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Dreidimensionale dentale Bildgebung (MRT Zähne) und

digitale Volumentomographie (DVT)

Ein Schwerpunkt der Neuroradiologie am Universitätsklinikum Heidelberg ist das Dental-MRT, also ein MRT der Zähne. Hier arbeiten zahlreiche, auf die 3D-Bildgebung in der Zahnmedizin und Mund-Kiefer- und Gesichtschirurgie, spezialisierte Mediziner. Unser interdisziplinäres Team besteht aus Fachärztinnen und Fachärzten der Neuroradiologie, der Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie sowie der Zahnmedizin inklusive aller zahnärztlichen Subdisziplinen (z.B. Oralchirurgie, Prothetik, Kieferorthopädie, Endodontologie). Dank dieser – über einzelne medizinische Fachbereiche hinausgehender Zusammenarbeit – können wir unseren Patientinnen und Patienten eine sehr präzise Diagnosestellung und Behandlung ermöglichen.

So erreichen Sie uns
Im Neuenheimer Feld 400
69120 Heidelberg


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Die von uns verwendeten Bildgebungstechniken wurden maßgeblich von uns entwickelt. Mithilfe dieser neuartigen Techniken untersuchen wir Erkrankungen der Zähne, des Zahnhalteapparates, sowie tumoröse, zystische und entzündliche Erkrankungen des Ober- und Unterkiefers – mit hoher Auflösung und ohne Belastung durch Röntgenstrahlen. So beschäftigen wir uns seit Jahren intensiv mit dem Einsatz der dentalen Magnetresonanztomographie, kurz der Dental-MRT. Diese Aufnahmen stellen eine strahlenfreie, dreidimensionale Alternative zu den etablierten Röntgenverfahren dar. Ferner können wir mit der digitalen Volumentomographie (DVT) das gesamte Spektrum der dreidimensionalen Röntgenuntersuchungen an einem hochmodernen Gerät der neuesten Generation anbieten.

Das Zeichnet uns aus

  1. Präzise Diagnosestellung und Behandlung
  2. Modernste Ausstattung: Sowohl unser Dental-MRT als auch die DVT liefern hochauflösende, dreidimensionale Bilder innerhalb von Sekunden
  3. Interdisziplinäres Team aus hochspezialisierten Fachärztinnen und Fachärzten der Neuroradiologie, der Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie sowie der Zahnmedizin inklusive aller zahnärztlichen Subdisziplinen (z.B. Oralchirurgie, Prothetik, Kieferorthopädie, Endodontologie)
  4. Die Technik für ein „MRT Zähne“ wurde maßgeblich von uns ein Heidelberg entwickelt

Digitale Volumentomographie – hochauflösend und strahlungsarm

Wir bieten Untersuchungen für das gesamte Leistungsspektrum der Zahnmedizin und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie an einem Volumentomographie DVT-Gerät der neuesten Generation an. Die DVT ist ein hochmodernes, dreidimensionales Röntgenverfahren, das speziell für die Zahnmedizin und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie entwickelt wurde. Im Gegensatz zu den konventionellen, zweidimensionalen Röntgenaufnahmen kann unser Dental-Experten-Team damit wichtige anatomische Strukturen für die Therapieplanung überlagerungsfrei und größengerecht darstellen. Damit erreichen wir eine deutlich präzisere und aussagekräftigere Diagnostik als mit herkömmlichen Geräten. Gleichzeitig ist die Belastung mit Röntgenstrahlung deutlich reduziert im Vergleich zu anderen dreidimensionalen Röntgenaufnahmen, insbesondere zur Computertomographie.

Vorteile der DVT:

  • Hochdetaillierte, dreidimensionale Aufnahmen innerhalb von Sekunden
  • Geringere Strahlenbelastung als vergleichbare dreidimensionale Röntgenverfahren
  • Verbesserte Diagnostik und Behandlungsplanung

Ablauf der Untersuchung mit der Digitalen Volumentomographie

Die Untersuchungsdurchführung findet komfortabel im Sitzen statt und ist auch für und Patienten mit Angst vor engen Räumen unproblematisch. Nach Durchführung der Untersuchung und Auswertung der Bilddaten übermitteln wir den schriftlichen Befund mit Beispielbildern an Sie sowie die zuweisende Ärztin/den Arzt. Wenn von Ihnen gewünscht, erhalten Sie und Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt alle angefertigten Bilder in digitaler Form.

