refugee Women in a State Registration and Reception Center in Germany: A Descriptive Study. Health & Social Care in the Community, 30, 1608–1617.

Borcsa M., Nikendei C. (Hrsg.) (2017). Psychotherapie nach Flucht und Vertreibung: eine interprofessionelle Perspektive auf die Hilfe für Flüchtlinge. Thieme Verlag, Stuttgart. ISBN: 9783132407459

 

Forschung zu psychischen Auswirkungen der Klimakrise

Nikendei C., Gebhardt N. (im Druck). Heidelberger Standards: Klimakrise und Psyche. Reihenherausgeber Heidelberger Standards: König K., Nikendei C., Tabatabai J. Medizinische Fakultät Heidelberg, Heidelberg, 1. Auflage.

Gebhardt N., Westermann F., Kleinböhl L., Friederich H.-C., Nikendei C. (2026). Systematic Review of the Links between Eco-Distress and Mental Health. Ecohealth. 23(2):270-289.

Nikendei C., Tambini Stollwerck, E. A., Gebhardt, N., Kindermann, D., Rollmann, I., Friederich, H.-C., Rzepka, I. (2024). Flucht und Migration im Kontext der Klimakatastrophe. Ärztliche Psychotherapie, 19(4), 222–228.

Nikendei C. (2023). Traumata und einschneidende Lebensereignisse im Rahmen von Naturkatastrophen und der Veränderung unseres Lebensraumes. In: Nikendei C., Bugaj T.J., Cranz A., Herrmann A., Tabatabai J. (Hrsg.): Heidelberger Standards der Klimamedizin, S. 105 – 111. Medizinische Fakultät Heidelberg, Heidelberg, 1. Auflage. ISBN: 978-3-00-074681-9

Gebhardt N., Schwaab L., Friederich H.-C., Nikendei C. (2023). The relationship of climate change awareness and psychopathology in persons with pre-existing mental health diagnoses. Frontiers in Psychiatry, 14:1274523.

Gebhardt N., van Bronswijk K., Bunz M., Müller T., Niessen P., Nikendei C. (2023). Scoping review of climate change and mental health in Germany - Direct and indirect impacts, vulnerable groups, resilience factors. J Health Monit. 8 (Suppl 4):122-149.

Gebhardt N., Saur C., Herrmann B., Friederich H.-C., Nikendei C. (2023). Nun sag‘, wie hast du’s mit der Klimakrise? Überlegungen zum Umgang mit dem Klimawandel in der Psychotherapie. Die Psychotherapie, 68(5):381–387.

Schwaab L, Gebhardt N, Friederich HC, Nikendei C. (2022). Climate Change Related Depression, Anxiety and Stress Symptoms Perceived by Medical Students. Int J Environ Res Public Health, 27, 9142.