Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Was ist die Earth Week?

Zur Entstehung: 

Rachel Carson's 'Der stumme Frühling', ein 1963 erschienener New York Times Bestseller, gilt als einer der auslösenden Momente der damals in den USA entstehenden Ökologie-Bewegung. Eine blühende Stadt, in der sich eine seltsame schleichende Seuche ausbreitet, ist Inhalt des Sachbuches, in dem eindringlich der Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel und dessen Auswirkungen auf Natur und Menschen dargestellt wird.

Die Ökologie-Bewegung nahm in den darauffolgenden Jahren an Fahrt auf. So wollte Senator Gaylord Nelson im Jahr 1969 nach der Ölpest von Santa Barbara (Kalifornien, USA) die Antikriegsproteste der Studierenden nutzen, um die Bevölkerung für das Thema Luft- und Wasserverschmutzung zu sensibilisieren und plante entsprechende Teach-ins. Hierbei handelte es sich um Informationsveranstaltungen, die zu einem umfassenden Verständnis der Problematik führen sollten. Der hierfür von ihm rekrutierte Aktivist Denis Hayes erkannte das Potential, hiermit ganz Amerika zu inspirieren und organisierte Veranstaltungen im ganzen Land, denen sich schnell zahlreiche andere Gruppierungen anschlossen. Der Name wurde in 'Earth Day' umgewandelt und bald gingen 20 Millionen Amerikaner und Amerikanerinnen (zum damaligen Zeitpunkt 10% der Bevölkerung) auf die Straße. Der 'Earth Day' wurde zu einem jährlich am 22. April begangenen, inzwischen weltweiten Umweltaktionstag.

Was wir heutzutage aufgrund des engen Zeitfensters für Klimaschutz gern vergessen: Im Laufe der letzten fünf Jahrzehnte wurden in der Nachhaltigkeits- und Umweltschutzbewegung dank einer unendlich großen Zahl engagierter Menschen entscheidende Fortschritte erzielt. Dies z.B. im Bereich der Kernenergie, Wasser- und Luftverschmutzung, bei Großverkehrsprojekten sowie in Bezug auf umweltschädigende Produkte oder Produktionsmethoden.

Grund genug, nicht zu resignieren und trotz schwieriger Zeiten in die großen Fußstapfen derer, die sich vor uns engagiert haben, zu treten. Grund genug, dieses große Erbe fortzusetzen, damit zukünftige Generationen noch das, was im Grundgesetz als ihr Grundrecht verankert ist, vorfinden können: die natürlichen Lebensgrundlagen. Dazu müssen wir keine Held:innen sein - jeder kleine Beitrag erbringt in der Summe von vielen kleinen Beiträgen einen Sinn.

Wir laden Sie herzlich zu den Aktionen der diesjährigen Earth Week ein, die das DKFZ, das EMBL und hier am UKHD das Netzwerk Nachhaltigkeit mit der Stabsstelle für Nachhaltigkeit und Klimaschutz organisiert haben.