Für folgende Fragestellungen bieten wir DVT-Untersuchungen in unserer Abteilung an:

  • Zahnärztliche Chirurgie und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie:
    • Zahnimplantate:
      • Implantatplanung:
        • bei deutlichen Formabweichungen des Kiefers von der normalen Norm
        • wenn die benachbarten Strukturen zum geplanten Implantationsort nicht sicher auf zweidimensionalen Röntgenbildern beurteilt werden können
        • im Oberkiefer zuvor operierte Stellen der Kieferhöhle oder bei Verdacht auf eine Erkrankung der Kieferhöhle (z. B. Nasennebenhöhlenentzündung).
      • Nach unklarem Erfolg eines Knochenaufbaus
      • Problemen nach Implantation oder Knochenaufbau
    • Prothetik:
      • Vor Anbringung von Kronen und Brücken, wenn Zweifel an der Gesundheit des Zahns bestehen an dem diese befestigt werden sollen
    • Unklare Raumforderungen des Ober- oder Unterkiefers
    • Vor Weisheitszahn-Entfernung, wenn diese in direkter Nachbarschaft zu verletzlichen Strukturen, wie z.B. dem Unterkiefernerv liegen
    • Verdacht auf Entzündung des Knochens
  • Zahnerhaltung:
    • Bestätigung bzw. Ausschluss des Bruchs eines Zahns (Zahnfrakturen) oder in Fällen von unfallbedingter Krafteinwirkung auf einen Zahn mit sonst nicht eindeutigen Untersuchungsergebnissen
    • Nach Bruch von zahnmedizinischen Instrumenten und unklarer Lage der abgebrochenen Instrumententeile im Zahn oder Zahnbett
    • Bestätigung bzw. Ausschluss von knöchernen Läsionen an der Zahnwurzelspitze (periapikale Läsionen)
    • Zur Planung einer komplexen Wurzelkanalbehandlung
    • Beurteilung von inneren und äußeren Wurzelschädigungen
    • Unklare, räumlich begrenzte Befunde bei Entzündungen des Zahnbetts (Parodontitis, früher auch Parodontose) deren Einordnung die weitere Therapie bestimmt
  • Kieferorthopädie:
    • Atypische Befunde bei Zahnanomalien in Form und Anzahl, wenn diese für die weitere Behandlung von Relevanz sind und sich nicht mit zweidimensionalen Röntgenbildern klären lassen
    • Darstellung retinierter Zähne in enger Lage zu verletzlichen Strukturen wie zum Beispiel von einigen Weisheitszähnen und dem Unterkiefernerv

Anmeldung einer DVT-Untersuchung:

Wir wägen für jeden Patienten sorgfältig ab, ob der Zusatznutzen einer DVT-Untersuchung die erhöhte Strahlenbelastung rechtfertigt. Trotz aller getroffener Maßnahmen zur Senkung der Strahlenbelastung im DVT liegt diese immer noch über der für zweidimensionale Röntgenbilder. Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen haben wir ein besonderes Augenmerk darauf.
Um Ihren individuellen Einzelfall beurteilen und das Risiko gegenüber dem Zusatznutzen abwägen zu können, benötigen wir vorab Informationen von Ihrer behandelnden Zahnärztin bzw. Ihrem Zahnarzt oder Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgin bzw. -Chirurgen. Deshalb bitten wir Sie Ihre behandelnde Ärztin/ihren Arzt das Anmeldeformular Dental-DVT ausfüllen zu lassen und uns dieses per E-Mail, Post oder Fax zuzusenden. Anschließend prüfen unsere Ärzte Ihren Einzelfall anhand der Unterlagen und kontaktieren Sie bezüglich eines Termins.

Kosten für eine DVT

Die Abrechnung erfolgt anhand des einfachen Satzes der Gebührenordnung für Ärzte und Ärztinnen. Da die gesetzlichen Krankenkassen ─ im Gegensatz zu den privaten Krankenkassen ─ die Kosten für dieses moderne Diagnoseverfahren noch nicht übernehmen, bieten wir gesetzlich Versicherten die Möglichkeit einer Privatrechnung an, um Ihnen im Bedarfsfall und auf Wunsch ebenfalls diese Leistung zu ermöglichen.

Dental-MRT – die strahlenfreie Alternative

Die Dental-MRT bietet vielfältige neue diagnostische Möglichkeiten in der zahnmedizinischen Bildgebung. Dank neuester Entwicklungen kann die Dental-MRT auch komplexe Fragestellungen bei der Diagnose von Zahn- und Kiefererkrankungen beantworten. Ein wesentlicher Vorteil des MRT für Zähne gegenüber den bisher üblichen Röntgenverfahren ist, dass die Patientinnen und Patienten nicht durch gesundheitsschädigende Röntgenstrahlen belastet werden – dies ist insbesondere bei Kindern und jungen Erwachsenen von großer Bedeutung.

Darstellung des Weichteilgewebes

Bei der Darstellung des Weichteilgewebes, wie beispielsweise Muskulatur oder Schleimhaut, liegt der zweite große Vorteil der Dental-MRT. Somit können krankhafte Veränderungen der Zähne sowie der angrenzenden Weichteil- und Knochenstrukturen mit einer hohen Auflösung, dreidimensional dargestellt werden. Hierdurch kann unser Team dank Dental-MRT Krankheitsbilder erkennen, welche insbesondere in den Frühstadien kaum oder gar nicht durch Röntgenverfahren nachweisbar wären. Darunter fallen z. B. Erkrankungen der Zahnnerven im Unterkiefer oder Knochenentzündungen.

