Klinische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie

Für Ärzte/Apotheker

Informationen für Heilberufler

Auf diesen Seiten finden Sie fachspezifische Informationen für Ärztinnen und Ärzte sowie Apothekerinnen und Apotheker. 

Informationen für Zuweiserinnen und Zuweiser

In unserer Abteilung für Klinische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie finden Sie vielfältige Unterstützung bei komplexen Fragen der Arzneimitteltherapie. 

Unsere Hochschulambulanz bietet eine spezialisierte Abklärung bei Polypharmazie, unerwünschten Wirkungen, unzureichendem Ansprechen, seltenen Erkrankungen und pharmakogenetischen Besonderheiten. Die Anmeldung erfolgt ausschließlich durch Sie. Eine konkrete Fragestellung und eine vorausgehende Basisdiagnostik erleichtern die gezielte Bewertung.

In unserem Labor für Arzneistoffanalytik findet Therapeutisches Drug Monitoring mit moderner LC‑MS/MS‑Diagnostik statt. Weitere konkrete Hinweise zur Anforderung finden sie hier. 

Unser Arzneimittel‑Informationsdienst beantwortet Fragen zur patientenindividuellen Pharmakotherapie – sowohl für das Universitätsklinikum (AID‑Konsil UK) als auch für Vertragsärzte in Baden‑Württemberg (AID‑Konsil KV). Schwerpunkte sind komplexe Arzneimitteltherapien, Dosis‑Individualisierung, Abklärung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) und die Interpretation von Konzentrationsmessungen.

Wir beraten Sie zudem gerne bei der Meldung von UAWs an die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) und informieren über meldepflichtige Ereignisse, besondere Risikokonstellationen und verfügbare Meldewege.

 

Aus- und Weiterbildung Klinische Pharmakologie

Ausbildung Klinische Pharmakologie

Die Abteilung für Klinische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie engagiert sich umfassend in der Lehre und Weiterbildung an der Universität Heidelberg. Sie ist in die Studiengänge Humanmedizin (HeiCuMed), Zahnmedizin (HeiCuDent), Pharmazie sowie den Bachelor- und Masterstudiengang Molekulare Biotechnologie eingebunden und vermittelt dort zentrale Inhalte der Arzneimittelentwicklung- und anwendung sowie zur Arzneimitteltherapiesicherheit. Neben Vorlesungen, Seminaren und Praktika betreut die Abteilung Abschlussarbeiten und bietet regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen an, darunter die Reihe „Aktuelle Schlüsselthemen der Klinischen Pharmakologie“. 

Facharztweiterbildung in der Klinischen Pharmakologie

Als offiziell anerkannte Weiterbildungseinrichtung verfügt die Abteilung über die volle 48‑monatige Befugnis zur Weiterbildung zur Fachärztin bzw. zum Facharzt für Klinische Pharmakologie an den Standorten Medizinische Klinik und Kinderklinik. Zusätzlich besteht eine 12‑monatige Befugnis zur Weiterbildung im Fach Innere Medizin. Beide Befugnisse entsprechen der Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer Baden‑Württemberg vom 18. Mai 2020.

Damit zählt die Abteilung zu den wenigen Einrichtungen in Deutschland, die eine klinisch orientierte Ausbildung zur Klinischen Pharmakologin bzw. zum Klinischen Pharmakologen vollständig aus einer Hand anbieten können. Auch Ärztinnen und Ärzte, die im Rahmen ihrer Weiterbildung in der Inneren Medizin ihr pharmakologisches Wissen vertiefen möchten, sind herzlich willkommen.

Weiterbildungsstellen werden regelmäßig ausgeschrieben; Initiativbewerbungen mit Lebenslauf sind jederzeit möglich. 

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für die Weiterbildung sind:

  • Prof. Dr. med. Julia C. Stingl – Weiterbildungsbefugte Klinische Pharmakologie
  • Prof. Dr. med. Antje Blank – Weiterbildungsbeauftragte
  • Dr. med. Kristine Chobanyan‑Jürgens – Weiterbildungsbeauftragte
  • Prof. Dr. med. David Czock – Weiterbildungsbefugter Innere Medizin
Informationen für Apothekerinnen und Apotheker

Hier finden Sie eine Auflistung unsere wichtigsten Formate für Apothekerinnen und Apotheker

Netzwerk für exzellente Forschung in Apotheken

Die öffentliche Apotheke ist mit über 3,3 Millionen Kundenkontakten pro Tag ein wichtiger Ort der Versorgung und öffentliche Apotheken können damit auch einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungsforschung leisten. 

