Universitätsklinikum Heidelberg

Patientenarmbänder

Für eine eindeutige Identifikation – zu jeder Zeit

Der korrekte Abgleich der Identität von Patientinnen und Patienten ist ein zentraler Bestandteil der Patientensicherheit. Das ermöglicht eine eindeutige Zuordnung während des gesamten ambulanten oder stationären Aufenthalts. Das Armband enthält Informationen wie Familienname, Vorname, Geburtsdatum und Fallnummer.

Warum das Patientenarmband wichtig ist:

  • Sichere Identifikation auch bei fehlender Ansprechbarkeit, beispielsweise während einer Narkose, bei Bewusstlosigkeit oder Demenz
  • Förderung einer klaren und sicheren Zuordnung bei Eingriffen, Blutabnahmen, Medikamentengaben und diagnostischen Maßnahmen
  • Unmittelbarer Zugriff auf relevante Identifikationsdaten in Klarschrift und per Barcode
  • Unterstützung des sicheren Übergabeprozesses zwischen Stationen und Funktionsbereichen, beispielsweise beim Transfer von der Notaufnahme in den OP
  • Einhaltung rechtlicher und qualitativer Anforderungen entsprechend den Empfehlungen des Aktionsbündnisses Patientensicherheit (APS) e. V.

Ablauf der Identifikation

  1. Erstidentifikation: Vorlage eines ausweisenden Dokuments mit Lichtbild, beispielsweise elektronische Gesundheitskarte oder Personalausweis
  2. Aktive Nachfrage nach dem Namen der Patientin oder des Patienten sowie bei Bedarf nach früheren Aufenthalten zur Vermeidung von Doppelaufnahmen
  3. Einbezug von Angehörigen, Dolmetschenden, Sozialdienstmitarbeitenden oder gesetzlichen Vertretungen, wenn die Kommunikationsfähigkeit eingeschränkt ist, etwa in Notfallsituationen, bei Sprachbarrieren oder bei Kindern

Schritt zwei und drei werden durch das Personal vor jedem Transport, Untersuchung, Eingriff und der Gabe bestimmter Medikamente stets mit den Angaben auf dem Patientenarmband abgeglichen.

Integration in klinische Prozesse

Das Scannen des Patientenarmbands ist bereits in verschiedene klinische Abläufe eingebunden und fördert die Digitalisierung. Hierzu zählen die Erfassung von Vitalparametern, Blutzuckerkontrollen und diagnostische Untersuchungen. Die Nutzung wird schrittweise erweitert, beispielsweise auf innerklinische Transporte.