Die neue Dental-MRT: An der Neuroradiologie Heidelberg entwickelt

Lange Zeit scheiterte die Anwendung konventioneller MRT-Techniken in der Zahnmedizin an einer unzureichenden Auflösung sowie Bildstörungen aufgrund von metallhaltigen Zahnersatzmaterialien. Nach langjähriger Forschung und Entwicklung am Universitätsklinikum Heidelberg konnten wir diese Restriktionen durch ausschließlich für die Dental-MRT entwickelte Hochfrequenzspulen und speziell angepassten Messsequenzen minimieren.

Übrigens: Auch bei Kindern und Jugendlichen kann die Dental-MRT ohne Röntgenstrahlen dreidimensional Zahnfehlstellungen, Zahnanlagen und Kieferanomalien darstellen. Zudem ist die Planung von Weisheitszahnentfernungen problemlos möglich.

Vorteile einer Dental-MRT:

  • Keine Strahlenbelastung
  • Hochauflösende, dreidimensionale Darstellung
  • Zusätzliche Informationen durch direkte Darstellung der Weichteile wie zum Beispiel Schleimhaut, Gefäße und Nerven

Die Dental-MRT in der Anwendung

Die Dental-MRT-Untersuchungen erfolgen an hochmodernen 3-Tesla-MR-Tomographen unter Verwendung von modernsten Mess- und Spulentechniken. Nach der Untersuchung erfolgt die strukturierte Auswertung der Bilder. Im Anschluss werden der Befund mit Beispielbildern, und auf Wunsch eine Bild-CD, an die Patientin bzw. den Patienten und die zuweisende Zahnärztin/Zahnarzt bzw. Mund-Kiefer-Gesichtschirurgin oder -chirurgen versendet.

Für nachfolgende Krankheitsbilder bieten wir speziell angepasste Dental-MRT-Untersuchungen an:

  • Zahnärztliche Chirurgie und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie:
    • Nachweis bzw. Ausschluss von Entzündungen an der Zahnwurzelspitze (periapikale Läsion)
    • Nachweis bzw. Ausschluss einer Knochenentzündung (Osteomyelitis)
    • Dreidimensionale Planung von Operationen z.B. vor der Entfernung von Weisheitszähnen mit engem Lagebezug zum Unterkiefernerv
    • Nachweis bzw. Ausschluss einer Schädigung des Unterkiefernervs
    • Unklaren Raumforderungen bzw. Tumoren im Unter-/Oberkiefer zur genauen Erfassung der Lage, Ausdehnung und Einengung der möglichen Tumorarten
  • Zahnerhaltung:
    • Entzündungen des Zahnbetts (Parodontitis, früher auch Parodontose genannt) zur genauen Erfassung der Ausbreitung und Schwere der Erkrankung
  • Kieferorthopädie:
    • Nachweis, Größen- und Lagebestimmung von Zahnanlagen (z. B. Weisheitszähne)
    • Dreidimensionale Charakterisierung von Zahnfehlbildungen (Form, Lage, Anzahl)

Anmeldung einer Dental-MRT:

Wir betrachten und behandeln jede Patientin, jeden Patienten als individuellen Einzelfall. Vorab möchten wir sicherstellen, dass Sie von einer Dental-MRT auch profitieren werden und Ihnen unnötige Termine und Kosten sparen. Deshalb benötigen wir in jedem Fall vorab relevante Informationen über Ihren Zahnstatus. Lassen Sie deshalb bitte Ihre behandelnde Zahnärztin/Zahnarzt bzw. Mund-Kiefer-Gesichtschirurgin/-chirurgen unser Anmeldeformular Dental-MRT ausfüllen und uns per E-Mail, Post oder Fax zukommen. Anschließend prüft unser interdisziplinäres Team Ihren Fall und kontaktiert Sie bezüglich eines Termins.

Kosten einer Dental-MRT

Die Abrechnung erfolgt anhand der Gebührenordnung für Ärzte/Ärztinnen. Leider übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen ─ im Gegensatz zu den privaten Krankenkassen ─ die Kosten für dieses innovative Diagnoseverfahren noch nicht in jedem Fall. Daher ist die individuelle Rücksprache mit Ihrer Krankenkasse empfohlen. Sollte diese die Kosten nicht übernehmen, bieten wir die Möglichkeit einer Privatrechnung an, um gesetzlich Versicherten diese Leistung ebenfalls zu ermöglichen.

Unsere Spezialisten für das Dental-MRT am Universitätsklinikum Heidelberg

PD Dr. med. Tim Hilgenfeld

Funktionsoberarzt (Neuroradiologie)


Nikolai Miotk

Assistenzarzt (Neuroradiologie)


PD Dr. med. Alexander Jürchott

Facharzt (Neuroradiologie)


Mousa Zidan

Assistenzarzt (Neuroradiologie)