Sektion Neuroimmunologie
Im Sommer 2025 wurde die Sektion Neuroimmunologie an der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Heidelberg unter der Leitung von Klemens Ruprecht neu eingerichtet. Damit wird die Kontinuität sowie die Weiterentwicklung des langjährig von Brigitte Wildemann geführten Bereichs Neuroimmunologie sichergestellt.
Die Neuroimmunologie ist ein integraler Bestandteil der Neurologie und befasst sich mit neurologischen Erkrankungen, bei deren Entstehung das Immunsystem eine zentrale Rolle spielt („immunvermittelte Erkrankungen“).
Zu den zentralen Krankheitsbildern gehören:
- Multiple Sklerose
- Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen (NMOSD)
- Myelin-Oligodendrozyten-Glykoprotein-Antikörper-assoziierte Erkrankung (MOGAD)
- Autoimmune Enzephalitiden
- Neurosarkoidose
- CLIPPERS-Syndrom
- SUSAC-Syndrom
- infektiös-entzündliche neurologische Erkrankungen (insbesondere neurovirologische Erkrankungen)
Die Abgrenzung von NMOSD und MOGAD gegenüber der Multiplen Sklerose stellt einen wichtigen Fortschritt für das Verständnis entzündlich-demyelinisierender Erkrankungen dar. Zudem wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche autoimmune Enzephalitiden identifiziert, die durch unterschiedliche antineuronale Autoantikörper verursacht werden.
Die Sektion Neuroimmunologie gliedert sich in die folgenden Bereiche:
- stationäre und ambulante Patientenversorgung
- klinische Studien
- Liquorlabor
- Forschungslabor