Seit 2025 haben forschungsinteressierte Apotheker:innen bundesweit die Möglichkeit, am kostenlosen Schulungsprogramm zur Forschungsapotheke teilzunehmen. Gemeinsam mit der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG), der Deutschen Gesellschaft für Klinische Pharmazie (DGKPha), der Förderinitiative Pharmazeutische Betreuung und der Medizinischen Monatsschrift für Pharmazeuten haben wir das Programm mit Fokus auf die Versorgungsforschung in der öffentlichen Apotheke entwickelt. 

Bereits 150 Apotheker:innen haben sich registriert, um ihre Apotheken fit für zukünftige Forschungsprojekte zu machen! 

Das vielseitige, komplett online verfügbare Programm läuft über 12 Monate und bietet:

  • Flexible Inhalte mit Videos, Newslettern, Mitmachaufgaben & hilfreichen Tools
  • Einen freien Einstieg – der Start ist jederzeit möglich
  • Lernen im eigenen Tempo – die Inhalte werden je nach Zeitpunkt der Registrierung freigeschaltet und können individuell bearbeitet werden
  • Vernetzung mit ebenfalls an Versorgungsforschung interessierten Kolleg:innen
  • »Evaluation und wissenschaftliche Auswertung der Plattform für zukünftige Projekte

Die Anmeldung ist jederzeit und kostenfrei möglich unter nefa.aid-klinik.de/login 

Schreiben Sie uns gerne bei Fragen eine E-Mail an Forschungs.Apotheken@med.uni-heidelberg.de.

 

Online Fortbildung zur Erkennung, Bewertung und Lösung von arzneimittelbezogenen Problemen

Gemeinsam mit der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg bieten wir ein Online-Lernprogramm zur Erkennung, Bewertung und Lösung von arzneimittelbezogenen Problemen in der öffentlichen Apotheke an. 

Derzeit stehen Lernmodule zu den folgenden Themen zur Verfügung: Anwendungshinweise (z. B. zu Augentropfen, niedermolekulare Heparine, Schluckstörungen), relevante Wechselwirkungen (z. B. zwischen mehrwertigen Kationen und komplexbildenden Arzneistoffen oder zwischen Ibuprofen und ASS), spezifische Einnahmehinweise (u. a. für Levodopa, Bisphosphonate und Protonenpumpeninhibitoren), arzneimittelbedingte Nebenwirkungen (z. B. Obstipation, anticholinerge Effekte oder antibiotikaassoziierte Diarrhö) sowie das Erkennen und Bewerten von potenziell inadäquater Medikation bei älteren Menschen.

Die Inhalte werden in Schulungsvideos vermittelt, zusätzlich werden themenspezifische Vertiefungsmaterialien und Lernquizze zur Wissensüberprüfung angeboten. Außerdem sollen Sie Ihre theoretischen Kenntnisse vertiefen, indem Sie die Inhalte des Moduls praktisch anwenden und gezielt Patient:innen in Ihrer Apotheke ansprechen.

Um sich kostenfrei zu registrieren, melden Sie sich wie gewohnt mit Ihren Login-Daten unter meine.lak-bw.de/de/ an. Wählen Sie dann nacheinander die Optionen „Fort-/Weiterbildung“, „LAK-Mediathek“, „E-Learning“ und schließlich „Arzneimittelbezogene Probleme (ABP) erkennen & lösen (in Kooperation mit der Uniklinik Heidelberg)“ aus.

Podcast LAK

In unserem gemeinsam mit der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg produzierten Fortbildungspodcast werden in kurzweiligen Folgen vielfältige pharmazeutische Themen zur Arzneimitteltherapiesicherheit behandelt. Typische Inhalte sind das Erkennen, Bewerten und Lösen von arzneimittelbezogenen Problemen wie Wechselwirkungen, Nebenwirkungen und Nonadhärenz.

Der Podcast ist abrufbar über den Mitgliederbereich der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg. Um den Podcast anzuhören, melden Sie sich bitte wie gewohnt mit Ihren Login-Daten unter meine.lak-bw.de/de/ an. Sie finden den Podcast unter „Fort-/Weiterbildung“ im Reiter „LAK-Mediathek

 

Weiterbildung Fachapotheker Arzneimittelinformation

Der Bereich "AMTS: Medikationsprozess und Arzeneimitteltherapiesicherheit" ist eine offizielle Weiterbildungseinrichtung und Weiterbildungsstätte für das Fachgebiet Arzneimittelinformation und verfügt über die volle Ermächtigung zur Weiterbildung von Apotheker/Apothekerinnen zum Fachapotheker / zur Fachapothekerin für Arzneimittelinformation gemäß Weiterbildungsordnung der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg.

Die Weiterbildung wird typischerweise im Rahmen einer Tätigkeit in der Abteilung absolviert, es können jedoch auch Verbundweiterbildungen angeboten werden.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Weiterbildungsermächtigte: