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CAS-UK

Computergestützte Planung und Therapie für tumorbedingte Unterkieferrekonstruktionen im jungen Erwachsenenalter

Projektleitung: Dr. Urs Eisenmann

Kooperation:

Universitätsklinikum Heidelberg: Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (MKG)

Förderer: Dietmar Hopp Stiftung GmbH

Kurzbeschreibung:

Ziel des Projektes ist die Entwicklung und klinische Etablierung einer durchgängig computerassistierten Unterkieferrekonstruktion, welche den Chirurgen bei der Harmonisierung des Gesichtsprofils und der funktionalen Restitution optimal und zuverlässig unterstützt.

Das Assistenzverfahren soll eine softwarebasierte, patientenindividuelle 3D-Planung sowie eine innovative, computerassistierte OP-Durchführung umfassen.

Hauptaufgabe des zu entwickelnden OP-Planungssystems ist die virtuelle 3D-Planung der Unterkieferrekonstruktion auf Basis von CT-Schichtbilddaten. Das System umfasst eine Wissensbasis, welche chirurgisches Wissen bereitstellt. Somit kann eine automatisierte Ausrichtung der Knochentransplantate (z.B. Segmente der Fibula) erfolgen, um den Unterkiefer optimal zu rekonstruieren, was eine objektive Einschätzung der Funktionswiederherstellung und der Gesichtssymmetrie ermöglicht. Der Chirurg kann bei Bedarf den automatisierten Vorschlag interaktiv weiter optimieren,

Auf Basis des digitalen OP-Plans generiert das Planungssystem virtuelle patientenspezifische Schnittschablonen und eine individuell angepasste Rekonstruktionsplatte, die den Chirurgen bei der Umsetzung des OP-Plans unterstützen.

Des Weiteren soll ein EM-Navigationssystem realisiert werden, welches den Chirurgen bei der Positionierung des Transplantats unterstützt. Hierfür soll in speziellen 2D- und 3D-Ansichten die aktuelle Lage der Segmente mit dem vorgegebenen Ziel auf dem intraoperativen Monitor in allen 6 Freiheitsgraden abgeglichen und visualisiert werden. Dadurch wäre der Chirurg in der Lage die Position des Transplantats genau einzuschätzen und präzise und sicher in die geplante Endstellung zu navigieren.

Laufzeit: 2019-2022

MitarbeiterInnen des Instituts: N. Hagen, L. Kraut