Heidelberg,
09
September
2026
|
11:20
Europe/Amsterdam

„Wissen und Praxis – Hand in Hand“: Expertinnen und Experten aus der Zahnerhaltungskunde tagen am UKHD

Zusammenfassung

Sind Süßstoffe gefährlich für die Gesundheit? Wie umweltverträglich sind Zahnfüllungen? Und wie gelingt es, die Zähne bis ins hohe Alter gesund zu halten? Diese und weitere Fragen werden im Rahmen der 40. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung am Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) in den Blick genommen. Die Fachtagung findet vom 17. bis 19. September unter Leitung von Professorin Dr. Diana Wolff und Professorin Dr. Cornelia Frese statt, beide Medizinische Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg und Poliklinik für Zahnerhaltungskunde am UKHD. Medienvertreterinnen und -vertreter sind herzlich eingeladen, an der Jahrestagung teilzunehmen. Beide Expertinnen des UKHD sowie weitere Referierende stehen auf Anfrage für Interviews zur Verfügung.

„Zukunft Zahnerhaltung. Wissen und Praxis – Hand in Hand“: So lautet das Leitmotiv der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ), die ab dem 17. September am Universitätsklinikum Heidelberg stattfindet. Unter der Tagungspräsidentschaft von Professorin Dr. Diana Wolff, Studiendekanin Zahnmedizin der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg und Ärztliche Direktorin der Poliklinik für Zahnerhaltungskunde am UKHD, und Professorin Dr. Cornelia Frese, Leitende Oberärztin der Poliklinik für Zahnerhaltungskunde, kommen mehr als 200 Expertinnen und Experten der Zahnerhaltungskunde für drei Tage zusammen, um sich über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse, moderne Behandlungskonzepte und praktische Erfahrungen auszutauschen. Neben DGZ-Mitgliedern sowie Zahnmedizinerinnen und -medizinern aus Universitätsklinika und Praxen sind auch Forschende und Studierende zur Teilnahme eingeladen. Es gibt noch freie Plätze.

Die Zahnerhaltungskunde ist ein Teilgebiet der Zahnmedizin und umfasst alle Maßnahmen, die die natürlichen Zähne langfristig gesund und funktionsfähig halten. Dazu zählen neben Prävention und Vorsorge auch Karies-, Parodontitis- und Wurzelkanalbehandlungen, Zahnfüllungen sowie die Therapie von Zahnverletzungen. Zu den Schwerpunktthemen der Tagung gehören unter anderem zeitgemäße Strategien der Kariesentfernung, die komplexe ästhetische Versorgung der sichtbaren Schneidezähne sowie CAD/CAM-basierte Therapiekonzepte.

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Das erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Den Auftakt der DGZ-Jahrestagung markiert ein „Tag der Wissenschaft“ am 17. September: Im Großen Hörsaal der Kopfklinik des UKHD präsentieren Forschende aus ganz Deutschland in Kurzvorträgen die Ergebnisse aktueller wissenschaftlicher Arbeiten. Die Haupttagung am 18. und 19. September findet in mehreren Hörsälen und Seminarräumen der Chirurgischen und der Medizinischen Klinik des UKHD statt.

Einen der Hauptvorträge gestaltet Professorin Dr. Cornelia Frese: Unter dem Titel „Süß, aber risikofrei?“ referiert sie über Zuckerersatz- und Zuckeraustauschstoffe und deren Bedeutung in der (Zahn-)Medizin. Vor dem Hintergrund der aktuellen gesundheitspolitischen Diskussion über Maßnahmen zur Reduktion des Zuckerkonsums – einschließlich der Debatte über eine mögliche Zuckersteuer – gewinnt die wissenschaftliche Bewertung von Zuckerersatz- und Zuckeraustauschstoffen zunehmend an Bedeutung. Weitere Vortragsthemen sind Zahngesundheit im Alter und die Umweltverträglichkeit von Materialien, die in der Zahnmedizin zum Einsatz kommen. In sogenannten Hands-on-Kursen haben die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich praktisch weiterzubilden – unter anderem zum Thema „Der restaurative Workflow der Zukunft“ unter Leitung von Professorin Frese.

„Ein besonderes Format des DGZ-Kongresses sind die klinischen Falldiskussionen, in denen jeweils zwei Expertinnen und Experten einen Patientenfall aus der Zahnerhaltung kontrovers diskutieren“, sagt Professorin Wolff. Sie selbst übernimmt die Moderation einer Debatte, in der es um die komplexe ästhetische Versorgung der sichtbaren Schneidezähne mithilfe von zahnfarbenen Kompositen geht. Das Leitmotiv des Kongresses wird in einer Podiumsdiskussion am letzten Kongresstag aufgegriffen: Vertreter aus Hochschule, Berufspolitik und Nachwuchs diskutieren aus ihren verschiedenen Perspektiven das Thema „Zahnerhaltung der Zukunft: Was bleibt, was verändert sich – was fehlt?“, darunter auch Professorin Wolff.

Den Festvortrag mit dem Titel „Erinnern und Vergessen: Wie wir Erinnerungen konstruieren und überschreiben“ hält Professorin Dr. Hannah Monyer, Ärztliche Direktorin der Abteilung Klinische Neurobiologie der Neurologischen Klinik am UKHD. In ihrem Vortrag gibt sie Einblicke in die Funktionsweise des menschlichen Gedächtnisses und zeigt, wie Erinnerungen beim Abrufen fortlaufend verändert werden – und damit unsere Wahrnehmung der eigenen Vergangenheit prägen.

Veranstaltungsdetails im Überblick

Was? 40. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ)

Wann? 17. bis 19. September 2026

Wo? Kopfklinik (Im Neuenheimer Feld 400, 69120 Heidelberg) und Medizinische Klinik (Im Neuenheimer Feld 410, 69120 Heidelberg) des Universitätsklinikums Heidelberg

Wer? Zahnmedizinerinnen und -mediziner, Forschende und Studierende

Anmeldung: https://dgz-kongress.de/registrierung/

Das vollständige Tagungsprogramm ist online einsehbar: https://dgz-kongress.de/programm/

Medienkontakt

Sie möchten als Pressevertreterin oder -vertreter an der Tagung teilnehmen? Wir freuen uns über Ihre Anmeldung bis zum 15. September unter presse@med.uni-heidelberg.de. Interviews mit den beiden Tagungspräsidentinnen sowie weiteren Referierenden sind möglich.

Weitere Informationen im Internet

Kongresshomepage: https://dgz-kongress.de/

Website der Poliklinik für Zahnerhaltungskunde am UKHD: https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/mund-zahn-kieferklinik/poliklinik-fuer-zahnerhaltungskunde/