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Automatische Erkennung und Verlaufscharakterisierung von Luftembolien im Transoesophagealen Echokardiogramm

Projektleitung: OA Dr. Christoph Schramm

Kooperationen:
Universitätsklinikum Heidelberg: Klinik für Anaesthesiologie
Hochschule Heilbronn, Fakultät für Informatik (Dr. Christoph Maier)

Kurzbeschreibung:
In einigen Operationsszenarien, insbesondere in der Neurochirurgie, ist das Risiko für das Auftreten einer Luftembolie, stark erhöht. Da dies ohne Gegenmaßnahmen zum Tode des Patienten führt, liegt der Fokus des klinischen Vorgehens in der Früherkennung. Das sensitivste Verfahren hierfür ist die transoesophageale Echokardiographie (TEE), die jedoch eine ständige visuelle Überwachung des TEE-Bildes erfordert. Somit ist eine Entdeckung der Embolie an die gleichbleibend hohe Aufmerksamkeit des Anästhesisten gebunden, die hierdurch vom operativen Geschehen und den weiteren Monitordaten abgelenkt wird.
Im Projekt soll erstmals ein Verfahrens zur automatischen Detektion von Luftblasen im TEE-Bild mit Methoden der Bildverarbeitung und Mustererkennung entwickelt und in eine echtzeitfähige Monitoring-Anwendung umgesetzt werden. Neben der von der Aufmerksamkeit eines menschlichen Beobachters unabhängigen, frühzeitigen und sehr sensitiven Erkennung einer Luftembolie eröffnet dies dem Anästhesisten auch eine von objektiven Messungen gestützte Abschätzung des zeitlichen Verlaufs des Schweregrads. Über die erhebliche Entlastung hinaus, die Freiraum für andere wichtige Aufgaben schafft, kann das Projekt daher auch die Entscheidung bezüglich des weiteren Vorgehens sowie die Kontrolle des Erfolgs einer Intervention in wertvoller Weise unterstützen.

Laufzeit: 2016-2018
 

MitarbeiterInnen des Instituts: H. Dickhaus

Links: TEE-Bild ohne relevante Luftblasen. Unten links befindet sich der rechte Vorhof, rechts davon der rechte Ventrikel. Rechts: Die roten Markierungen kennzeichnen Luftblasen, die sich im TEE als sehr helle Strukturen abbilden. Bei der violetten Markierung handelt es sich nicht um eine Luftblase sondern um einen Teil der Pulmonalklappe, die in diesem Augenblick in der Bildebene liegt.